1. Startseite
  2. News
  3. Nvidia: Support für 32-Bit-Betriebssysteme & Fermi-GPUs endet

Nvidia: Support für 32-Bit-Betriebssysteme & Fermi-GPUs endet (Bild 1 von 1)Bildquelle: Nvidia
Fotogalerie (1)
Ausgemustert: Nvidia brachte erste Grafiklösungen mit Fermi-GPU im Frühjahr 2010 auf den Markt, stellt nun also nach rund acht Jahren den Support für die Chiparchitektur ein.

Nvidia kehrt 32-Bit-Betriebssystemen bei der Treiber-Unterstützung den Rücken. Wie der US-Grafikchipspezialist in einem Support-Dokument mitteilt, werden ab sofort ausschließlich die Treiber für 64-Bit-Betriebssysteme weiter gepflegt und um neue Funktionen erweitert. Treiber für die 32-Bit-Versionen von Windows 7, 8/8.1 und Windows 10 sowie Linux und FreeBSD will Nvidia aber noch bis Januar 2019 mit Sicherheitspatches versorgen.

Angesichts der Ankündigung des schwindenden Treiber-Supports für 32-Bit-Betriebssysteme ist es nur konsequent, dass Nvidia auch sein Systemüberwachungs- beziehungsweise -Optimierungstool GeForce Experience nur noch für 64-Bit-Betriebssysteme weiterentwickeln und anbieten wird. Das Unternehmen sichert allerdings zu, die Verwendbarkeit der bislang veröffentlichten 32-Bit-Ausgaben der Software nicht künstlich zu sabotieren.

Einher mit den erwähnten Änderungen im Bereich GeForce-Treiber geht darüber hinaus, dass Nvidia die Unterstützung für Grafiklösungen mit einem Grafikchip auf Basis der Fermi-Architektur, deren erste Vertreter im Jahr 2010 vorgestellt worden waren, auslaufen lässt. Ab diesem Monat (April 2018) gibt das Unternehmen keine neuen Treiber mehr für entsprechende Notebook- und Desktop-Grafikkarten heraus. Jedoch wird es auch hier die Ausnahme geben, dass noch bis zum Januar 2019 Sicherheitspatches bereitgestellt werden. Zu den betroffenen Notebook-Grafiklösungen gehören laut Nvidias offizieller Liste beispielsweise die Modelle GeForce 620M, 720M und 820M oder auch GeForce GTX 670M und GTX 675M.

Aufgrund des Alters der Fermi-Architektur sowie der mittlerweile sehr geringen Nutzerzahlen bei 32-Bit-Versionen moderner Desktop-Betriebssysteme - insbesondere im für dedizierte GPUs relevanten Gaming- und Workstation-Segment - sind Nvidias jüngste Entscheidungen durchaus nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz sollten Anwender mit älteren PCs die Ankündigung des GPU-Spezialisten nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Ausbleiben aktueller Sicherheitsupdates ab Januar 2019 könnte gerade im geschäftlichen, aber natürlich auch im privaten Umfeld zu gravierenden IT-Problemen führen. Ein Grafikkartenwechsel und/oder der Umstieg auf ein 64-Bit-Betriebssystem erscheint für diese Nutzergruppe also in den nächsten Monaten zweifellos ratsam.

Quelle: Nvidia