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Nvidia zeigt Desktop-Grafikkarten GeForce RTX 2080 Ti, 2080 & 2070 (Bild 1 von 4)Bildquelle: Nvidia
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Hohe Preise: Mangels Konkurrenz im High-End-Segment des Grafikkartenmarktes und dank dem Versprechen auf bisher ungekannte Grafik-Qualität kann Nvidia für die GeForce RTX Reihe ab 640 Euro verlangen.

Nvidia hat unmittelbar vor dem Auftakt zur Videospielemesse Gamescom 2018 in Köln seine heiß erwartete neue Desktop-Grafikkartengeneration für PC-Spieler namens GeForce RTX präsentiert. Die Riege der Neuvorstellungen setzt sich aus den drei Modellen GeForce RTX 2070, GeForce RTX 2080 und GeForce RTX 2080 Ti zusammen. Alle nutzen einen Grafikchip basierend auf der neuen Turing-GPU-Architektur, die Nvidia jüngst zusammen mit der Profi-Grafikkartenserie Quadro-RTX vorgestellt hatte. Wichtigstes neues Feature der Turing-GPUs sind spezielle „Ray-Tracing-Cores“, die unter anderem dabei helfen, erstmals in Echtzeit berechnete, aufwändige und realistischere Ray-Tracing-Effekte in Spielen umzusetzen.

Das leistungsstärkste neue Grafikkartenmodell von Nvidia ist die GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition, deren GPU die Bezeichnung TU102 trägt und die mit 11 Gigabyte GDDR6-Videospeicher bestückt ist. Berechnungen unternimmt die RTX 2080 Ti mit insgesamt 4352 Shader-Cores. Das Speicher-Interface ist mit 352 Bit angebunden, was eine Datendurchsatzrate von 14 Gigabit pro Sekunde ermöglicht. Der Basistakt der GPU beträgt 1350, der maximale Boost-Takt 1635 Megahertz. Nvidia spezifiziert die neue Flaggschiff-Grafikkarte mit einer TDP (Thermal Design Power) von 260 Watt, was 10 Watt über dem TDP-Wert der GeForce GTX 1080 Ti liegt.

Die GeForce RTX 2080 sowie die GeForce RTX 2070 (beide Founders Edition) nutzen mit dem TU104 jeweils einen etwas modifizierten, weniger leistungsstarken Turing-Chip als die RTX 2080 Ti. Dieser besitzt im Fall der RTX 2080 noch 2944 Shader-Cores und arbeitet mit einem Basistakt von 1515 respektive einem Boost-Takt von 1800 Megahertz, im Fall der RTX 2070 sind es 2304 Shader-Cores und ein Basistakt von 1410 beziehungsweise ein Boost-Takt von 1710 Megahertz. Beide Grafikkarten kommen je mit 8 Gigabyte GDDR6-VRAM und 256-Bit-Speicherinterface aus. Die TDP der RTX 2080 liegt mit 225 Watt beachtliche 45 Watt über dem des Vorgängermodells GeForce GTX 1080, die der RTX 2070 mit 185 Watt 35 Watt über der der GeForce GTX 1070. Zurückzuführen sind die gestiegenen TDP-Werte bei allen neuen RTX-Grafikkarten von Nvidia auf den 12nm-Fertigungsprozess der Turing-Grafikchips, der keinen allzu gravierenden Effizienzsprung im Vergleich zur bisherigen 16nm-Herstellung ermöglicht.

Die komplette GeForce RTX Serie von Nvidia bietet externe Anschlussmöglichkeiten in Form von drei DisplayPorts, einem HDMI-Anschluss sowie dem neuen Virtual Link für VR-Headsets. Nvidias eigene Founders-Edition-Versionen von je Geforce RTX 2080 Ti, Geforce RTX 2080 und Geforce RTX 2070 haben darüber hinaus einen neu designten Kühlkörper mit Doppellüfter.

Angesichts der Ausstattungsmerkmale und von Nvidia vorgeführten Möglichkeiten der GeForce RTX Reihe sind sehr hohe Leistungsdaten von allen drei vorgestellten Modellen zu erwarten. Konkrete Zahlen gibt es diesbezüglich aber noch nicht. Bekannt sind dafür aber Preise und Verfügbarkeitsdaten: So will Nvidia die Geforce RTX 2080 Ti und die Geforce RTX 2080 ab 20. September 2018 zum Preis von 1200 US-Dollar (1260 Euro) beziehungsweise 800 US-Dollar (850 Euro) verkaufen. Die Geforce RTX 2070 soll wenige Wochen später für 600 US-Dollar (640 Euro) in den Handel kommen. Zusätzlich zu den Founders Edition Karten von Nvidia werden dann außerdem natürlich auch diverse angepassten Grafikkartenmodelle bestückt mit Nvidias neuen Turing-GPUs von Drittherstellern in den Handel gelangen. Ob und, wenn ja, wann eine oder mehrere GeForce RTX Versionen auch für den Notebook-Markt erscheinen werden, hat Nvidia noch nicht kommuniziert.

Quelle: Nvidia