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Nokia wird Anfang 2017 wieder Android-Smartphones verkaufen (Bild 1 von 1)Bildquelle: Nokia
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Kein Lumia: Kurz vor dem Abschluss des Übernahmdeals mit Microsoft brachte Nokia noch die X-Reihe auf den Markt, auf der Android lief.

Nokia, der finnische Mobilfunkpionier, wird schon bald Android-Smartphones unter der eigenen, noch immer weltweit bekannten Marke verkaufen. Nachdem das Unternehmen bereits im vergangenen Mai über Pläne gesprochen hatte, wieder in das Geschäft mit Smartphones und Tablets einzusteigen, wurden heute weitere Details zu dem Vorhaben bekanntgegeben. Entscheidend dabei ist eine Lizenzvereinbarung mit dem ebenfalls in Finnland ansässigen Unternehmen HMD Global (HMD).

Nokia wird seine Mobilgeräte zusammen mit HMD entwickeln und bauen. Alle aus dieser Kooperation entspringenden Produkte werden jedoch exklusiv das bekannte Nokia-Logo tragen. Die ersten so entstandenen Nokia-Smartphones sollen mit Android-Betriebssystem im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2017 auf den Markt kommen. Daneben wollen die beiden Firmen außerdem wieder sogenannte Feature-Phones, also gewissermaßen günstige Handys, unter dem Nokia-Label vertreiben.

Auf den anstehenden Wiedereinstieg von Nokia in den Smartphone-Markt wird seit heute sowohl auf der Nokia- als auch der HMD-Webseite hingewiesen. Sobald die ersten Android-Produkte mit Nokia-Logo im Handel zu finden sind, wird sich allerdings zeigen müssen, wie konkurrenzfähig diese auf einem hart umkämpfen und nur für ganz wenige Hersteller profitablen Territorium tatsächlich sind.

Alte Fans von Nokias Lumia-Smartphones dürften die heutige Nachricht jedoch schon jetzt sehr begrüßen. Microsoft hat nach der Übernahme von Nokias Hardware-Sparte vor ein paar Jahren praktisch alles getan, um das Erbe der Finnen zu zerstören. Heute sind, wenn überhaupt, nur noch wenige des Nokia-Fachpersonals beim Redmonder Software-Riesen beschäftigt, alte Standorte und Fabriken wurden geschlossen, die Lumia-Reihe ist im Großen und Ganzen tot und das gesamte Übernahmegeschäft wurde in Microsofts Bilanz als riesiger Flop verbucht.

Quelle: HMD Global

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