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  3. Ratgeber: Drucken mit HP ePrint, Apple AirPrint und Google Cloud Print

Was genau bedeutet ePrint?
HP, Apple und Google haben die Weichen dafür gestellt, unabhängig von jedem Standort der Welt aus, Drucker über das Internet anzusprechen. Abgeleitet vom Begriff „Web-to-Print“ ist man nicht mehr an eine bestehende USB-Verbindung gebunden und muss sich zudem nicht einmal mehr im selben WLAN-Netzwerk wie der Drucker befinden. Den kompletten Prozess der Datenübermittlung vom Notebook, Smartphone oder Tablet an den Drucker übernehmen so genannte Cloud-Server, die von Herstellern wie Hewlett Packard (HP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Was brauche ich dafür?
Zum Drucken via HP ePrint, Apple AirPrint oder Google Cloud Print wird ein internetfähiger Drucker benötigt. Für unseren Test haben wir uns für die HP Modelle OfficeJet Pro 8600 Plus (279 Euro), OfficeJet Pro X576 (850 Euro) und OfficeJet 6700 eAIO (179 Euro) entschieden. Zusätzlich bieten auch andere Hersteller passende Internet-Drucker an, nennen die Technologie allerdings anders. Bei Canon trägt sie den Namen PIXMA Cloud Link, Epson verwendet den Begriff Epson Connect, Brother spricht von iPrint&Scan und Lexmark listet seinen Service als Mobile Printing. Achten Sie auf jeden Fall auf diese Bezeichnungen und überlegen Sie sich vor der Anschaffung, welche Funktionen Sie nutzen wollen. Denn nicht alle Drucker mit WLAN oder Netzwerk-Anschluss beherrschen diese Cloud-Technik. HP hingegen bietet bei fast allen Internet-Druckern die Unterstützung von HP ePrint, Apple AirPrint und Google Cloud Print an.

Wie kompliziert ist die Einrichtung?
Ohne vorher die Betriebsanleitung zu studieren, haben wir uns an die Ersteinrichtung der Drucker gewagt. Positiv ist zu erwähnen, dass sich alle Modelle bis zur detaillierten Einstellung des ePrint-Service ohne den Anschluss eines PCs oder Notebooks konfigurieren lassen. Alle wichtigen Funktionen werden über das druckereigene Menü am Gerät konfiguriert. Besteht die Möglichkeit ein Netzwerkkabel am Drucker anzuschließen, wird der Schritt zur WLAN-Einrichtung übersprungen. Dieser kann aber jederzeit über das Drucker-Menü oder über eine separate Software am Computer nachgeholt werden. Direkt im Anschluss müssen wir unseren HP Drucker beim Hersteller registrieren und einen HP ePrint-Center Account erstellen. Alle wichtigen Schritte werden ausführlich über die beiliegende Treiber-CD erklärt und sind auch für Laien verständlich.

Gut zu wissen: Bei der Produktregistrierung wird lediglich der Name, die E-Mail-Adresse und ein Passwort eingerichtet. Hinweise auf Angebote und Werbung, welche viele Nutzer als Spam bezeichnen, werden Sie bei Deaktivierung des entsprechenden Punktes während der Anmeldung nicht erhalten. Nach dem Anmelde-Prozess erhält unser Drucker eine selbst wählbare Email-Adresse, zum Beispiel „erika.mustermann@hpeprint.com“. Für die Zukunft wird diese Adresse als Dreh- und Angelpunkt rund um den ePrint-Service dienen. Man sollte sich diese also gut merken oder sorgfältig notieren.

Und nun kann ich loslegen?
Fast. Mit Hilfe der beiliegenden Treiber-CD haben Sie bereits den Drucker an Ihrem PC installiert und können bereits den klassischen Weg (Datei->Drucken) nehmen. Nach der Installation merken Sie keinen Unterschied, ob ihr Drucker wie früher per USB oder jetzt per WLAN bzw. Netzwerkkabel angeschlossen ist. Den ortsunabhängigen ePrint Service können Sie nun über folgende Wege nutzen.

HP ePrint via E-Mail
Die während der Einrichtung erstellte E-Mail-Adresse Ihres Druckers kann nun direkt angesprochen werden. Sie können ihm im wahrsten Sinne des Wortes eine Mail schicken. Diese wird dann über das Internet an den angeschlossenen Drucker weitergeleitet und direkt ausgedruckt. Enthält die gesendete E-Mail einen Anhang in Form einer PDF-Datei, eines Bildes oder eines Microsoft Office Dokuments (Word, Excel und Co.), werden diese direkt mit ausgedruckt. Das klappt auch mit dem E-Mail-Programm auf Ihrem Smartphone oder Tablet.

HP ePrint über Windows, Google Android oder Apple iOS
Hewlett Packard hat für die Betriebssysteme Google Android und Apple iOS eigene Apps programmiert, die Sie im Google Play Store und im Apple App Store herunterladen können. Die Installation ist kostenlos. Nach dem starten der App werden Sie nach der E-Mail-Adresse Ihres Druckers bzw. des ePrint-Accounts gefragt. Wurde diese korrekt eingegeben und mit einer PIN bestätigt, wird der Drucker erkannt. Sollten Sie mehrere Drucker mit HP ePrint Funktion nutzen, finden diese alle in der App Platz und können separat angesprochen werden. Die HP ePrint App hat direkten Zugriff auf das Bilderarchiv Ihres Smartphones oder Tablets und kann auf Wunsch auch direkt auf Ordner von bekannten Cloud-Speicherdiensten wie Dropbox, Evernote und Google Drive zugreifen. Zudem können über die App Internetseiten und E-Mails gedruckt werden, ohne Sie über den ersten Weg per Mail zu verschicken. Beachten Sie, dass bei der Nutzung immer eine Internetverbindung (z.B. WLAN, UMTS, LTE etc.) vorausgesetzt wird. Die parallel dazu angebotene HP ePrint Software für den PC und Mac ist weniger umfangreich. Diese integriert die Funktion ePrint als normalen Drucker im System, den man ohne Umwege ansteuern kann. Zum Beispiel mit der Drucken-Funktion im Microsoft Word. Diese Funktion wird in der Form auch für Windows 8 Tablet wie das HP ElitePad 900 angeboten.

Steuerung des Druckers via HP Printer Control
Neben einer App für das Drucken von Dokumenten, Bildern und Webseiten findet man in den App-Shops der Smartphone Hersteller zudem eine so genannte „Printer Control“ Software. Mit diesem Programm kann sogar die Scanner- und Kopierer-Funktion unserer Modelle genutzt werden. Das Ganze geht im 2-Wege-System. So können Sie zum einen mit dem Drucker gescannte Dokumenten auf dem Handy-Speicher ablegen, zum anderen mit Hilfe der integrierten Kamera Ihres Smartphones oder Tablets Dokumente abfotografieren, begradigen und dann auf dem Drucker ausdrucken. Somit erstellte Inhalte können zudem direkt über die App mit Cloud-Diensten (Dropbox & Co.) und sozialen Netzwerken wie Facebook synchronisiert und geteilt werden. Klassisch ist natürlich auch das Abspeichern in bestimmten Ordnern auf dem mobilen Gerät möglich. Leider funktioniert dieser Service nur, wenn sich der Drucker im gleichen Netzwerk befindet.

Drucken via Apple AirPrint
Ab Werk bietet jedes Apple iPhone und Apple iPad die Möglichkeit Fotos, Dokumente, Webseiten oder Mails über den bekannten Button für das Weiterleiten und Teilen von Inhalten die Option des Druckens zu wählen. Eine zusätzliche Einrichtung des Druckers ist nicht notwendig. Das mobile Apple Gerät durchsucht das Netzwerk nach vorhandenen Druckern und listet diese auf. Ein Knopfdruck reicht, um den Druckvorgang zu starten. Einziger Nachteil: Während des kompletten Prozesses müssen sich Drucker und iPhone/iPad im gleichen Netzwerk befinden. Die HP ePrint und Printer Control App sind unabhängig vom Standort des Smartphones oder Tablets.

Drucken via Google Cloud Print
Nutzen Sie oft die Google Programme wie Docs, GMail, Google Drive und den Online-Kalender? Dafür haben unsere getesteten Drucker eine entsprechende Zertifizierung. In jedem Fenster der Google Online-Software befindet sich ein Drucker-Symbol, klassisch wie man es aus bekannten Office-Anwendungen kennt. Betätigt man dieses, öffnet sich ein Übersichts-Menü mit lokalen Druckern. Mit einem Klick auf den Punkt „Verwalten“ hinter der Option „Google Cloud Print“ kann man unsere internetfähigen HP Drucker mit Google verbinden. In diesem Fall kooperiert Google mit dem HP ePrint Modus und benötigt zur Installation des Druckers nur die vorab eingerichtete E-Mail-Adresse. Schon können wir die Google Online-Funktionen von jedem Standort der Welt aus nutzen und auf unserem Drucker die Ergebnisse ausdrucken. Eine native Integration in das mobile Google Android Betriebssystem, ähnlich wie Apple AirPrint und iOS, gibt es noch nicht. Hierfür können Sie aber die HP ePrint oder Google Cloud Print App aus dem Google Play Store nutzen.

Ist das System ausgereift? Welche Nachteile gibt es?
Die Apps für Android und Apple iOS laufen stabil und bieten viele Funktionen. Auch die Einrichtung der Druckers im Netzwerk und das Erstellen eines HP ePrint Accounts waren vergleichsweise einfach. Das Ausdrucken von PDF- und Word-Dateien sowie von E-Mails hat unsere Anforderungen an einen ordentlichen Druck erfüllt. Für Bilder hat uns allerdings eine Format-Auswahl gefehlt. Via HP ePrint auf dem Apple iPhone wurde das Bild nur im Postkarten-Format ausgedruckt. Nutzten wir die AirPrint Integration wurde direkt das komplette Din A4 Blatt bedruckt. Hier könnte man entsprechende Funktionen in die mobilen Apps einbauen, um zum Beispiel nur im A5 Format zu drucken. Bis dahin wählen wir für das Ausdrucken von Bildern lieber das Notebook mit entsprechender HP ePrint Software als Druckquelle.

Praktische Anwendungen für Privat- und Berufsleben
Durch die ePrint Funktion werden unzählige Anwendungsszenarien offen gelegt. Am besten hat uns das Ausdrucken von Urlaubsbildern und Postkarten auf Druckern von Freunden und der Familie gefallen. Oder aber auch die Kommunikation im Büro. Mitarbeiter im Home Office können ohne Probleme Dokumente oder Präsentationsmaterial auf einem stationären Drucker im Büro ausdrucken, ohne den Umweg über Kollegen zu gehen. Außerdem kann man über die mobilen Apps sein Smartphone und Tablet in einen Scanner verwandeln. Alles trägt zu einem bequemeren Drucken bei. Dass diese Funktionen den Alltag deutlich vereinfachen, merkt man erst nach einem Selbstversuch.

Fazit
Nie war es einfacher Drucker anzuschließen als heute und diese in allen Lebenslagen zu nutzen. Mit Hilfe von WLAN, Apps und der Cloud können wir unseren Heim- oder Büro-Drucker von allen Standorten der Welt ansteuern. Das einzige was benötigt wird ist eine Internetverbindung. HP bietet mit dem ePrint Service und der Kooperation mit Apple (AirPrint) und Google (Cloud Print) die aktuell größte Vielfalt am Markt, in der auch Smartphones und Tablets eine große Rolle spielen. Scannen, Drucken und Kopieren vom und auf mobile Geräte über ausgereifte Apps, die sich zu gleich noch mit gängigen Cloud-Speicherdiensten wie Dropbox und Google Drive synchronisieren. Einzig und allein das Bild-Format beim Drucken vom Smartphone benötigt einen Feinschliff.

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