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Spectre: Microsoft verteilt neue Intel-Fixes über Update-Katalog (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Firmware-Updates: Microsoft will kein Risiko eingehen und stellt daher die aktuellsten Spectre-Fixes für Windows-Systeme in Kooperation mit PC- und Chipherstellern selbst zum Download bereit.

Microsoft hat eigenen Angaben nach den Prozess begonnen, Intels neueste Firmware-Updates gegen die CPU-Schwachstelle Spectre für Windows 10 Systeme bereitzustellen. Wenn sich dies lediglich auf Microsoft-Geräte der Surface-Reihe beziehen würde, wäre es nichts ungewöhnliches, doch der Softwareriese wird hier in gewisser Weise die Arbeit anderer PC-Hersteller übernehmen. Alle entsprechenden Intel Firmware-Updates werden demnach direkt im „Microsoft Updates Catalog“ aufgelistet werden, was auch Systemadministratoren die Arbeit zur Verteilung dieser etwa in Firmennetzwerken vereinfachen dürfte.

Die ersten Windows 10 Updates mit den neuesten Spectre-Sicherheitsfixes, die Microsoft ausrollt, sind für Systeme mit Intel-Prozessoren der Skylake-Familie (6. Core Generation) bestimmt. Nach und nach werden laut dem Unternehmen weitere Firmware-Updates für Systeme mit anderen Prozessor-Familien hinzukommen. Microsoft arbeitet dafür mit Computer- und Chip-Herstellern gleichermaßen zusammen. Für Endanwender ist es allerdings bei all dem nützlich zu wissen, dass die entsprechenden Updates in den meisten Fällen allem Anschein nach nicht automatisch über Windows Update installiert werden. Microsoft hat sich dazu jedenfalls nicht explizit bekannt. Dennoch werden sich alle verfügbaren Firmware-Updates für Windows-Systeme im Update-Katalog des Unternehmens finden lassen, was wie erwähnt über die für gewöhnlich greifenden Prozesse bei der Verteilung neuer Firmware-Versionen von Drittherstellern hinaus geht.

Ein weiterer Aspekt, der von Nutzern bei diesen Spectre-Fixes beachtet werden muss, ist die für diese erforderliche Kompatibilitätsprüfung von Drittanbietern von Antivirus-Software. Microsoft gibt an, mit Herstellern von Antivirus-Lösungen zusammenzuarbeiten, um eine reibungslose Funktion von PCs mit den neusten Firmware-Updates zu gewährleisten. Unter anderem müssten Antivirus-Programme erst ihre Kompatibilität signalisieren, bevor die Firmware-Updates erfolgreich unter Windows 10 eingespielt werden könnten. Laut Microsoft läuft aber bereits eine große Mehrzahl von Windows-Systemen mit kompatibler Antivirus-Software. Nutzer, die einen der von Microsoft bereitgestellten Spectre-Fixes installieren wollen, sollten aber in jedem Fall zuerst prüfen, ob ihre Antivirus-Software auf dem neusten Stand ist.

Quelle: Microsoft