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Spectre V2: Microsoft stoppt fehlerhaften Intel-Fix mit Sonder-Update (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Windows-Neustarts: Aufgrund von Bugs in Intels erster Software-Maßnahme gegen die Sicherheitsschwachstelle Spectre der Veriante 2 liefen viele PCs nicht mehr stabil.

Intel hat jüngst erklären müssen, dass der zunächst bereitgestellte Sicherheitspatch gegen die Schwachstelle Spectre Fehler enthält, die bei PCs unter anderem zu spontanen Neustarts führen können. Seither rollen PC-Hersteller darauf basierende Updates nicht mehr aus und Intel arbeitet an einer neuen, fehlerbereinigten Problemlösung. Microsoft wollte dieses neue Update jedoch nicht erst abwarten und hat daher nun selbst die Initiative ergriffen: Außerplanmäßig stellt der Softwareriese ab sofort einen Patch für alle Systeme mit Windows 7, 8.1 und 10 zum Download bereit, das den problematischen Fix für Spectre der Variante 2 deaktiviert. Anwender, die sich seit ein paar Wochen also mit PC-Problemen konfrontiert sehen, sollten das Update manuell einspielen.

Microsofts eigenen Angaben nach verhindert es der neue Patch, dass es auf PCs mit Intel-Prozessor zu sporadischen Neustarts kommt. Das Unternehmen bezeichnet den Patch aber klar als Übergangslösung bis Intel ein Update bereitstellen kann, das keine derart gravierenden Probleme mit sich bringt.

Wie eingangs erwähnt verteilt Intel den betreffenden Patch inzwischen nicht mehr und auch die Partner des Chipherstellers folgen dieser Marschroute. Für einzelne Windows-Anwender hilft das aber natürlich nichts, da der problembeladene Software-Flicken bereits großflächig über Windows Update als Teil von Microsofts Sicherheitsaktualisierungen ausgerollt wurde.

Intel hat inzwischen die baldige Veröffentlichung fehlerbereinigter Patches gegen Spectre und auch Meltdown angekündigt, allerdings keinen konkreten Termin dafür genannt. Außerdem gab der Chiphersteller an, neue Prozessoren, die später in diesem Jahr auf dem Markt eingeführt werden sollen, werden für die Sicherheitsproblematik nicht mehr anfällig sein.

Quelle: The Verge, Microsoft, Intel

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