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  3. Nvidia: Keine Interesse mehr am Mobilgerätemarkt, Fokus liegt auf PC-GPU-Markt und Gaming

Nvidia wird keine neuen Tegra-Chips mehr speziell für Smartphones oder Tablets entwicklen. Das gab der Nvidia-CEO, Jen-Hsun Huang, im Rahmen der Computex 2016 zu Protokoll, wie Ubergizmo berichtet.Bildquelle: Nvidia
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Tegra X1: Der nach wie vor aktuellste Tegra-Chipsatz dürfte die letzte Nvidia-SoC-Lösung sein, die auch für Tablets in Frage kommt.

Nvidia will keine neuen SoC-Lösungen mehr speziell für den Mobilgerätemarkt entwicklen. Das machte der CEO des kalifornischen GPU-Spezialisten, Jen-Hsun Huang, gegenüber einem Kreis ausgewählter Medienvertretern noch einmal im Rahmen der Computex 2016 unmissverständlich klar, wie Ubergizmo berichtet. Konzentrieren wird sich Nvidia somit mittelfristig auf High-End- und Mittelklasse-GPU-Lösungen für den PC-Markt sowie PC- und Android-Gaming.

Das heißt allerdings nicht, dass die Tegra-SoC-Reihe komplett tot ist. In Android-Geräten für das Wohnzimmer wie der Shield Android TV Konsole, in IoT (Internet of Things) Produkten oder in Automobilen sollen die Chipsätze weiterhin zum Einsatz kommen. Außerdem würde Nvidia seine besonders effizienten GPU-Technologien gerne an andere SoC-Hersteller lizenzieren, sodass schlussendlich doch noch einmal neue Smartphones oder Tablets auf den Markt kommen könnten, in denen zumindest ein bisschen Nvidia-Technologie steckt.

Schon im vergangenen Jahr hatte Nvidia zur Computex angedeutet, sich aus dem Geschäft mit SoC-Lösungen für Mobilgeräte zurückziehen zu wollen. In den darauffolgenden Monaten kam dann aber beispielsweise das Tablet Google Pixel C mit Tegra X1 Chipsatz auf den Markt und auch das Nexus 9 wurde bis vor kurzem von HTC gebaut respektive von Google vertrieben. In diesem Jahr könnte es außerdem noch ein neues Shield Tablet geben, aber danach ist dann wohl die Reise für Tablet-Prozessoren der Tegra-Familie endgültig vorüber.

Die Entscheidung Nvidias, aus dem Mobilgerätemarkt auszusteigen, ist durchaus verständlich, zumal sich mit den Tegra-SoCs niemals der vom Unternehmen erhoffte Erfolg einstellen wollte. Konkurrenten wie Apple und besonders Qualcomm, oder auch aufstrebende chinesische Chipschmieden wie MediaTek erwiesen sich einfach als zu übermächtig, zu effizient in der Entwicklung oder mit besseren Geschäftsbeziehungen in der Smartphone-Branche ausgestattet. Nicht einmal die Entwicklung eigener Tablets der Shield-Reihe konnte die Absätze der Tegra-Chips so ankurbeln, dass es für Nvidia zu einem gewinnbringenden Geschäftsfeld erwachsen wäre.

Ganz anders sieht es für das Unternehmen freilich im Markt für PC-Grafikchips aus. Hier ist Nvidia der dominierende, technologisch führende Hersteller und konnte mit den brandneuen Pascal-GPUs beziehungsweise damit ausgestatteten Desktop-Grafikkarten wie der GeForce GTX 1080 zuletzt wieder neue Rekorde aufstellen.

Quelle: Ubergizmo

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