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Nvidia: Geforce GTX 980 für Notebooks soll Rekorde brechen (Bild 1 von 5)Bildquelle: NVIDIA
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Nvidia Geforce GTX 980: Leistungsfähige Desktop-Grafik nun auch für Notebooks

Mehr als closing the gap - Die GTX 980 Desktop Performance erreicht nun auch Notebooks

"Die schnellsten Notebooks sind meistens auch Gaming Notebooks", erläutert Ryan Wong bei der Vorstellung der Nvidia Geforce GTX 980 für Notebooks vor der versammelten Fachpresse. "Wir denken, dass die Gaming Notebooks allerdings ein wenig festhängen", kommentiert der Produktmanager für Geforce Notebooks die Geräteklasse im selben Atemzug. Deswegen wolle Nvidia das Grafikchip-Portfolio um eine neue High-End GPU erweitern und eine völlig neue Notebook-Klasse schaffen.

Die Zielgruppe sind Hardcore-Gamer, Bastler sowie Systembuilder und Übertakter. Technikbegeisterte Nutzer, denen die Standardsysteme nicht reichen und die ähnlich wie beim Tuning für Autos noch mehr Performance und Kontrolle wollen. Nvidia betont ausdrücklich, dass die neuen Grafikchips "handselektiert" werden. Für den Betrieb im Notebook liefert das Unternehmen die besten unter den GTX 980 Chips.

"Die neue schnellste mobile Single GPU wird Rekorde brechen"

Wie auch die Desktop Variante der Nvidia Geforce GTX 980 wird die Version für Notebooks auf einem Vollausbau des GM204 Chips mit Maxwell Architektur der zweiten Generation beruhen. Das bedeutet 2048 CUDA Cores takten mindestens mit der garantierten Basisfrequenz von 1.126 Mhz. Der Boosttakt hängt dann von den entsprechenden Notebook-Designs ab, in der Regel sollten weit höhere Taktraten als die 1.216 Mhz Standardboost möglich sein. Bei der Präsentation der GTX 980 für Notebooks in London erreichte die Karte in einem MSI Notebook 1,4 GHz mit Leichtigkeit. Nvidias Referenzkarte soll 4 GB GDDR5 Speicher tragen, bei vielen Herstellern wird man auch 8 GB vorfinden. Das Speicherinterface ist 256Bit breit, die Bandbreite liegt beim Takt von 3,5 Ghz bei 7Gbit/s. Im 3DMark Fire Strike Extreme Benchmark soll die GTX 980 6327 Punkte erreichen. Bei einem Vergleich zwischen Desktop-PC mit GTX 980 und Intel Core i7-4770 sowie einem Clevo Notebook mit GTX 980 und Intel Core i7-6700 der Skylake Generation erreichten beide System nahezu identische Werte.

"Großartige Nachrichten für Overclocker"

Mit der neuen Übertakter-GPU für Notebooks vollzieht Nvidia marketingtechnisch ein kleines Kunststück. Auf den zwischenzeitlichen Wegfall der Übertaktungsmöglichkeit für Notebook-Grafikkarten antwortete das Unternehmen, dass man aus den Nutzerreaktionen gelernt hat und Overclocking generell erlaube, bei der GTX 980 die Nutzer aber ausdrücklich dazu ermutigt.

Die konkrete Verlustleistung der GTX 980 Notebookgrafikkarte wollte Nvidia nicht preisgeben, vermutlich bewegt sich die Karte auf dem Niveau der Desktopvariante um die 165 Watt. Das bedeutet eine Steigerung um 30 Prozent gegenüber einer einzelnen Geforce GTX 980M und einer Reduzierung um 20 Prozent gegenüber einem GTX 970M SLI System, wie es im Aorus x7 derzeit noch verbaut wird. Das genannte Notebook konnte die Abwärme der einzelnen GTX 980 locker schultern. "Zwei Grafikchips sind aufgrund der verteilten Abwärme natürlich leichter zu kühlen", erklärt Ryan Wong. Trotzdem richtet sich die GTX 980 als schnellste Single Chip Karte vor allem auch an Übertakter. Mit den mobilen Intel Skylake K-Prozessoren gepaart, erlaube die neue Notebookklasse nun Taktanpassungen für CPU und GPU. Die Grafikchips bekommen je nach Hersteller eine Spannungsversorgung mit 4 bis 8 Phasen, wodurch "sauberer Strom" ankommt und die Stromstärke um bis zu 50 Prozent höher ausfällt. Viele Notebooks werden dem Nutzer auch mehr Kontrolle für die Kühlleistung erlauben, um das Mehr an Abwärme zu beherrschen. Einfluss auf das Power Target oder das Temperatur Target wird es allerdings nicht geben.

Surround-Gaming, Virtual Reality Notebooks und vorerst keine 4K G-Sync Panels

Als schnellste Single GPU Karte für Notebooks schafft die Geforce GTX 980 ein paar neue Anwendungsszenarien. Mit der Leistung können beispielsweise auch Triple Monitor System mit dreifacher FullHD Auflösung von insgesamt 6 Millionen Pixel betrieben werden. Auch Virtual Reality wird als fordernde Anwendung genannt. Das HTC Vive Headset beispielsweise verlangt mit zwei Mal 1.680x1.512 Pixel deutlich mehr Leistung. Zudem braucht es Bildwiederholraten um die 90 FPS, darunter drohe Nutzern Übelkeit. Mit 450 Megapixel/Sekunde hat das Headset gegenüber FullHD PC-Gaming bei 60 FPS fast viermal so hohe Leistungsanforderungen.

Zudem werden einige Notebookhersteller nun auch im 17-Zoll Bereich Bildschirme mit der UHD-Auflösung von 3.840x2.160 Pixel verbauen. Auf der IFA 2015 haben wir mit ASUS ROG GX700 bereits ein erstes Beispiel gesehen. Die GTX 980 Notebooks werden laut Nvidia alle mit HDMI 2.0 Anschluss für externe 4K Bildschirme ausgestattet. Nur G-Sync wird es im Zusammenhang mit 4K-Panels in Notebooks vorerst nicht geben. Entweder die Hersteller verbauen ein FullHD Display mit G-Sync Unterstützung oder 4K ohne G-Sync.

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