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Offiziell: Microsoft-Manager bestätigt Ende von Windows (10) Mobile (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Gescheiterte Strategie: Nach dem Ende der Lumia-Smartphone-Reihe konstatiert Microsoft nun auch das Aus der Windows Phone beziehungsweise Windows (10) Mobile Plattform.

Microsoft-Manager Joe Belfiore, der beim Softwareriesen lange Zeit das Gesicht der Windows Phone Initiative war, hat jüngst mit einer Reihe von Posts im sozialen Netzwerk Twitter das Aus für Windows 10 Mobile als aktiv entwickelte Plattform bestätigt. Auch wenn Fans des Mobil-Betriebssystems von Microsoft dies bereits seit längerem befürchtet haben, Belfiores Tweets sind die bislang einzigen wirklich konkreten Äußerungen aus Reihen Microsofts zu dem Thema.

Es ist laut Belfiore so, dass es derzeit bei Microsoft keine Pläne für die Entwicklung neuer Software-Features und/oder Hardware für Windows 10 Mobile gibt. Dies bedeute allerdings nicht, die Plattform werde keine Bugfixes oder Sicherheitsupdates mehr erhalten, schreibt der Manager weiter. Für bestehende Nutzer beziehungsweise auf dem Markt erhältliche Geräte wird Microsoft derlei Updates also weiterhin bereitstellen. Für wie lange genau, das ist den Tweets aber nicht zu entnehmen.

All das ist keinesfalls überraschend. Das Schicksal von Windows 10 Mobile beziehungsweise der gesamten „Windows für Smartphones“-Initiative Microsofts wirkt im Grunde seit über einem Jahr besiegelt, spätestens aber seit dem Moment als Microsoft begann, über das in einigen Tagen erscheinende Fall Creators Update für Windows 10 ausführlich zu sprechen. In den Ausführungen des Unternehmens wurde nämlich stets ausschließlich die Desktop-Variante von Windows 10 thematisiert und im Umkehrschluss der Mobil-Ableger komplett ignoriert.

Ein weiteres deutliches Indiz für das schleichende Aus von Windows Mobile waren die im letzten Jahr von Microsoft-CEO Satya Nadella angekündigten Umstrukturierungsmaßnahmen, denen tausende von Jobs in der Smartphone-Sparte des Konzerns zum Opfer fielen. Nadella sprach damals außerdem von einem Strategiewechsel, weg von „mobile-first, cloud-first“ hin zu einem neuen Fokus auf unterschiedliche Cloud-Technologien sowie dazu ergänzende Geräte, die aber nicht immer unbedingt mit Windows laufen müssten.

Passend zu alldem hat sich Microsoft schon in der letzten Jahren verstärkt darauf konzentriert, für den Mobilgerätesektor eigene Apps zu entwickeln, die unter Android oder iOS laufen. Zuletzt schaffte sogar der bislang nur Windows 10 exklusiv erhältliche Browser Edge den Sprung auf die Mobil-Betriebssysteme von Google und Apple.

Belfiore gab in seinen Tweets auch zu verstehen, er selbst nutze inzwischen ein Android-Gerät als sein primäres Smartphone, und er bekräftigte noch einmal, dass sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren sehr bemüht habe, App-Entwickler und Nutzer für die eigene Mobil-Plattform zu begeistern. Jedoch erfolglos, wie seit geraumer Zeit klar ist.

Das Aus für Windows Mobile macht es äußerst unwahrscheinlich, dass Microsoft - zumindest naher Zukunft - ein neues typisches Smartphone mit eigenem beziehungsweise Surface-Logo auf den Markt bringen wird. Wie anhand der besagten Apps ohnehin bereits gut zu erkennen ist, wird sich das Unternehmen aller Voraussicht nach erst einmal darauf konzentrieren, Windows 10 PCs mit Android- und iOS Geräten durch die eigenen Apps und Dienste miteinander so eng wie möglich zu verknüpfen.

Quelle: The Verge, Joe Belfiore (Twitter)

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