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  3. Nvidia Pascal: Desktop-Grafikkarten GeForce GTX 1080 und 1070 vorgestellt

Nvidia hat heute die neuen High-End-Desktop-Grafikkarten GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 angekündigt. Beide Modelle sind mit einer brandneuen Pascal-GPU sowie 8 Gigabyte Videospeicher ausgestattet.Bildquelle: Nvidia
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GeForce GTX 1000 Reihe: Nvidia hat den Schleier über den ersten Grafikkarten mit Pascal-GPU für den Verbrauchermarkt gelüftet.

Nvidia hat nach Monaten der Spekulationen heute seine Flaggschiff-Desktop-Grafikkarten der nächsten Generation enthüllt. Die offiziellen Bezeichnungen lauten erwartungsgemäß GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070. Der US-Grafikkartenspezialist verspricht extreme Leistung – besonders auch für den Einsatzbereich Virtual Reality – und all das zu erschwinglichen Preisen.

Das Wichtigste gleich vorne weg: Sowohl die GeForce GTX 1080 als auch die GeForce GTX 1070 sind mit einer GPU (Graphics Processing Unit), der GP104, bestückt, die auf Nvidias brandneuer Pascal-Architektur basiert und im fortschrittlichen 16 Nanometer FinFET Prozess gefertig wird. Die Kombination aus Architekturverbesserungen und Produktionsoptimierungen führen dazu, dass die Pascal-Chips im Vergleich zu ihren Maxwell-Vorgängern kompakter ausfallen, dreimal so effizient arbeiten und dabei 7.2 Milliarden Transistoren besitzen.

Das neue Nvidia-Topmodell, die GeForce GTX 1080, ist zumindest auf dem Papier ein wahres Monster. Der Grafikchip auf der Karte verfügt über 2560 CUDA-Kerne und wird mit einem Basistakt von hohen 1607 Megahertz sowie einer Boost-Frequenz von bis zu beachtlichen 1733 Megahertz betrieben. Via GPU Boost 3.0kann die GPU sogar noch darüber hinaus übertaktet werden.

Eine weitere wichtige Verbesserung der neuen GeForce GTX 1000 Reihe ist die veränderte Speicher-Technologie. Nvidia verbaut nun 8 Gigabyte GDDR5X Videospeicher die über ein 256 Bit breites Interface an die GPU angebunden sind. GDDR5X bietet im Vergleich zu herkömmlichem GDDR5 eine erhöhte Datentransferrate von 320 Gigabyte pro Sekunde.

Im Vergleich zur GeForce GTX 980 hebt Nvidia bei der GeFofce GTX 1080 zwar die TDP (Thermal Design Power) leicht um 15 Watt auf 180 Watt an, das scheint aber auch wirklich nennenswerte Vorteile mit sich zu bringen. So verspricht das Unternehmen, dass die GTX 1080 20 bis 25 Prozent schneller ist als die Titan X, bei der es sich um die absolute High-End-Grafiklösung der letzten Generation handelt. Im Vergleich zur GeForce GTX 980 soll das neue Flaggschiff sogar 65 Prozent schneller sein.

Um die GeForce GTX 1080 effizient und besonders leise zu kühlen, hat Nvidia einen neuen Kühler entwickelt. An Anschlüssen stehen 3x DisplayPort 1.2, 1x HDMI 2.0b (High Dynamic Range kompatibel) und 1x DL-DVI-D zur Verfügung. Die Grafikkarte lässt sich außerdem über einen einzelnen 8-Pin-Stecker mit Strom versorgen und unterstützt die neu designte GTS SLI HB Bridge, welche in drei unterschiedlichen Größen erhältlich sein wird und die doppelte Datentransferrate im Vergleich zu älteren Lösungen beim Einsatz von mehreren Karten im SLI-Verbund ermöglichen soll.

Die zweite Nvdia-Neuvorstellung des Tages, die GeForce GTX 1070, ist der GTX 1080 im Großen und Ganzen sehr ähnlich. Die darauf verbaute GPU bietet allerdings weniger Rechenkerne und wird etwas niedriger getaktet. Exakte Angaben macht der Hersteller hier leider noch nicht, aber natürlich sinkt dadurch die Leistung. Nvidia spricht von einer Performance, die ungefähr auf dem Niveau einer Titan X liegen soll. Anstelle von GDDR5X-VRAM werden außerdem „nur“ 8 Gigabyte GDDR5-Speicher verbaut.
Nvidai will die GeForce GTX 1080 ab dem 27. Mai 2016 für 599 US-Dollar (ohne Steuern) auf den Markt bringen. Die GeForce GTX 1070 soll am 10. Juni 2016 folgen und dann zum Kampfpreis von 380 US-Dollar angeboten werden. Von beiden neuen Grafikkarten hat der Grafikkartenspezialist außerdem eine sogenannte „Founder’s Edition“ angekündigt, die 699 beziehungsweise 449 US-Dollar kosten und besonders gut übertaktbar sein sollen.

Noch keine Aussage hat Nvidia bislang zur neuen GeForce GTX 1000M Reihe mit Pascal-Architektur für Notebooks gemacht. Eine entsprechende Ankündigung könnte aber schon einigen Wochen folgen.

Quelle: Nvidia

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