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Quartalsergebnisse: Intel mit Einbruch im Mobile-Bereich, aber insgesamt deutlicher Umsatzsteigerung (Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
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Problemkind Mobile-Sparte: Intel muss mit starken Umsatzeinbußen im Mobile-Markt leben.

Es ist inzwischen eine echte Seltenheit geworden, wenn die endgültigen Ergebnisse der Quartalszahlen ein Unternehmen und Anleger noch gleichermaßen überraschen können. Die Prognosen von Intel selbst wurden ebenfalls übertroffen, am Ende liegt die Prognose für die Gewinnsteigerung für das Gesamtjahr bei 5 Prozent. Selbst die Aktionsärsseite hat die Ergebnisse trotz des Einbruchs in der Mobile-Abteilung insgesamt positiv aufgenommen, wodurch die Aktie aktuell nach oben zeigt. Der Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2014 liegt bei 13,831 Milliarden US-Dollar, bei einem Gewinn von 2,796 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer stolzen Steigerung um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal beim Nettogewinn des Chip-Herstellers.

Für viele überraschend dürfte das sehr positive Ergebnis bei der PC Client Group sein, wozu auch die klassischen x86-CPUs von Intel zählen. Der Umsatz dieser Sparte stieg um 9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal an. Im Bereich für Rechenzentren und Serverprozessoren stieg der Umsatz gar noch stärker an. Weniger rosig sieht es dafür im Bereich für Mobile CPUs aus, wozu auch die Intel Atom-Prozessoren zählen. Der Umsatz fielt in dieser Sparte um satte 67 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014. Dabei hätte man erwarten können, dass Intel gerade im Bereich der Prozessoren für Notebooks und Tablets bessere Umsätze generieren könnte, wenn man bedenkt, dass die Marktentwicklung besonders in diesem Umfeld doch als sehr rosig anzusehen ist.

Im Desktop-Bereich hat Intel inzwischen fast wieder eine Monopol-Stellung erreicht, besonders da AMD in diesem Markt kaum noch vertreten ist und auch nur wenig Interesse daran hat, hier neue Entwicklungen und Modelle vorzustellen. Mit seinen Haswell-Generation Intel Core i5 und Intel Core i7-Modellen gehört Intel praktisch der gesamte Markt für klassische Desktop-Rechner. Auch im Server-Bereich wissen die Xeon-Prozessoren zu gefallen und überzeugen durch ein gutes Preisleistungsverhältnis, obendrein können einige Modelle sogar als Gamer CPU genutzt werden. Bietet sie doch fast die ideale Mischung aus Intel Core i5 und Intel Core i7 für die Spieler, da diese auf eine integrierte GPU-Einheit in der Regel sowieso verzichten wollen und können. AMD konzentriert sich hingegen auf den Mobile-Markt, sowohl für Notebooks als auch für Tablets und auf das Geschäft mit den Konsolen-Herstellern. Immerhin setzt sowohl Microsoft bei der Xbox One, als auch Sony bei der PlayStation 4 auf einen SoC von AMD.

Man darf also gespannt sein, ob und wann sich die verstärkte Entwicklung von Mobile-Prozessoren für Intel auszahlen wird, immerhin wussten die letzten Tablets mit dem Intel Atom und seiner 64-Bit-Architektur in unseren Tests durchaus zu überzeugen.

Quelle: Intel

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