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Bei Stiftung Warentest kommt WhatsApp nicht gut weg.Bildquelle: WhatsApp
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Stiftung Warentest nimmt aktuelle Messenger in Sachen Sicherheit genauer unter die Lupe.

Vorgenommen haben sich die Experten neben WhatsApp die Alternativen Threema, Telegram, Line und den Blackberry Messenger. Weitere Messenger sind in die Untersuchung nicht mit eingeflossen, die das Hauptaugenmerk auf die Sicherheit der privaten Daten legt. Der Messenger-Primus WhatsApp kommt mit dem Testurteil „Sehr kritisch“ jedenfalls nicht gerade gut weg, was vor allem an der fehlenden End-to-End-Verschlüsselung und der ungefragten Übertragung des gesamten Telefonbuchs liegt. Abgesehen davon findet auch bei den sonstigen übertragenen Daten keine Verschlüsselung statt, die sich wegen der Closed Source von WhatsApp nicht überprüfen ließ.

Die sicherste Alternative ist im Test von Stiftung Warentest lediglich die 1,60 Euro teure App Threema, was von den Tester in Sachen Datenschutz als einzige Alternative ein „Unkritisch“ erhalten hat. Besonders zu Gefallen wissen die End-to-End-Verschlüsselung und das lediglich optionale Hochladen des eigenen Adressbuchs. Einzig den geschlossenen Quellcode der App bemängeln die Tester, was eine Überprüfung der Verschlüsselungsmechanismen verhindert. Die Tester müssen den Behauptungen der Threema-Entwickler daher einfach glauben schenken.

Die kostenlose Alternative Telegram schätzen die Tester hingegen als „Kritisch“ ein. Zwar findet auch bei Telegram eine End-to-End-Verschlüsselung statt, allerdings gilt die nur für die sogenannten Secure Chats. Außerdem überträgt Telegram wie WhatsApp ungefragt das gesamte Adressbuch für einen Abgleich der Kontakte um zu sehen, wer ebenfalls bei Telegram registriert ist. Ein großes Manko ist das fehlende Impressum und die fehlende Kontaktadresse für Fragen zum Thema Datenschutz.

Wie WhatsApp wurden auch der Blackberry Messenger und Line mit dem Testurteil „Sehr kritisch“ versehen, was einer nur teilweise oder gar nicht vorhandenen Verschlüsselung der übermittelten Daten liegt. Der Blackberry Messenger überträgt zusätzlich in der Android-Version Nutzername und Passwort, Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Heimatland, die E-Mail-Adresse sowie die Sicherheitsfrage und deren Antwort. Zwar sind diese Daten grundsätzlich verschlüsselt aber dennoch unnötig. Weiterhin halten die Tester einige AGB-Klauseln von Blackberry für problematisch. Der japanische Messenger Line übermittelt in der Android-Version außerdem die IMEI-Nummer des Gerätes, auf dem dieser ausgeführt wird.

Quelle: Stiftung Warentest

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