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AMD Radeon LogoBildquelle: AMD
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Radeon Technologies Group: AMDs neu geformte GPU-Sparte will mit neuen Initiativen gegen Nvidias Dominanz im Grafikkartenmarkt ankämpfen.

AMDs erst vor kurzem geformte Radeon Technologies Group hat heute eine neue Software-Initiative angekündigt, die den künftigen Treiber- und Feature-Output für Radeon-Grafikchips in Schlagdistanz zu Nvidias fortschrittlichem und umfangreichem Angebot bringen soll. Kernkomponente des Ganzen ist ein von Grund auf neu entwickeltes Software-Paket namens „Radeon Software Crimson“, welches das AMD Catalyst Control Center (CCC) auf Windows-PCs komplett ersetzen wird. Radeon Crimson bietet ein modernes, flaches Design für die Benutzeroberfläche plus vereinfachte Menüstrukturen und soll laut AMD jeden Monat eine kleinere Aktualisierung sowie alljährlich ein großes Update erhalten. Die Auslieferung der neuen Software-Lösung ist noch vor dem Jahreswechsel fest eingeplant.

Im direkten Vergleich zum bekannten CCC präsentiert sich AMDs Crimson-Software nicht nur in einem ganz anderen Look, sondern dank neuer Programmierung auch drastisch beschleunigt. Wie Arstechnica unter Berufung auf AMDs eigene Angaben berichtet, konnte beispielsweise die Startzeit auf einem Laptop mit AMD E-350 Prozessor von 8 auf 0,6 Sekunden gesenkt werden. Auf einem leistungsstarken Gaming-Notebook oder gar Desktop-PC sollen die Leistungssteigerungen zudem noch deutlicher ausfallen.


Die Vorstellung der neu gestaltete Crimson-Software ist wie eingangs erwähnt als Auftakt einer ganze Reihe von Ankündigungen zu sehen, die sich AMD für die nächsten Monate und Jahre vorgenommen hat. In naher Zukunft sollen weitere wichtige Aspekte der neuen Strategie enthüllt werden, zu denen dann wahrscheinlich auch verbesserte Treiber und neue Funktionen für Radeon-Grafikchips gehören. Für den Moment wollte AMD allerdings diesbezüglich noch nichts Konkretes verraten.

Die Erläuterungen des US-Chipspezialisten beschränken sich aktuell auf das komplett neue Interface-Design von Radeon Crimson. Die Oberfläche präsentiert in der Kopfzeile die fünf Hauptschaltflächen "Gaming", "Video", "Display", "Eyefinity" und "System" farblich hervorgehoben. Ganz unten gibt es Buttons für Updates, Einstellungen und Benachrichtigungen. Das Hauptfenster der Oberfläche sitzt direkt in der Mitte zwischen den beiden beschriebenen Schaltflächenleisten. Dort werden entweder die Inhalte des ausgewählten Menüpunkts dargestellt oder, falls vom Nutzer noch keine Auswahl getroffen wurde, Spiele-Promotionen oder andere aktuelle Ankündigungen.

In Sachen Funktionsumfang bietet Crimson im Grunde dieselben Einstellungsmöglichkeiten wie es bislang das CCC tat, aber diese sollen nun einfacher aufzuspüren und intuitiver zu nutzen sein. So ist unter der Rubrik Gaming beispielsweise der Game-Manager zu finden, mit dem sich Grafikeinstellungen entweder global oder auch je nach Spiel individuell einstellen lassen. Außerdem können Radeon-Grafikkarten im dort untergebrachten Overdrive-Menü per Software übertaktet werden. In den anderen Hauptrubriken von Raden Crimson lassen sich unter anderem AMDs Video-Filter ein- beziehungsweise abgeschaltet, Einstellungen für "FreeSync" und "Virtual Super Resolution" vornehmen oder auch ein "Eyefinity"-Display-Setup konfigurieren. Unter System finden sich schließlich noch allgemeine Informationen über den PC des Nutzers, wie CPU- und GPU-Typ, Arbeitsspeichergröße und vieles mehr.

Quelle: Arstechnica

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