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Nintendo Switch: Neue Hybrid-Konsole kommt am 3. März auf den Markt (Bild 1 von 7)Bildquelle: Nintendo
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Um jeden Preis anders: Nintendo demonstriert mit der Switch erneut, dass es - trotz aller Risiken - seinen ganz eigenen Weg in der Videospieleindustrie geht.

Nintendo hat heute konkrete Details zum Marktstart seiner neuen Videospielekonsole Switch verraten. Wie bereits im vergangenen Oktober angekündigt, handelt es sich bei der Switch um eine Hybrid-Lösung, sprich ein Gerät, dass sowohl stationär, in einer Docking-Station und angeschlossen an den Fernseher, als auch mobil, ähnlich wie Tablet genutzt werden kann. Darüber hinaus bekannt sind nun der Termin für den Marktstart, der Preis sowie ein paar neue technische Details zu Konsole und Zubehör.

Verfügbarkeit und Preis
Die Switch wird laut Nintendo am Freitag, den 3. März 2017 in Japan, den USA sowie in den großen europäischen Märkten, darunter auch Deutschland, in den Handel kommen. In Japan soll die unverbindliche Preisempfehlung dann bei 29.980 Yen (umgerechnet rund 245 Euro) und in den USA bei 299,99 US-Dollar (umgerechnet rund 282 Euro) liegen. Für die Euro-Zone nannte Nintendo heute zunächst keinen Preis, mittlerweile ist die Vorbestellung der Konsole aber beispielsweise bei Amazon Deutschland möglich, wo aktuell 329,99 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) aufgerufen werden.

Technische Details
Für Nintendo-Fans weltweit sicherlich eine sehr erfreulichste Randnotiz der heutigen Switch-Ankündigungen ist, dass die Konsole keine Ländersperre - also keinen sogenannten Region Lock -aufweisen wird. Somit können sich deutsche Spieler auf Wunsch auch einen bestimmten Titel aus Japan oder den USA importieren, und diesen ohne Weiteres auf der hierzulande erworbenen Konsole spielen.

Die neue Konsole, die Nintendo da erdacht hat, ist im Grunde ein Tablet, welches von einem nicht näher spezifizierten, offenbar speziell angepassten Mobil-SoC von Nvidia angetrieben wird und mit reichlich Zubehör daherkommt. Das Prozessor-Grafikchip-Paket soll auf dem Nvidia Tegra X1 basieren. Bestätigt wurde das bislang aber nicht. Laut aktuellsten Herstellerangaben verfügt die Switch über ein 6,2 Zoll großes, kapazitives Touchscreen, das mit 1280 x 720 Pixel (HD) auflöst. Wenn das Gerät allerdings mit der zum Lieferumfang gehörenden Docking-Station verbunden ist, kann es Spiele auf einem Fernseher auch in einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel (Full HD) ausgeben.

An internem Flash-Speicher verfügt die Nintendo-Konsole nur über etwas magere 32 Gigabyte, die Speicherkapazität für Spiele und mehr kann jedoch glücklicherweise jederzeit durch eine handelsübliche microSD-Karte erweitert werden. Die Switch-Spiele, die Nutzer nicht herunterladen, sondern im Geschäft erwerben, befinden sich auf einer proprietären „Game-Card“, einer speziellen Speicherkarte also mit Kopierschutz. In Sachen Konnektivität unterstützt das Gerät WLAN nach 802.11ac Standard, womit sich laut Nintendo für Mehrspielerpartien bis zu acht der Konsolen über ein lokales Netzwerk miteinander verbinden können, und wartet mit einem USB Typ-C Port auf. Über letzteren kann die Switch auch aufgeladen werden, wenn der Akku einmal leer ist, was maximal 3,5 Stunden dauern soll.

Apropos Akku: Einen Wert in mAh nennt Nintendo zwar nicht, das Unternehmen verspricht aber für den mobilen Spielspaß mit der Switch immerhin Laufzeiten von bis zu 6,5 Stunden. Dieser Wert ist natürlich extrem abhängig von den genutzten Spielen beziehungsweise wie sehr diese die Hardware fordern. Als konkretes Beispiel erwähnt Nintendo den heiß erwarteten Titel "The Legend of Zelda: Breath of the Wild", ein grafisch durchaus anspruchsvolles Spiel, bei dem die Laufzeit der Konsole im Akkubetrieb rund 3 Stunden betragen soll.

Joy-Con Controller
Die beiden der Switch beiliegenden Game-Controller nennt Nintendo „Joy-Con“. Diese werden in einer Variante der Konsole in der Farbe Grau, in einer anderen in den Farben Neon-Rot und Neon-Blau daherkommen. Für die zwei Controller sieht Nintendo mehrere Anwendungsmodi vor: Entweder die Joy-Cons werden mit dem „Joy-Con Grip" verbunden, um so gewissermaßen als klassisches Gamepad zu fungieren, wenn die Switch in der Docking-Station steckt und ein Spiel auf dem Fernsehbildschirm gespielt wird. Oder aber die Joy Cons können bei einigen Multiplayer-Titeln auch einzeln genutzt werden. Im mobilen Einsatz der Switch schließlich werden die Controller in den meisten Fällen einfach jeweils an die linke und die rechte Seite des Geräts geklickt.

Nintendo wäre freilich nicht Nintendo, wenn die Joy-Cons nicht auch noch die ein oder andere zusätzliche Überraschung bereithielten. So können beide Controller laut Hersteller haptisches Feedback geben, was offiziell als „HD Rumble“ bezeichnet wird, und sie integrieren ein Gyroskop und Beschleunigungssensoren. Nur beim Joy-Con für die rechte Hand hat Nintendo außerdem eine Infrarotkamera eingebaut, die für zusätzliche Technikspielereien wie die Erkennung von Distanz zu oder Bewegung von einem Objekt eingesetzt wird.

Lieferumfang und Zubehör
Wer eine Nintendo Switch erwirbt, bekommt neben der Konsole wie bereits erwähnt die Joy-Con Controller. Zudem finden sich in der Verpackung der Joy-Con Grip, Halteschlaufen für die beiden Joy-Cons, die Docking-Station sowie ein Netzteil und ein HDMI-Kabel. Ein kostenloses Spiel legt Nintendo seiner neuen Konsole nicht bei.

Als optionales Zubehör für die Switch werden die Japaner diverse Accessoires anbieten, deren jeweiliger Einzelpreis es jedoch ausnahmslos in sich hat. So wird Nintendo für eineneinzelnen Joy-Con Controller 49,99 US-Dollar verlangen, für einen Joy-Con Grip 29,99 US-Dollar, für zwei Joy-Cons im Bundle 79,99 US-Dollar, für das Switch-Dock 89,99 US-Dollar und für einen Switch Pro Controller, der nichts anderes als ein klassisches Nintendo-Gamepad ist, 69,99 US-Dollar.

Online-Service
Auch wenn sich Nintendo durch das Konzept hinter und schlussendlich auch der Hardware in seiner Konsole klar und deutlich von Microsofts und Sonys Angebot im Videospielemarkt abgrenzen will, versucht das japanische Unternehmen mit der Markteinführung der Switch in einem Punkt die Konkurrenten nachzuahmen. Zusammen mit der Switch wird im März ein Online-Service an den Start gehen, der zwar anfänglich kostenlos ist, ab Herbst 2017 aber nur gegen Abo-Gebühr genutzt werden kann. Hinter die Pay-Wall packt Nintendo dann die Nutzung von Online-Multiplayer-Modi und einer Smartphone-App für Voice-Chats und einer Online-Lobby. Als „Belohnung“ erhalten Abonnenten monatlich ein kostenloses NES- oder Super NES-Spiel als Download und exklusive Angebote. Sowohl für zahlende Abonnenten als auch alle anderen Switch-Nutzer wird der Online-Dienst außerdem Zugang zu Nintendos eShop sowie zu einer Smartphone-App, über die Eltern die Nutzungszeiten der Konsole für ihre Kinder reglementieren können, bieten, und das Teilen von Screenshots über soziale Netzwerke ermöglichen.

Spiele
Das Wichtigste für eine neue Konsole sind letztendlich aber natürlich die Spiele, da diese es sind, die die Kunden anlocken. Nintendo hat mit „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ in dieser Hinsicht auf jeden Fall ein ganz heißes Eisen im Feuer. Das Spiel wird genau wie die Switch am 3. März 2017 sowohl in Japan und den USA als auch in Europa auf den Markt kommen. Zusätzlich zur Switch-Version wird der neueste Zelda-Ableger im Übrigen auch noch auf Nintendos älterer Konsole Wii U erscheinen.


Jenseits von Zelda sieht es direkt zum Launch der Switch allerdings leider etwas mager aus, da nur eine Handvoll kleinerer Spiele bis dahin fertiggestellt sein werden, darunter etwa „Snipperclips“ und „1 2 Switch“. Somit dürfte der nächste echte Kracher erst „Mario Kart 8 Deluxe“ Ende April sein. Im Sommer soll dann gemäß Nintendos Plänen „Splatoon 2“ für die Switch herauskommen.

Diverse Spielepublisher und Drittentwickler haben laut Nintendo ihre Unterstützung für die neue Konsole zugesichert oder arbeiten bereits an Titeln dafür. Zu den bekannteren Namen unter den Spielen, die von Entwicklerstudios außerhalb der Mauern des japanischen Unternehmens für die Switch umgesetzt werden, gehören FIFA, NBA 2K, Dragon Quest X und XI, The Elder Scrolls V: Skyrim, sowie Ultra Street Fighter II.

Was wäre eine neue Nintendo-Konsole aber ohne ein neues Spiel mit dem weltbekanntesten Klempner? Die Japaner haben mit Super Mario Odyssey auch ein brandneues Mario-Spiel für die Switch angekündigt, das im Winter 2017 im Handel erhältlich sein wird.

Quelle: Nintendo

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