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  3. Racetrack: Super-Chip könnte Speichermedien revolutioniert

Ohne das Internet und soziale Netzwerke würde unsere moderne Welt nicht mehr funktionieren. Täglich werden ungeheure Mengen an Daten und Informationen bearbeitet und verschickt. Die hierfür nötigen Rechenzentren sind groß und verbrauchen Strom – viel Strom.Manche müssen gar in der Nähe großer Wasserkraftwerke gebaut werden, um die energiefressende Kühlung in den Griff zu bekommen. Bald könnte der Datenhunger unserer vernetzten Welt kostentechnisch nicht mehr vertretbar sein.

Die Rettung naht in Form einer Revolution, die gerade in Nordkalifornien erforscht wird. Racetrack nennt sich die neue Technik, bei der die Informationen im Speicher wie auf einer Rennstrecke zum Lesen und Schreiben elektronisch an einer fixierten Leseeinheit vorbeigeführt werde. Das ganze geschieht ohne Motoren, Leseköpfe oder anderen mechanischen Komponenten die Strom verbrauchen könnten.Ähnlich wie bei der Flash-Speichertechnik, die heutzutage in allerlei Festplatten, Tablet-Computer oder Laptops zunehmend zum guten Ton gehört.

Das Projekt wurde vom Physiker Kevin Roche, der schon seit 1982 bei IBM forscht, im Rahmen einer Eigenentwicklung vorangetrieben. Das Besondere daran ist, dass die neue Technik eine bis zu 100-fach höhere Speicherdichte bietet als aktuelle Flash-Speicher und ohne extra Kühlung auskommt. Die Daten werden in hauchdünnen Nanoröhrchen gespeichert. Ein Smartphone würde mit diesem System bis zu 500.000 Musikstücke aufnehmen können.

Bereits in wenigen Jahren soll Racetrack kommerziell verfügbar sein und das Ende herkömmlicher Speicherlösung einläuten. Bis dahin wird weiterhin an der Technik gefeilt werden.

Quelle: Handelsblatt

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