1. Startseite
  2. News
  3. Rückruf: Samsung Galaxy Note 7 Umtausch in Deutschland gestartet

Rückruf: Samsung Galaxy Note 7 Umtausch in Deutschland gestartet (Bild 1 von 1)Bildquelle: Samsung
Fotogalerie (1)
Galaxy Note 7: Vermutlich aufgrund eines Konstruktionsfehlers kann es bei Samsungs Flaggschiff-Gerät zu einer Überhitzung des Akkus kommen.

News-Update vom 14. Oktober 2016
Nur wenige Tage nach dem finalen Aus des Samsung Galaxy Note 7 startet in Deutschland der offizielle Rückruf. Für den Umtausch sollen sich Besitzer an die jeweiligen Händler und Mobilfunkanbieter wenden, bei denen sie das Smartphone erstanden haben. Zudem hat Samsung online einen aktualisierten Kundenleitfaden zur Verfügung gestellt, der die Prozedur erläutert. Dabei habt ihr die Wahl euer Galaxy Note 7 gegen ein aktuelles Galaxy S7 oder Galaxy S7 edge Modell einzutauschen und die Preisdifferenz erstattet zu bekommen oder euer Geld gänzlich zurück zu verlangen.

News-Update vom 11. Oktober 2016
In einem offiziellen Statement meldet sich nun auch Samsung selbst zu Wort. Erneut werden weltweit alle Galaxy Note7 Smartphones zurückgerufen. Sowohl von Käufern, als auch von Händlern. Da scheinbar auch die zweite, überarbeitete Generation des Note7 anfällig für das Überhitzen der Batterie ist, kommt es nicht mehr darauf an welche Version genutzt wird. Das sofortige Abschalten und Austauschen wird gefordert. Somit haben Nutzer des Phablets erneut den Anspruch darauf, ihr Geld zurückzufordern oder das Galaxy Note 7 gegen ein gleichwertiges Samsung Smartphone auszutauschen. Zum Beispiel gegen das aktuellen Spitzenmodell Galaxy S7 edge. Obwohl der südkoreanische Hersteller das Ende des Note7 nicht bestätigt hat, scheinen sich Experten sicher zu sein. Samsung selbst spricht bisher nur von weiteren Untersuchungen.

Unsere News vom 10. Oktober 2016
Das jüngste Kapitel der wohl katastrophalsten hochkarätigen Produkteinführungen der Technologiebrache ist aufgeschlagen: Samsung hat sich nun offenbar dazu entschlossen, die Produktion des Galaxy Note 7 vorübergehend auszusetzen. Das jedenfalls geht aus einem aktuellen Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap hervor. Yonhap beruft sich in dem Artikel auf eine anonyme Quelle aus Samsungs Zuliefererkreisen. Eine offizielle Ankündigung seitens des südkoreanischen Herstellers steht also im Moment noch aus. Nichtsdestotrotz gibt es angesichts der erdrückenden Beweislage keinen Grund, an der Meldung zu zweifeln. Laut Yonhap hat Samsung die Produktion in Absprache mit dem Verbraucherschutz in Südkorea, den USA und China gestoppt. Konkret von der Maßnahme betroffen sei eine Fabrik in Vietnam, wo das Galaxy Note 7 für diverse internationale Märkte produziert werde.

Nach den Meldungen der letzten Tage ist der temporäre Produktionsstopp des Note 7 alles andere als überraschend, für Samsungs Bemühungen, alle mit einem problematischen Akku ausgestattete Note 7 zurückzurufen, auszutauschen und den Verkauf des Premium-Smartphones im Laufe des Oktober wieder planmäßig fortzusetzen, aber natürlich ein gewaltiger Dämpfer. In den USA waren laut The Verge zuletzt insgesamt fünf Fälle bekannt geworden, in denen ein eigentlich als sicher geltendes Austauschexemplar des Smartphones Feuer fing. Der erste reichlich Beachtung findende Vorfall dieser Art ereignete sich in einem Flugzeug.

Als Reaktion auf die neu auftretenden Probleme sowie die gesamte Geschichte des Note 7 seit der Vorstellung haben zwei der größten Mobilfunkanbieter der USA, AT&T und T-Mobile, den Verkauf der neuen Ausführung des Note 7 gestoppt. Zudem akzeptieren alle vier namhaften US-Mobilfunkbetreiber (also auch Verizon und Sprint) einen sofortigen Umtausch des Geräts gegen ein anderes Modell von Samsung oder von einem anderen Hersteller. Ursprünglich hatte Samsung mit dem Verkauf des Galaxy Note 7 in einigen Ländern im vergangenen August begonnen. In Deutschland war der Marktstart für Anfang September eingeplant. Exakt zu diesem Zeitpunkt musste der Hersteller dann allerdings größere Probleme mit dem Akku des Smartphones eingestehen und initiierte eine weltweite Rückrufaktion von rund 2,5 Millionen Note 7 Einheiten wegen Brandgefahr.

Die angeblich fehlerfreien beziehungsweise ungefährlichen Austauschmodelle des Note 7 sollten hierzulande eigentlich am 28. Oktober in den freien Handel kommen. Ob dieses Datum angesichts des nun im Raum stehenden Produktionsstopps sowie der erneut in einigen Ländern bekannt gewordenen Probleme gehalten werden kann, ist derzeit mehr als unklar.

Quelle: Yonhap, The Verge #1, The Verge #2

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.