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  3. Samsung: Patch soll Drama um Windows Update Stop beenden

Samsung Serie 9Bildquelle: Samsung
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Samsung: Mit einer fragwürdigen Sicherheitspolitik der PC-Sparte hatte das Unternehmen in den letzten Tagen für Negativschlagzeilen gesorgt.

Nachdem sich die PC-Sparte von Samsung in den vergangenen Tagen nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte, indem ein potentiell schwerwiegendes Sicherheitsproblem auf einigen Notebookmodellen kleingeredet wurde, hat sich das Unternehmen mittlerweile doch dazu entschlossen, mit einem Software-Update gegenzusteuern.

Samsung Notebooks: Windows Update Stop gefährdet Sicherheit von Nutzern

Samsung zog in der letzten Woche den Unmut von Microsoft sowie zahlreicher Nutzer auf sich, als von einem Microsoft-Mitarbeiter bekannt gemacht wurde, dass die auf diversen Samsung-Notebooks vorinstallierte Anwendung SWUpdate, die eigentlich lediglich für die Installation von Treiber- und Programm-Updates zuständig sein sollte, heimlich, still und leise mit Hilfe einer kleinen Exe-Datei auch die automatische Installation wichtiger Windows Updates unterbindet. Vor allem bezüglich der Sicherheit eines Rechners kann dies ein erstzunehmendes Risiko darstellen.

Nach dem Bekanntwerden dieser Angelegenheit ließ eine offizielle Stellungnahme Samsungs zunächst auf sich warten, als sie dann erschien versuchte der Hersteller, das Problem zunächst klein zu reden, und begründete es dann etwas fadenscheinig mit potentiellen Treiber-Kompatibilitätsproblemen, die sich durch Windows Update ergeben könnten. Die weitreichende Berichterstattung des Themas in der Presse hat Samsung nun allerdings doch zum Umdenken bewogen. Gegenüber VentureBeat hat das Unternehmen versprochen, in den nächsten Tagen einen Patch für das Programm SWUpdate zu veröffentlichen, durch den die automatische Installation von Windows Updates wieder als Standardeinstellung festgelegt wird.

Die Entscheidung Samsungs kann nur begrüßt werden, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die vormalig genannten Gründe für die Deaktivierung des Windows-Features einfach nicht ausreichenden waren. Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn ein Hersteller darauf bedacht ist, die Systemleistung und -stabilität seiner PCs durch eigene Treiber zu optimieren, allerdings bietet Microsoft seinen OEM-Partnern exakt dafür die Möglichkeit an, spezielle Treiber für ganz bestimmte Geräte über Windows Update auszurollen. Samsung hätte also von Anfang an diese Art der Treiber-Verteilung nutzen können, ohne zu beginnen, ein ganz eigenes Süppchen zu kochen und dabei die Sicherheit seiner Kunden zu gefährden.

Quelle: VentureBeat

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