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  3. Switch to Apple: Teil 2 - Die Produkte und ihre Vorteile im Überblick

Die ersten Hürden sind überwunden und bisher fühle ich mich im Kosmos von Mac OS X und iOS richtig wohl. Ein paar Shortcuts auf der Tastatur mussten erlernt werden, vor allem wenn es um das @-Zeichen oder um Copy & Paste geht. An sich sind die Parallelen zu Windows aber recht groß und beim Umstieg vermisst man eigentlich kein Programm oder Treiber. In der erste Woche war ich auch nicht auf der Suche nach Mängel an der Hard- oder Software, eher interessieren mich die Vorteile gegenüber Windows-Produkten. Doch mit dem Software-Part beginnen wir erst im vierten Teil dieser Serie. Heute spreche ich über die Produkte und die Komponenten die ich nutze und warum ich mich gerade für die meist teuren Konfigurationen entschieden habe. In der nächste Woche dann unterhalte ich mich mit Carsten Knobloch alias Caschy vom Blog Stadt-Bremerhaven.de über seine Erfahrungen mit Apple, Apps und den iDevices.

Switch to Apple - Macbook Pro Retina mit Intel Core i7 und 512 GB SSDBildquelle: notebookinfo.de | st
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Volle Power: Das Macbook Pro Retina haben wir uns mit nahezu maximaler Konfiguration bestellt. So kann es den Desktop perfekt ersetzen.

Apple Macbook Pro Retina 15,4 Zoll
Fangen wir mit dem Gerät an, was ich wohl die meiste Zeit nutze. Ich bin viel unterwegs, auf Events, Messen und Presseveranstaltungen. Außerdem ersetzt das Macbook Pro meinen Windows Desktop PC zu Hause. Für die Arbeit heißt es also Texte schreiben, Bilder bearbeiten, skypen, twittern und facebooken. Ab und zu wird noch ein Video geschnitten, YouTube geschaut oder Filme und Serien gestreamt. An sich hätte dafür natürlich ein Intel Core i5 Prozessor ausgereicht, aber ich gehe gerne auf Nummer sicher. Schließlich kostet das MacBook über 2.000 Euro und in 1-2 Jahren wird sich mein Arbeitsalltag sicher verändern, mehr Leistung benötigen. Also musste ein Core i7 Quad-Core und die Nvidia GeForce GT 750M her. Außerdem bin ich kein großer Fan von viel Gepäck und die 512 GB SSD sorgt dafür, dass ich meine externe Festplatte getrost zu Hause lassen kann. Alles andere regeln iCloud, Dropbox und Google Drive. Und die 16 GB Arbeitsspeicher kommen meinem Multitasking-Wahnsinn mit vielen Browser-Tabs und Fullscreen-Schreibtischen unter Mac OS X Mavericks zu Gute.

Innerhalb von einer Woche habe ich vor allem das Retina Display ins Herz geschlossen. Eigentlich nutze ich seit Jahren matte Bildschirme, aber in Sachen Schärfe und Brillanz will ich eigentlich nicht mehr auf die alten 24-Zoll Monitore zurück wechseln, sondern ausschließlich mit dem internen Bildschirm des Macbook Pro arbeiten. LG wird uns für unsere Switch to Apple Serie in der nächsten Zeit ein 34-Zoll 21:9 Display zur Verfügung stellen, dass über Thunderbolt-2-Anschluss eine 4K-Auflösung bietet. Ich bin gespannt, ob dieser Bildschirm mit den Retina Displays gleichziehen kann. Ebenfalls wichtig ist, ich benötige so gut wie keine externe Maus mehr. Zwar bemühen sich Hersteller wie Acer und Samsung in Sachen Touchpad aufzuholen, aber Größe, Gestensteuerung und intuitive Bedienung kann keiner so gut wie das Trackpad von Apple. Und dabei meine ich keine unnützen Charms-Leisten wie bei Windows 8, sondern Funktionen, die ich wirklich im Alltag gebrauchen kann. Das beginnt bei der Präzision, über das einfache Wechseln der Vollbild-Apps mit drei Fingern und das Aufrufen der Mission Control Übersicht aller geöffneten Programme. Natürlich kann man auch zoomen, drehen und scrollen. All das, was man auch vom Smartphone kennt.

Kurz gesagt, meine Highlights am Macbook Pro: Geniales Retina-Display, super Tastatur und Touchpad, wertige Verarbeitung, gute Akkulaufzeit, schneller Prozessor, Grafikkarte sowie SSD und nützliche Software-Features. Ein so rundes Paket bekommt man bei recht wenigen Herstellern und dafür lässt sich Apple auch zurecht gut bezahlen.

Apple iMac 27-Zoll
Im Büro habe ich einen Gang runtergeschaltet, zumindest was den Prozessor angeht. Ich wollte unter 2.000 Euro bleiben und daher entschied ich mich für die 3,4 GHz Intel Core i5 Variante im Apple iMac 27-Zoll. Wenn ich bei der Bild- und Videobearbeitung wirklich mehr Power brauche, dann übernimmt das die CUDA-Funktionalität der verbauten Nvidia GeForce GTX 775M. Dafür reichen dann auch die 8 GB Arbeitsspeicher vollkommen aus. Gut ist: Auf der 1 TB Festplatte kann ich mein komplettes Bildarchiv lagern und größere Dateien - zum Beispiel Benchmark-Programme. Werden die dann auf dem Notebook benötigt, hilft wieder die iCloud oder eine Remote-Verbindung zu unserem NAS-Server. Dabei ist schön anzusehen, dass die Cloud-Speicherei über die Jahre so dermaßen einfach geworden ist, dass sogar meine Eltern damit umgehen könnten.

Habe ich mir vorher am Desktop-PC sogar 3-4 Monitore gewünscht, habe ich nun nur noch den iMac mit 27-Zoll auf dem Schreibtisch stehen. Klar könnte ich auch an den noch weitere Displays anschließen, doch das brauche ich gar nicht. Die Programme werden einfach auf mehrere Desktops verteilt, zwischen denen automatisch gewechselt wird, sobald ich das passende Symbol im Dock (Taskleiste) anklicke. Vermisst habe ich nur die Snap-Funktion von Windows 7, die Fenster automatisch auf die linke und rechte Bildschirmhälfte verteilt. Und siehe da: Im App Store gibt es mit BetterSnap sogar eine viel bessere Alternative, mit der ich Programme sogar auf vier Bereiche des Bildschirms verteilen kann. Bei 27-Zoll und einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel ist das problemlos möglich. Und um ehrlich zu sein, die Qualität des IPS-Screens des iMacs hat mich ebenso überzeugt wie die auf dem Macbook Pro. Warum also die fast schon pixeligen, matten FullHD-Bildschirme daneben stellen? Wer wie ich den ganzen Tag auf den Bildschirm starrt, der wird sich über die Qualität des iMac wirklich freuen.

Großen Vorteil ziehe ich auch aus den Anschlüssen, die ja direkt an der rechten Rückseite des iMac zu finden sind. Musste ich früher immer unter den Tisch kriechen um Sticks, SD-Karten und Kopfhörer anzuschließen, reicht nun ein Griff nach vorne. Vor allem beim Kartenleser macht das Sinn, den ich mehrmals täglich nutze, um Bilder von der DSLR zu bearbeiten. Thunderbolt und 4x USB 3.0 sind natürlich auch top, vor allem wenn man eine kabellose Tastatur und Maus verwendet, die direkt beiliegen (Apple Wireless Keyboard, Magic Mouse). Die Apple Maus nutze ich allerdings wenig - sie ist zu klein für meine Hände. Bisher hängt noch eine Roccat Kone Pure am iMac, die aber keine Treiber für Mac bietet. Daher kommt in den nächsten Tagen der Wechsel auf die Logitech Performance Mouse MX. Optional werde ich auch das Apple Magic Trackpad ausprobieren, das ja die Vorteile des Macbook Touchpads auf den iMac bringt. Die Magic Mouse nutze ich oft unterwegs mit dem Macbook zusammen, wenn doch einmal präzisere Photoshop-Aufgaben anstehen, die ich damit besser bewältigen kann als mit dem Trackpad.

Kurz gesagt, meine Highlights am Apple iMac 27-Zoll: Ebenso geniales IPS-Display wie beim Macbook Pro, Anschlüsse deutlich näher und einfacher zu erreichen als beim Desktop-PC unterm Tisch, optimale Leistung für meine Anforderungen an einen Desktop-Ersatz, genug Speicherplatz für all meine Archive und Daten (1 TB) und die ebenso gute Usability, die ich beim Macbook Pro schätzen gelernt habe. Und zu guter Letzt ist der iMac deutlich stylischer als jeder Desktop-Monitor den ich bisher besessen habe.

Apple iPhone 5s
Von 5,2 Zoll zurück auf 4 Zoll war natürlich kein einfacher Schritt. Von Android auf Apple iOS war es hingegen deutlich leichter. Eine der größten Rollen spielt aber die Wertigkeit und die Verarbeitung des Gehäuses. Ich habe mich zwar an Plastik gewöhnt, selbst im High-End-Bereich, doch so ein gutes Stück Aluminium fühlt sich einfach besser an und irgendwie erwarte ich das auch, wenn ich schon mehr als 400 Euro in ein Smartphone investiere.

Die typische Kritik am iPhone 5s ist berechtigt, kein NFC, kein WLAN-ac, keine Speichererweiterbarkeit. Wer nur technische Datenblätter vergleicht, der hat gut reden. Ich persönlich bekomme die 64 GB Speicher meines iPhone 5s wahrscheinlich nie voll und selbst Otto Normalverbraucher hat mit Speicherkarte wahrscheinlich nie mehr an Bord als ich mit dem iPhone 5s. Selbst mit dem LG G2 und dem Samsung Galaxy S4, die ich vor dem iPhone 5s genutzt habe, waren meine NFC-Aktivitäten überschaubar bis gar nicht vorhanden. Meist hat die Kurzdistanz-Koppelung eh nicht so funktioniert wie ich das wollte. Gleiches gilt für WLAN-ac. Zwar habe ich sowohl im Büro eine Fritzbox mit ac-Standard und zu Hause einen Router von ASUS, doch ich schaffe es auch mit dem iPhone 5s unter WLAN-n und der MiMo-Technik nahezu die volle Bandbreite abzurufen (50 Mbit/s im Büro, 100 Mbit/s zu Hause). Und über Apple TV funktioniert das Streaming von 1.080p Medien vom iPhone 5s auf den Fernseher ebenfalls ohne Verzögerung oder Ruckler. Also was will man mehr? 4K-Content? Bis der verbreitet ist hat Apple schon das iPhone 6S oder iPhone 7 am Start.

Wie ich das iPhone 5s im Alltag nutze? Der Tag startet üblicherweise mit Arbeit. Mails checken, Webseiten-Statistiken des letzten Tages analysieren und Feed-Reader, Facebook sowie Twitter durchforsten. Da ich viel in Berlin unterwegs bin, begleiten mich auch die Apps für die öffentlichen Verkehrsmittel (BVG, S-Bahn) täglich. Auf Arbeit bleibt das iPhone 5s meist auf dem Schreibtisch liegen und ist nur interessant, wenn ich private Anrufe annehmen muss oder mal eine SMS bzw. WhatsApp-Nachricht schreibe. In den Raucherpausen werden dann private Emails gelesen, spontane News an externe Mitarbeiter verteilt und die sozialen Netzwerke beobachtet. Unterm Strich ist das iPhone also Dreh- und Angelpunkt vor und nach der Arbeit.

Kurz gesagt, meine Highlights am Apple iPhone 5s: Super Gehäuse aus Aluminium, sehr gute Performance in Spielen, Apps und bei der Kamera, genug Akkuleistung um den Arbeitstag und den Feierabend zu überstehen, eine Vielzahl an Programmen im App Store, optimale Anbindung an Streaming-Features via iTunes und Apple TV. Und vor allem auch hier: Das helle, kontraststarke Retina Display.

Apple iPad Air
Das Tablet ist für mich schon immer ein „Lust und Laune“-Gerät gewesen. Will ich etwas effektiver auf dem Weg zum Büro arbeiten, nehme ich das iPad Air mit. Dank 128 GB Speicher und LTE-Modul ja kein Problem. Tethering mit dem Smartphone ist zwar cool, aber zwei Akkus leerziehen halte ich nicht für sinnvoll. Daher ist ein Mobilfunkmodul nativ im Tablet für mich immer noch die beste Wahl. Die Multi-SIM dafür gibt es bei meinem Telekom Vertrag kostenlos und bei einem 20 GB Volumen brauche ich mir keine Gedanken machen, zu viel Bandbreite zu verbrauchen. Hier übrigens großes Lob an den LTE-Ausbau in Berlin. In der Stadt komme ich mit dem iPad Air locker auf 95 MBit/s im Download und 60 MBit/s beim Upload.

Warum nicht das iPad mini Retina? Das iPad Air ist so schlank und leicht geworden im Vergleich zu älteren iPad-Modellen, da genieße ich doch lieber den größeren Bildschirm. Für schnelle Aktionen greife ich eh eher zum iPhone 5s, da darf es also gerne etwas mehr Diagonale sein für’s effektivere Arbeiten. Schön ist, dass Apple beim Neukauf Apps wie Pages, Numbers und Keynote kostenlos anbietet. So kann ich auch unterwegs problemlos ein paar Texte korrigieren. Es sind halt die „kleinen“ Sachen, die das Komplettpaket so rund machen wie es ist. Natürlich zählt dazu auch die Verarbeitung. Gleiches Spiel wie beim iPhone: Wertiges und gut verarbeitetes Aluminium im Unibody-Style. Im Alltag merke ich davon zwar nicht viel, weil ich ein Apple Smart Cover nutze, aber selbst das ist ja aus Leder gefertigt.

Viel wichtiger wird das Apple iPad Air am Abend, nach der Arbeit, bei der privaten Nutzung. Beim Fernsehen - egal ob Fussball, Serien oder Spielfilme, suche ich mir immer gerne ein paar Zusatzinfos aus dem Netz. Meist über Schauspieler, Ergebnisse aus früheren Sport-Partien oder wann der zweite Teil von Film XY im Kino anläuft. Und genau dafür liegt immer das iPad auf dem Couchtisch parat. Es kommt auch oft vor, dass ich vom Wohn- ins Schlafzimmer wechsle und mir vor dem Schlafen noch eine Folge von House of Cards, NCIS oder Suits ansehe. Das will ich natürlich nicht auf dem iPhone 5s machen sondern auf einem größeren Bildschirm wie der des iPad Air. Man sieht also, bei mir ist das iPad Air quasi ein Drittgerät, welches ich aber oft nutze. Weniger „on the go“, dafür umso mehr als Couch-Surfing-Device.

Kurz gesagt, meine Highlights am Apple iPad Air: Wie bei allen anderen iDevices in dieser Serie - das hochauflösende Retina Display. Außerdem gibt es mit dem Apple A7 Chip für alle Anwendungs-Szenarien eine sehr gute Leistung und die Schlankheitskur des iPad Air hat mir sehr gefallen. Und wenn ich das Tablet nur am Abend für Serien und Webseite nutze, hält der Akku locker eine ganze Woche.

Alle vier zusammen
Ich muss zugeben, ich bin kein großer Fan von Bildern. Im Redaktions-Alltag mache ich die mit einer Spiegelreflex-Kamera. Privat bin ich aber nicht der Typ, der jeden Gang beim Mittagessen dokumentiert. Auf Parties oder im Urlaub mal ein Schnappschuss, das reicht aus. Dennoch will ich die gute Kameraqualität des iPhone 5s erwähnen. Und das ohne Megapixel-Marketing-Wahnsinn mit nur 8 MP. Spaßig vor allem, wenn ich im Fussball-Stadion via simplem Panorama-Feature das komplette Spielfeld auf ein Foto bekomme. Außerdem freue ich mich jedes Mal, wenn ich Macbook Pro, iPhone und iPad an den Strom hängen muss. Der beidseitig ansteckbare Lightning-Stecker und der magnetische MagSafe-Port sind einfach Gold wert. Gleiches gilt für die Kommunikation untereinander. Ich arbeite dank der iCloud schon mehr mit Apple Pages als mit Microsoft Word, da das Auto-Speichern selbstständig funktioniert und die iCloud besser mit dem Office-Programmen von Apple verknüpft sind. Dabei ist zu Erwähnen, dass ich nie ein SkyDrive bzw. OneDrive Konto genutzt habe und das auch nicht will. Schließlich zahle ich bereits fleißig für Dropbox, das muss reichen.

Coming up next
Nun werden einige sagen: „Ja, aber die Hardware bekomme ich auch bei Samsung und Acer für weniger Geld“. Teilweise richtig. Vergleicht man aber die Basis-Konfigurationen, liegen die Hersteller hier auf Apple-Niveau. Vor allem bei High-End-Ultrabooks, Tablets und Smartphones. Wer nach diesem, zweiten Teil unserer Switch to Apple Serie noch skeptisch ist, der sollte die nächsten Woche abwarten. Dann gehe ich genauer auf die Software ein und die vielen Vorteile bei der Steuerung von Mac OS und iOS. Natürlich im direkten Vergleich zu Windows und Android. Außerdem erwartet euch in der nächsten Woche ein ausführlicher Testbericht des Apple Macbook Pro Retina 15,4 Zoll. Bis dahin lege ich euch auch gerne unsere Tests zum iPhone 5s, iPhone 5c, iPad Air und iPad mini Retina ans Herz. Stay tuned!

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