1. Startseite
  2. News
  3. Surface Studio: Microsoft präsentiert Premium All-in-One-PC mit Touchscreen

Surface Studio: Microsoft präsentiert Premium All-in-One-PC mit Touchscreen (Bild 1 von 4)Bildquelle: Microsoft
Fotogalerie (4)
Surface Studio: Microsoft erster Desktop-PC ist ein Premium-All-in-One mit super-hochauflösendem Touchscreen.

Microsoft hat heute auf einem Event in New York City, USA nicht nur das Windows 10 Creators Update angekündigt, sondern die Surface-Familie wie erwartet um einen brandneuen All-in-One-PC erweitert. Das Gerät trägt die offizielle Bezeichnung Surface Studio und verfügt über ein 28 Zoll großes Touchscreen im Surface-typischen 3:2 Format sowie aktuelle, leistungsfähige PC-Hardware integriert in Standfuß. Der US-Konzern will passend zur nächsten Windows 10 Hauptversion insbesondere kreative Köpfe mit dem Premium-All-in-One ansprechen und stellt ihm daher auch noch das neue Navigationsgerät Surface Dial zur Seite.

Bei der Präsentation des Surface Studio wurde schnell und unmissverständlich klar, dass Microsofts Surface-Team bei der Entwicklung sehr großes Augenmerk auf das Display des Geräts sowie das Verbindungselement, mit dem dieses mit dem Standfuß verbunden ist, gelegt hat. Laut offiziellen Angaben ist der LCD-Monitor des AiO-PCs mit 12,5 Millimeter Dicke einer der dünnsten, der jemals gebaut wurde. Das Display löst mit 4500 x 3000 Pixel auf, registriert Eingaben mit dem Surface Pen und unterstützt die PixelSense-Technologie von Microsoft sowie die Möglichkeit, je nach Bedarf verzögerungsfrei zwischen unterschiedlichen Farbprofilen zu wechseln oder ein eigenes zu erstellen.

Angetrieben wird das Surface Studio von einem Intel Quad-Core-Prozessor, bis hin zu einem Modell der Core i7 Reihe, dem bis zu 32 Gigabyte RAM und ein bis zu 2 Terabyte fassender „Rapid Hybrid“ Datenträger zur Seite gestellt werden können. Außerdem verbaut Microsoft dedizierte Grafikeinheiten von Nvidia mit 2 oder 4 Gigabyte Videospeicher, eine HD-Frontkamera, eine IR-Kamera für Windows Hello Gesichtserkennung, Stereolautsprecher und eine leistungsfähige Mikrofonanordnung, die dazu dient, um mit dem digitalen Assistenten Cortana auch noch in ein paar Metern Entfernung zum Schreibtisch via Sprache kommunizieren zu können.

Das eine Bauteil, welches das Surface Studio zu einem aktuell ganz und gar einzigartigen Typ von AiO-PC macht, ist das Verbindungselement zwischen dem Touchscreen und dem Standfuß. Dieses erlaubt es nämlich nicht nur, das Display je nach Bedarf nach vorne oder hinten zu kippen, sondern auch, das gesamte Gerät wie eine Art großes Zeichenbrett zu nutzen und sich dabei sogar auf dem Touchscreen abzustützen.

Vor allem bei näherer Betrachtung des zuletzt beschriebenen Einsatzszenario kommt schließlich noch das neue Surface Dial ins Spiel. Dabei handelt es sich um ein drahtlos nutzbares Navigationsgerät, das entweder direkt auf dem Touchscreen eines Surface-Produkts oder aber auf dem Schreibtisch positioniert verwendet werden kann. Durch drücken des Dial erscheint ein kreisrundes Navigationsmenü auf dem Bildschirm. Durch Drehen kann der Nutzer kontextsensitiv beziehungsweise abhängig von der gerade geöffneten Anwendung unterschiedliche Aktionen - etwas das Scrollen durch ein Dokument - durchführen beziehungsweise anwählen. Das Surface Dial kostet für bestehende Surface-Nutzer in den USA 99 US-Dollar, liegt den Vorbestellungen des Surface Studio allerdings als kostenlose Dreingabe bei.


Angesichts der Preisangaben für das Surface Studio im US-amerikanischen Microsoft Online Store ist das aber wirklich nur als sehr kleine Aufmerksamkeit des Herstellers zu werten. Der Premium-AiO-PC für kreative Profis kostet dort mindestens 2999 US-Dollar (ohne Steuern). Dafür erhalten Käufer einen Intel Core i5 Prozessor (6. Core-Generation alias Skylake), 8 Gigabyte RAM eine GeForce GTX 965M mit 2 Gigabyte RAM und eine 1 Terabyte Hybrid-Festplatte. Bei der mittleren Konfiguration, die dann schon mit 3499 US-Dollar zu Buche schlägt, wird die CPU auf einen Core i7 (Skylake) und der Arbeitsspeicher auf 16 Gigabyte angehoben. Für die Topausstattung des Surface Studio schließlich verlangt Microsoft 4199 US-Dollar und stellt dafür dem Core i7 Chip 32 Gigabyte RAM, eine GeForce GTX 980M mit 4 Gigabyte Grafikspeicher und eine 2 Terabyte Hybrid-Festplatte zur Seite. Zum Lieferumfang von jedem Surface Studio gehören eine drahtlose Surface Tastatur und Maus sowie ein Surface Pen.

Microsofts Angaben nach wird das Surface Studio in den USA ab 15. Dezember im ausgeliefert. Allerdings warnt das Unternehmen Vorbesteller schon jetzt, dass mit einer sehr limitierten Verfügbarkeit für das Gerät bis ins neue Jahr hinein zu rechnen ist. Ab wann und zu welchen Preisen der erste Desktop-PC von Microsoft auch in Deutschland erhältlich sein wird ist im Moment noch nicht bekannt.

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.