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Qualcomm stellt neue Ultraschall-Fingerabdrucksensoren vor (Bild 1 von 1)Bildquelle: Samsung
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Reine Platzfrage: Samsungs Galaxy S8, bei dem bekanntlich ein fast rahmenloses Displays verbaut wird, ist ein gutes Beispiel für die Art von Smartphone, für das die neuen Qualcomm-Sensoren prädestiniert sind.

Qualcomm hat die nächste Generation seiner Ultraschall-Fingerabdrucksensoren vorgestellt, die die bereits bekannte Snapdragon Sense ID Fingerabdruckerkennung des Unternehmens um neue Features sowie Verbesserungen erweitert. Zu den Neuerungen gehören unter anderem Sensoren, die sich direkt in einem Display einbetten lassen, sowie solche, die bessere Erkennung durch Metall oder Glas bieten. Ebenfalls neu hinzu kommt Gestenerkennung auf dem Sensor sowie die Möglichkeit, mit der Technologie Fingerabruckscans unter Wasser durchzuführen.

Des Weiteren soll die integrierte, Ultraschall-basierte Technologie von Qualcomm die erste kommerziell verfügbare Lösung sein, über die sogar Herzschlag und Blutdruck eines Nutzers erkannt und für Authentifizierungszwecke genutzt werden können. Speziell mit Blick auf die Funktionalität des neuen, für die Einbettung in Displays entwickelten Sensors gibt das Unternehmen zu verstehen, dass dieser in der Lage sein wird, Scans durch ein OLED Panel mit einer Dicke von bis zu 1200 Mikrometer durchzuführen.

Die Fingerabdrucksensoren von Qualcomm werden so entwickelt, dass das Unternehmen sie sowohl als Gesamtlösung zusammen mit seinen Snapdragon Mobile Plattformen anbieten kann, als auch als Einzelprodukt, welches sich bei Bedarf mit Chipsätzen anderer Hersteller kombinieren lässt. Die verbesserten Sensoren für Metall- oder Glasoberflächen sind allerdings nur kompatibel mit den Snapdragon-Plattformen 660 und 630. Die kommenden Sensoren für Displays sowie Glas- und Metalloberflächen eignen sich hingegen für den Einsatz zusammen mit künftigen Snapdragon- und alternativen Plattformen.

Für alle neu angekündigten Sensoren gilt, dass Qualcomm sich davon hauptsächlich interessante neue Gerätedesigns erwartet. Bis solche Smartphones im Handel zu finden sind, wird es aber wohl noch eine Weile dauern. Laut offiziellen Angaben werden die Sensoren für Glas und Metall zwar ab sofort an OEMs ausgeliefert, die ersten Geräte damit sind aber nicht vor 2018 zu erwarten. Die für die Einbettung in Displays gedachten Sensoren sollen OEMs gar erst im vierten Quartal 2017 zur Evaluierung bereitgestellt werden.

Trotz dieses Zeitplans hat der chinesische Hersteller Vivo in Kooperation mit Qualcomm zum Mobile World Congress Shanghai 2017 in dieser Woche ein Smartphone gezeigt, das zwar auf einem bekannten Modell - dem Vivo XPlay 6 - basiert, aber mit einem im Display eingelassen Fingerabdrucksensor aufwarten kann. Die Wartezeit bis mehrere namhafte Hersteller Geräte mit der Technologie anbieten, könnte also kürzer als befürchtet ausfallen.

Apple, die Gerüchten nach im kommenden September ein iPhone vorstellen werden, bei dem Touch ID unter dem Display sitzt, dürfte dafür nicht auf Qualcomms, sondern auf eine in Eigenregie entwickelte Technologie setzen.

Quelle: Qualcomm

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