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Nvidia: Markteinführung der GeForce GTX 11 Serie erst im 4. Quartal? (Bild 1 von 1)Bildquelle: Lenovo
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Legion-Notebooks: Lenovos mobile Gaming-PCs werden laut Informationen aus Herstellerkreisen noch vor dem Jahreswechsel mit einer brandneuen Grafiklösung von Nvidia aufwarten können.

Erst vor kurzem war ein Video publik geworden, in dem ein Lenovo-Mitarbeiter die Bezeichnung „GeForce GTX 11 Serie“ für Nvidias nächste Grafikkartengeneration bestätigte. Fast parallel dazu machte das Gerücht von einem Nivida-Vorstellungsevent zur Spielemesse Gamescom die Runde.Nun sickern weitere kleine Infohäppchen zu Nvidias potentiellen Plänen durch. Gemäß den Angaben der Webseite Laptopmedia.com will Lenovo ebenfalls noch in diesem Jahr Gaming-Notebooks der Legion-Reihe mit brandneuer GeForce GTX 11 Serie GPU verkaufen.

Die Angaben von Latopmedia sind bis auf die Bezeichnung der Grafikkarte wenig spezifisch. Es heißt dort lediglich, Lenovo werde eine Nvidia GeForce GTX 1160 mit 6 Gigabyte Videospeicher in der kommenden Notebook-Reihe verbauen. Diese Aussage, sofern korrekt wiedergegeben und auch vom chinesischen Hersteller wirklich akkurat übermittelt, erlaubt allerdings den ein oder anderen Rückschluss: So scheint Nvidia bei seiner neuen Grafikkartengeneration beispielsweise auf eine zur aktuellen GeForce GTX 10 Serie vergleichbare Speicherausstattung zu setzen. Die GeForce GTX 1060 wartet bekanntermaßen mit 6 Gigabyte VRAM und einem dazu passenden 192-Bit-Speicherinterface auf. Exakt dasselbe dürfte für die GTX 1160 zutreffen, eventuell nur mit der einen Abweichung, dass anstelle von GDDR5- nun schnellere GDDR6-Chips als Videospeicher zum Einsatz kommen.

Eine vergleichbare Speicherausstattung zwischen GTX 11 und GTX 10 Serie Grafikkarten erscheint schon aus dem einen Grund glaubwürdig, da die gegenwärtigen Speicherpreise bereits auf ziemlich hohem Niveau liegen. Würden Grafikkartenhersteller auf Nvidias Geheiß demnächst also je produzierter neuer Grafikkarte signifikant mehr Speichermodule verbauen als dies bislang der Fall ist, wäre eine weitere Verknappung der Chipbestände und eine daraus resultierende Preissteigerung praktisch vorprogrammiert.

Abgesehen von einer unspektakulären Speicherausstattung wird jedoch unter anderem erwartet, dass die GTX 11 Serie in einem neuen, fortschrittlicheren 12 nm Verfahren produziert wird, was zusammen mit Architekturverbesserungen, die Nvidia üblicherweise einer neuen GPU-Generation spendiert, zu erhöhter Energieeffizienz führen sollte. Höhere GPU-Taktraten bei insgesamt geringerer Hitzeentwicklung des Grafikchips könnten positive Resultate davon sein.

Mit Blick auf all die Gerüchte, die zurzeit rund um die GeForce GTX 11 Serie kursieren, ist nur zu hoffen, dass hoffentlich sehr bald offizielle Informationen von Nvidia zur neuen Grafikchip-Generation folgen werden. Laut einem aktuellen Digitimes-Bericht ist dies aber alles andere als gewiss. Geht es nach der Publikation wird die US-Chipschmiede den Marktstarttermin nicht etwa vom Abschluss aller Arbeiten, die zum Launch von neuen Grafikprozessoren gehören, oder der Produktion eines ausreichend großen Kartenkontingents der Hardware-Partner abhängig machen, sondern vielmehr von der Geschwindigkeit des Abverkaufs aktuell vorhandener Lagerbestände der Grafikkarten mit GeForce GTX 10 Serie GPU. Jene sollen nach einem Nachfrageeinbruch der Krypto-Mining-Szene zum Frühjahrsende hin nach wie vor auf problematisch hohem Niveau liegen. Vor diesem Hintergrund scheint es nicht komplett abwegig, zu vermuten, dass sich die breite Verfügbarkeit von Grafiklösungen der neuen GTX 11 Serie im Handel noch bis ins vierte Quartal 2018 hinziehen könnte. Eine offizielle Nvidia-Präsentation der neuen GPU-Technologie zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr würde aber dieses Szenario nicht ausschließen. Spätestens zur Gamescom 2018 im August erfährt die Technikwelt hoffentlich mehr.

Quelle: Laptopmedia.com, Digitimes