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NVIDIA GeForce GTX 1060, 1070 & 1080 für Notebooks vorgestellt (Bild 1 von 6)Bildquelle: Nvidia
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GeForce GTX 10 Serie: Nvidia kann die neuen GPUs der Pascal-Generation in nahezu unveränderter Form für Notebooks herausbringen.

Nvidia hat heute im Vorfeld der Gamescom 2016 wie erwartet seine auf der effizienten Pascal-Architektur basierende GeForce GTX 10 Serie für Notebooks angekündigt. Für den kalifornischen Grafikchipspezialisten ist das Segment der Gaming-Laptops mittlerweile deutlich mehr als nur eine Marktnische. Vielmehr ruft das Unternehmen die mobilen PCs als ultimative Gaming-Plattform aus, deren tragende Säulen natürlich die neuen GTX 10 Grafiklösungen sein sollen. Das Line-up setzt sich zur Markteinführung aus der GeForce GTX 1060, der GTX 1070 und dem Flaggschiff GTX 1080 zusammen.

Pascal-Power - Jetzt für Notebooks
Genau wie es die Gerüchteküche im Vorfeld gemunkelt hatte, verzichtet Nvidia bei seinen neuen Laptop-Grafiklösungen auf das „M“-Suffix in der Bezeichnung. Das mag vielleicht von dem Einen oder Anderen vorschnell als Marketing-Maßnahme abgetan werden, gibt aber tatsächlich einen ersten konkreten Hinweis auf die Leistungsfähigkeit der Chips. Zumindest auf dem Papier stehen sie den Desktop-Grafikkarten mit denselben Bezeichnungen in nichts nach und können diese sogar vereinzelt übertrumpfen.

Die Entscheidung, das Notebook-Segment mit exakt derselben Grafikleistung wie den Desktop-Bereich zu versorgen, macht aus Nvidias Sicht selbstverständlich größten Sinn. Zunächst einmal wächst der Markt für Gaming-Notebooks nach Angaben des Unternehms deutlich schneller als das aktuelle Konsolengeschäft, bestehend aus Sony PlayStation 4 und Microsoft Xbox One. Ein weiterer Punkt ist die hohe Energieeffizienz der Pascal-Architektur, gekoppelt an den fortschrittlichen 16 Nanometer Fertigungsprozess, die diese hohe Performance in einem Notebook-Chassis überhaupt erst zulässt. Verglichen mit den älteren Nvidia-Mobil-GPUs der Maxwell-Generation sollen die neuen Pascal-Grafiklösungen rund das 1,8-fache der Leistung erbringen.

Diese Leistungseigenschaften machen die GTX 10 Serie für Notebooks genau wie ihre Desktop-Pendants prädestiniert für den Einsatz zusammen mit Virtual Reality Headsets (VR) oder zumindest hochauflösenden beziehungsweise mit hohen Bildfrequenzen aufwartenden Displays. Aus exakt diesem Grund hat Nvidia auch seine G-Sync-Technologie für Notebooks verbessert. Entsprechend ausgestattete Geräte werden schon bald mit 120 Hertz Bildschirmen ausgestattet sein, die Auflösungen von bis zu 2560 x 1440 Pixel bieten.

Die neue GeForce GTX 10 Serie für Notebooks in der Übersicht

GeForce GTX 1080 (mobile)
Shader-Einheiten 2560
Basis-Takt 1556 Megahertz
Boost-Takt 1733 Megahertz
Speichertakt 10 Gigabit pro Sekunde
Speicherart 8 Gigabyte GDDR5X
Speicher-Interface 256-Bit
Speicherbandbreite 320 Gigabyte pro Sekunde

GeForce GTX 1070 (mobile)
Shader-Einheiten 2048
Basis-Takt 1442 Megahertz
Boost-Takt 1645 Megahertz
Speichertakt 8 Gigabit pro Sekunde
Speicherart 8 Gigabyte GDDR5
Speicher-Interface 256-Bit
Speicherbandbreite 256 Gigabyte pro Sekunde

GeForce GTX 1060 (mobile)
Shader-Einheiten 1280
Basis-Takt 1404 Megahertz
Boost-Takt 1670 Megahertz
Speichertakt 8 Gigabit pro Sekunde
Speicherart 6 Gigabyte GDDR5
Speicher-Interface 192-Bit
Speicherbandbreite 192 Gigabyte pro Sekunde

Wer die aufgeführten Spezifikationen von Nividias neuen mobilen Grafiklösungen genau studiert und mit denen der Desktop-Modelle vergleicht, wird schnell merken, dass es nicht viele Unterschiede gibt. Der einzige Ausreißer – wenn man so will – ist die GTX 1070 für Notebooks, da diese sogar mehr Shader-Einheiten aufweist als ihr Desktop-Pendant (2048 gegenüber 1920). Dafür fallen der Basis- und maximale Boost-Takt um 64 beziehungsweise 38 Megahertz geringer aus. Die GTX 1080 und GTX 1060 für Notebooks hingegen führen bis auf ihre Taktraten exakt dieselben Ausstattungsmerkmale wie ihre jeweilige Desktop-Pendants ins Feld. Bei der mobilen GTX 1080 fällt lediglich der Basistakt um 51 Megahertz niedriger aus, die mobile GTX 1060 muss mit gut 100 Megahertz geringerem Basistakt und 38 Megahertz niedrigerem Boost-Takt auskommen.

Grenzen zwischen Desktop und Notebook verwischen
In der Summe wirken sich die Änderungen, die Nvidia an der GTX 10 Serie für Notebooks im Vergleich zu den Desktop-Grafikkarten vorgenommen hat, allen derzeit vorliegenden Informationen nach nur sehr gering aus. So sollen die mobilen Grafikkarten schlimmstenfalls nur 10 Prozent langsamer sein als ihre Desktop-Schwestern. In den allermeisten Spielen soll die Performance jedoch auf demselben Level oder in Einzelfällen sogar leicht über dem Niveau der Desktop-Lösungen liegen. Wie zutreffend diese Angaben sind müssen in den nächsten Tagen und Wochen jedoch erst eine Reihe von unabhängigen Tests zeigen.

Hinsichtlich der weiteren Features der GTX 10 Serie für Notebooks sind insbesondere die Unterstützung von Nvidias speziell auf VR zugeschnittenen Technologien (VRWorks) und DisplayPort 1.4, HDMI 2.0b sowie im Falle der GTX 1070 und 1080 SLI-Unterstützung zu erwähnen. Alle neuen Mobil-GPUs sind außerdem mit der Optimus-Technologie, DirectX 12, Vulkan und OpenGL 4.5 kompatibel.

Akkulaufzeit, Overclocking und neue Notebooks
Auch wenn es sicherlich nicht das wichtigste Feature eines Gaming-Notebooks ist, legen Kunden auch in diesem Marktsegment immer mehr Wert auf eine ordentliche Akkulaufzeit. Diesem Umstand trägt Nvidia mit der Angabe Rechnung, Geräte mit einer GPU der GTX 10 Serie würden dank der effizienten Pascal-Architektur und der verbesserten BatteryBoost-Technologie fern der Steckdose bis zu 30 Prozent länger durchhalten als Laptops mit einer vergleichbaren Maxwell-Grafikeinheit. BatteryBoost soll nun darüber hinaus so arbeiten, dass es nicht länger zu unerwünschten FPS-Schwankungen und somit teilweise auch zu Rucklern in Spielen kommt.

Abschließend noch ein Hinweis für alle Enthusiasten. Die Pascal-basiserten Desktop-Grafikkarten sind schon jetzt berühmt für ihr hohes Übertaktungspotential und Nvidia hat es geschafft auch diese Eigenschaft ins Notebook-Segment zu übertragen. Die GTX 10 Serie für Notebooks soll daher ein bis zu dreimal so hohes Overclocking-Potential bieten als die Vorgängergeneration und diverse Hersteller dürften Geräte vorstellen, bei denen sich die GPU-Leistung durch ein paar wenige Klicks noch einmal deutlich steigern lässt.

Apropos Hersteller: Nvidia verspricht neue und mit einer GeForce GTX 10 Serie GPU ausgestattete Gaming-Notebooks für jeden Spielertyp - vom flachen und leichten Gerät bis hin zum protzigen Desktop-Replacement. Diese Modelle sollen demnächst unter anderem von namhaften Unternehmen wie Acer, Alienware, Asus, Gigabyte, HP, Lenovo, MSI, Razer oder XMG auf den Markt gebracht werden.

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