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Razer Mamba 2015 im Test: Die Gaming Maus der Superlative (Bild 15 von 25)Bildquelle: Razer
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Razer Mamba: Die fortschrittlichste Gaming Maus der Welt

"Die originale Razer Mamba haben wir vor 6 Jahren vorgestellt und selbst heute noch gilt sie als Messlatte für Gaming-Grade Wireless Mäuse", erklärte Razer CEO Min-Liang Tan zum Launch der neuen Razer Mamba. Die Gaming Maus kommt in zwei Versionen zum Kunden: Die kabellose Topausstattung, welche ab dem dritten Quartal für 180 Euro erhältlich sein wird, arbeitet mit einem neuen Philips Sensor mit einer stufenlos einstellbaren Genauigkeit bis zu 16.000 DPI, der Tastendruck ist einstellbar und sie bietet Razers Chroma Beleuchtung mit 16,8 Millionen Farben für zwei seitliche LED-Streifen sowie das Mausrad. In der 100 Euro Razer Mamba Tournament Edition beschränkt sich Razer auf das Wesentliche der Mamba: Sie nutzt den gleichen Sensor, verzichtet allerdings auf die Wireless Funktion und einhergehend auf die Ladestation sowie auf anpassbaren Tastendruck. Dafür ist allerdings auch das mittig platzierte Razer Logo per Chroma SDK beleuchtet. Beide Varianten bieten 9 programmierbare Tasten und ein 2,13 Meter langes, gesleevtes Kabel. Die Razer Mamba wiegt 125 Gramm, die Razer Mamba Tournament Edition kommt inklusive Kabel auf 133 Gramm Gewicht.

Der 5G Laser Sensor wurde optimiert für Multi-Display Setups

"Erfinden, Verfeinern, Verbessern", ist Razers Motto bei der Entwicklung gewesen. Die Sensorgenauigkeit wurde seit der Razer BoomSlang Maus 1998 von 1.000 DPI schrittweise erhöht und erreicht mittlerweile 16.000 DPI. Auf herkömmlichen Displays rast der Mauszeiger geradezu über den Bildschirm in dieser höchsten Einstellung, wie üblich erlaubt Razers Synapse Software daher die Einstellung der Genauigkeit. Kompromisslose Gamer, die mehrere Monitore in einem Surround Setup nutzen, profitieren aber von der hohen nativen Genauigkeit, da Mauseingaben selbst bei 5.760 x 1.080 Pixel (3xFullHD) oder gar 11.520 x 2160 Pixel (3x4K) nicht per Software beschleunigt werden müssen. Die Sensorgenauigkeit und damit die Mausgeschwindigkeit kann in 1 DPI Schritten beliebig angepasst werden, so dass Gamer ihr individuelles Gaming-Verhalten wiederspiegeln können. Die meisten Gaming Mäuse erlauben diese Anpassung nur in 50 DPI Schritten. Für die Empfindlichkeitsstufen lassen sich bis zu 5 Presets anlegen, durch die mit den beiden Tasten unterhalb des Mausrads gewechselt werden kann.

Ein weiterer Vorteil des 5G Laser Sensors ist die genauere Erkennung, wann die Maus angehoben wird. "In Europa bemerken wir stärkere Mausbewegungen", erklärt Ruben Mokerjee (VP General Manager der Peripherals Business Unit) zu einer Vorab-Vorstellung der Razer Mamba in Berlin. "Die Gamer hier arbeiten mit niedrigen DPI-Stufen, fahren dafür weitere Strecken ab und Skaten mit der Maus", ist eine Erkenntnis von Razers Research Abteilung. Das bedeutet, die Maus wird öfter angehoben und wieder mittig auf dem Mauspad platziert. Damit während des Anhebens keine ungewollten Bewegungen des Cursors auftreten, gibt es einen sogenannten "Cut-off" der Eingaben. Razers 5G Sensor registriert schon nach 0,1 Millimeter, ob die Maus in der Vertikalen angehoben wurde. Damit das gut funktioniert, sollten die Razer Mamba und ihre Tournament Edition mittels Oberflächen-Kalibrierung an ihren Untergrund gewöhnt werden. Für Razer Mauspads wie das kürzlich vorgestellte Firefly mit Chroma Beleuchtung gibt es Presets in der Synapse Software. Ein weiteres cooles Feature der Software: Razer Mamba und Firefly leuchten synchronisert. "Das Farbdurcheinander war mir eindeutig zuviel, deswegen habe ich unsere Entwickler in den Konferenzraum bestellt, meine Atemfrequenz messen lassen und sie losgeschickt, das für die Chroma Produkte so umzusetzen", erläutert Razers CEO Min-Liang Tan.

Razer Mamba mit Wireless Funktion und Adjustable Click Force

Die Razer Mamba ist gegenüber der puristischen Tournament Edition auch ohne Kabel nutzbar. Die Akkulaufzeit wurde auf 20 Stunden angehoben, dann landet sie wahlweise in der mitgelieferten (und ebenso beleuchteten) Ladestation oder wird mit Razers typisch gesleevten microUSB Kabel angeschlossen. Die Polling Rate, die Abtastrate, beträgt immer mindestens 1.000 Hz auch im Drahtlosbetrieb. Razers proprietäre 2,4 GHz Funktechnologie garantiert diese 1.000 Abfragen pro Sekunde auch unter hoher Fremdstrahlung im gleichen Frequenzband. "Wir haben das getestet mit 40 Mäusen in einem Raum, keine einzige zeigte ein Lag", erklärt Ruben Mokerjee. "Die Ausfallrate von Paketen ist extrem gering, im Grunde könnten wir sogar wesentlich mehr liefern als die 1.000 Hz", fügt Min-Liang Tan hinzu. Einmal habe man die Wireless Funktion mit einem e-Sports Athleten getestet, welcher dachte, die Maus sei per Kabel verbunden. Für genau diese Zielgruppe entwickelt Razer auch die ganzen elektrischen und mechanischen Anpassungsmöglichkeiten.

Eine weitere neuartige Einstellungsmöglichkeit nennt sich "Adjustable Click Force". Auf der Unterseite der Razer Mamba finden sich zwei Schrauben direkt unter den Maustasten, welche in 14-Stufen den Widerstand für jede Taste einzeln justieren können. Das Werkzeug dafür, einen handelsüblichen Hex Bit, liefert Razer gleich mit. "In der Vergangenheit mussten Gamer für den optimalen Tastendruck zwischen einer Vielzahl an Mäusen wählen oder sich ganz einfach an ihre Maus gewöhnen", kommentiert Ruben Mokerjee die Entwicklung. "Mit unserer revolutionären Adjustable Clock Force Technologie, deren Patent sich gerade im Bewilligungsprozess befindet, kann man die Maus für klare Klicks bei First Person Sniper Games oder leichteres Auslösen für die schnelle Action in Multiplayer Online Battle Arenas von Leaque of Legends oder Dota 2 optimieren".

Unser erster Eindruck der Razer Mamba Tournament Edition

Wir haben die neue Razer Mamba Tournament Edition rund eine Woche testen können und sind nun noch gespannter auf die kabellose Variante. In ihrer Ergonomie, ihrem Sensorverhalten und nicht zuletzt der attraktiven Beleuchtung kann die Razer Mamba überzeugen. Razer hat die Form mittels zahlreicher Prototypen und Heatmaps ermittelt. Die Razer Mamba lässt sich nicht nur bequem bedienen, sondern verhindert auch, dass Finger oder Handballen nennenswert auf der Unterlage schleifen. Die Haptik der mattierten Oberflächen ist überaus ansprechend, die seitlich angebrachten Gummierungen sorgen zusätzlich für einen festen Griff. In Verbindung mit der glatten Oberfläche des Firefly Mauspads ist ein hoher Komfort geboten. Gerade Hardcore-Gamer, die gerne mal mehrere Stunden durchzocken, werden den Unterschied zu anderen Gaming Mäusen bemerken. Mit der Chroma Beleuchtung auf maximaler Stufe wird die Maus nur handwarm, die Kontaktflächen zur Hand sitzen verteilt an angenehmen Stellen. Das Chroma SDK wurde gerade erst im Mai veröffentlicht und wir warten derzeit auf die Integration in Spieletiteln. Razer darf uns leider noch nichts genaues zu Chroma enabled Games verraten, in den kommenden Wochen bis Monaten wird es allerdings diverse Triple A Titel mit der Unterstützung für die Farbeffekte geben.

Die Verarbeitung bewegt sich schon bei unserem Pre-Production Sample auf einem sehr hohen Niveau. Die einzigen Kritikpunkte, die wir anbringen können, sind ein paar Spaltmaße des Topcases, die geringer Ausfallen könnten und die rudimentär vorhandenen Erhebungen der EInlässe für die Click Force Schrauben, die bei unserer Tournament Edition noch am Unterboden vorhanden sind. In der finalen Version wird Razer diese nach eigener Aussage noch verbessern.

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