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  3. OnePlus 3: 6 Gigabyte RAM derzeit nur bedingt nützlich

Mit dem OnePlus 3 hat das chinesische Unternehmen vor kurzem ein High-End-Smartphone zum kleinen Preis angekündigt, das sogar mit satten 6 Gigabyte RAM aufwarten kann.Bildquelle: OnePlus
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OnePlus 3: Das neue Flaggschiff-Smartphone des chinesischen Herstellers OnePlus kostet trotz High-End-Hardware nur 400 Euro.

Als der chinesische Hersteller OnePlus vor kurzem sein diesjähriges Flaggschiff-Smartphone präsentierte ließ insbesondere ein Ausstattungsdetail Technik-Enthusiasten aufhorchen: Das OnePlus 3 verfügt als erstes wirklich namhaftes und weitläufig verfügbares Smartphone über imposante 6 Gigabyte RAM. Kurze Verzögerungen beim Multitasking oder Probleme mit speicherhungrigen Android-Apps dürften damit ein für alle Mal Geschichte sein - so jedenfalls die erste Einschätzung von vielen Kunden. Wie sich mittlerweile jedoch abzeichnet ist die Wirkung des üppig dimensionierten Arbeitsspeichers in der Praxis eher unspektakulär.

Wie 9to5Google informiert, fanden Kunden, die das neue OnePlus 3 bereits erhalten haben, heraus und dokumentierten, dass das Smartphone trotz des 6 Gigabyte großen Arbeitsspeichers nur 3 bis 4 Apps im Arbeitsspeicher vorhalten kann bis sie aus diesem wieder entfernt werden. Das klingt natürlich zunächst einmal enttäuschend, hat aber laut OnePlus-CEO, Carl Pei, einen guten Grund: Akkulaufzeit.

Pei, der über Twitter auf die entflammte Diskussion rund um die Speicherverwaltung des OnePlus 3 reagierte, verriet, dass das RAM-Management des Smartphones auf die von Nutzern entdeckte aggressive Weise arbeite, um eine möglichst lange Laufzeit mit dem fest verbauten 3000 mAh Akku zu ermöglichen. Davon abgesehen lässt sich aus den Worten des OnePlus-Chefs ableiten, dass es derzeit wohl gar nicht so einfach ist, Android für einen derart großen Arbeitsspeicher zu optimieren.

Einige Systembereiche profitieren aber laut Pei tatsächlich von 6 Gigabyte RAM. Als einziges konkretes Beispiel hierfür wird die Kamera-App genannt. Die OnePlus-Ingenieure sollen außerdem intensiv daran arbeiten, weitere Verbesserungen für die Speichernutzung zu implementieren.

Zusätzlich zu diesen für den ganz normalen Endverbraucher relevanten Informationen verrät Pei schließlich noch, dass experimentierfreudige Entwickler durchaus die Möglichkeit haben, ein Drittanbieter-ROM für das OnePlus 3 zu kreieren, bei dem das RAM-Management anders konfiguriert ist als beim offiziell auf dem Smartphone vorinstallierten Oxygen OS. Derartige ROMs dürften schon sehr bald für versierte Android-Nutzer zum Download angeboten werden.

Quelle: Carl Pei (Twitter), 9to5Google

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