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Netflix: Expansionspläne für EuropaBildquelle: Netflix
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Netflix: Umfasst der Expansionskurs in Europa auch Deutschland?

Das Wallstreet Journal berichtet aktuell darüber, dass sich Netflix bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen mit US-Unternehmen für die passenden Lizenzen für Deutschland, Frankreich und andere Länder Europas befinden soll. Mit Sicherheit lässt sich aktuell aber nur sagen, dass Netflix seine Präsenz in Europa für 2014 stark ausbauen möchte. Bisher ist der US-Dienst für Streaming-Inhalte in England, Irland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Spanien und zu letzt auch in den Niederlanden aktiv geworden. Deutschland liegt in Sachen Verbreitung von Breitbandinternet insgesamt auf Platz 4, Westeuropa hat sogar 134 Millionen Haushalte die über einen Breitbandzugang verfügen, in den USA sind es lediglich 88 Millionen. Kein Wunder also, dass Netflix seine Präsenz in Europa erweitern möchte. In der Vergangenheit kamen bereits Gerüchte rund um Netflix und einen Start in Deutschland auf, suchte das Unternehmen doch nach Marketing-Mitarbeitern, die idealerweise auch Deutsch sprechen würden. Aktuell sucht man bei Netflix sogar nach Übersetzern, die auch der Deutschen Sprache mächtig sind.

Das Netflix bisher vorallem in den skandinavischen Ländern aktiv ist, liegt auch daran, dass dort Filme und Serien in der Originalsprache ausgestrahlt werden. Dort ist man es gewöhnt Inhalte auf Englisch zu sehen, in Frankreich und Deutschland sind hingegen viele potenzielle Kunden daran gewöhnt synchronisierte Fassungen im TV zu genießen. Besonders bei Serienliebhabern ist das Interesse an der OV-Variante allerdings auch in Deutschland besonders groß und immer weiter am wachsen. Nicht grundlos bieten inzwischen viele Pay TV-Anbieter ihre Filme und Serien auch in OV an. Dennoch bleibt die Frage, ob Netflix einen Start in Deutschland auch angehen würde, wenn die Inhalte nur in Englisch zur Verfügung stehen würden. In Deutschland gibt es außerdem diverse Konkurrenten auf dem Markt, darunter Lovefilm von Amazon und Watchever von Vivendi, beide bieten zum Teil aktuelle Serien in HD und in OV an. Das Angebot lässt aber insgesamt dennoch zu wünschen übrig, besonders für Fans aktueller Filme und Serien. Der Pay TV-Anbeiter Sky hat vor kurzem ebenfalls seinen eigenen VoD-Dienst namens "Snap" gestartet. Aufgrund der engen Kooperation mit HBO stehen Sky Kunden viele Serien inzwischen innerhalb von 24 Stunden nach US-Ausstrahlung via Sky Go, Sky Anytime und Sky Atlantic HD zur Verfügung. Serienfans würden sich aber sicherlich dennoch darüber freuen, wenn Netflix mit seinem günstigen Streaming-Dienst noch 2014 in Deutschland an den Start gehen würde.

Quelle: Wall Street Journal

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