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MWC 2018: Samsung Galaxy S9 & S9+ offiziell präsentiert (Bild 1 von 5)Bildquelle: Samsung
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Vertraute Eleganz: Samsungs Galaxy S9 und Galaxy S9+ sehen auf den ersten Blick aus wie ihre direkten Vorgänger aus dem letzten Jahr, können sich aber von den S8-Modellen in mehreren Bereichen deutlich abheben.

Samsung hat heute im Rahmen einer großen Pressekonferenz zum Auftakt des Mobile World Congress 2018 in Barcelona das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ präsentiert. Die neuen Galaxy S Flaggschiffe des südkoreanischen Elektronikriesen sind vollgepackt mit modernster Technik und werden je nach Region entweder von einem Qualcomm Snapdragon 845 oder dem Samsung Exynos 9 Octa (9810) Chipsatz angetrieben. In Deutschland und anderen europäischen Ländern wird es die S9-Reihe mit dem zweitgenannte SoC zu kaufen geben.

Design - Bekannte, hohe Galaxy-Qualität
Wie sich bereits im Vorfeld des heutigen Unpacked-Events abzeichnete, sehen die neuen High-End-Smartphones von Samsung ihren jeweiligen Vorgängern, sprich dem S8 beziehungsweise S8+, zum Verwechseln ähnlich. Angesichts des eleganten Industriedesigns mit nahezu randlosem Infinity-Display, das die Südkoreaner im vergangenen Frühjahr eingeführt hatten, ist das freilich nicht negativ zu werten, doch ein Aha-Erlebnis will sich somit nun nicht mehr einstellen. Eine kleine, aber potentiell sehr wichtige Veränderung am äußeren Erscheinungsbild ist bei S9 und S9+ doch zu entdecken: Der rückseitige Fingerabdrucksensor sitzt nicht mehr wie beim S8(+) neben, sondern direkt unter der weiterhin zentral positionierten Hauptkamera, was die Erreichbarkeit und damit den Nutzungskomfort deutlich verbessern sollte.

Kameratechnik vom Feinsten
Neben der Eleganz und schieren Leistungsfähigkeit seiner neuesten Flaggschiffe fokussiert sich Samsungs Marketing vorrangig auf die Kameratechnik, die beide Geräte mitbringen. Der Hersteller spricht mit Blick auf die Hauptkamera der S9-Reihe von seiner bislang fortschrittlichsten Smartphone-Entwicklung. Zunächst einmal ist aber zu beachten, dass es zwischen S9 und das S9+ hier Unterschiede gibt. Während das kleinere Modell einen einzelnen Kamerasensor auf der Rückseite aufweist, bietet das größere Modell erstmals in der Galaxy S Historie ein Dual-Kamera-System. Letzteres ist dem des Galaxy Note 8 sehr ähnlich und setzt sich aus einem 12 Megapixel Weitwinkel- sowie einem 12 Megapixel Telefoto-Objektiv (f/2.4 Blende) zusammen.

Ein absolutes Novum für die Smartphone-Branche stellt gegenwärtig jedoch das Standard-Modul mit 12 Megapixel Sensor dar, das S9 und S9+ gemeinsam haben, zumal Samsung hier erstmals auf so kleinem Raum anpassbare Blendöffnungen unterbringt. Je nach Umgebungslicht können die beiden S9-Modelle automatisch zwischen einer f/1.5 und einer f/2.4 Blende umschalten. Darüber hinaus hat der Hersteller die Bildverarbeitungsprozesse verbessert, die beim Drücken des Auslösers auf beiden neuen Smartphones ablaufen. Laut Herstellerangaben werden nun beispielsweise 12 Aufnahmendesselben Motivs zu einem einzigen „beeindruckenden, äußerst hochwertigen“ Foto zusammengefügt.

Im Bereich Videoaufnahme hat können S9 und S9+ ebenfalls einen brandneuen Trick. Auf den Smartphones lassen sich Super Slow Motion Videos mit 960 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Analog zu Sonys Xperia XZ1 gelingt dies allerdings nur mit einer Auflösung von 720p und einen kurzen Augenblick lang, da der Kamerasensor hierfür die Informationen in schnellem DRAM-Speicher zwischenspeichern muss, dessen Größe folglich limitierend wirkt.

Samsung hat passend zur aufgewerteten Kameratechnik auch die Kamera-App für die S9-Reihe verbessert. Zwischen den unterschiedlichen Aufnahmemodi lässt sich nun einfacher umschalten, es gibt verschiedene Optimierungen sowie neue Komfortfunktionen und der Hersteller integriert ein brandneues Feature namens AR Emoji, das als direkte Antwort auf Apples Animoji Feature, das zusammen mit dem iPhone X eingeführt worden war,zu verstehen ist. Mit Hilfe der 8 Megapixel Frontkamera können das S9 und S9+ das Gesicht beziehungsweise den Kopf des Nutzers einscannen und daraus einen animierten 3D-Avatar kreieren. Die so erstellten Charaktere lassen sich anschließend als GIF an Freunde schicken. Ob es die AR Emojis hinsichtlich Spaßfaktor und akkurater Nachbildung der Mimik eines Nutzers mit Animojis aufnehmen können, müssen die kommenden Wochen aufklären.

Die technischen Details
Die neuen Premium-Modelle von Samsung warten mit denselben - zumindest auf dem Papier - Displays auf wie ihre Vorgänger. Das S9 kommt also mit einem 5,8 Zoll, das S9+ mit einem 6,2 Zoll QHD+ (2960 × 1440 Pixel) Super AMOLED Panel daher, die jeweils ein Seitenverhältnis von 18,5:9 aufweisen. Das kleinere S9 bringt davon abgesehen 4 Gigabyte RAM, und einen 3000 mAh Akku, das S9+ jedoch 6 Gigabyte RAM und einen 3500 mAh Akku mit. Beide Smartphones werden bei Bedarf über einen USB Typ-C Port mit Strom versorgt, unterstützen aber auch kabelloses Laden via Qi-Technik. Außerdem bieten die Geräte weiterhin einen 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss, sind Wasser und Staub abweisend, verstehen sich auf Bluetooth 5.0, WLAN nach 802.11ac sowie LTE Cat. 18 und können auch einen microSDXC-Kartenslot vorweisen. Als Betriebssystem kommt Android 8 Oreo in einer von Samsung stark angepassten Fassung - unter anderem mit Optimierungen für den Bereich Multitasking und diversen zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten - zum Einsatz.

DeX-Station, die Zweite
Samsung führt zusammen mit der S9- Reihe eine neue Version seiner DeX-Station ein, die die Smartphones in gewohnter Manier zu einer Art Desktop-PC-Ersatz machen soll. Die überarbeitete Docking-Lösung nimmt das S9 oder S9+ nun in flach aufliegender Position auf und unterstützt für angeschlossene Bildschirme neben Full HD auch Auflösungen von 2560 × 1440 Pixel oder 1600 × 900 Pixel.

Die neue DeX-Station verfügt analog zur Vorgängerversion über eine integrierte Kühllösung für das genutzte Smartphone und bietet zum Anschluss von Peripheriegeräten einen HDMI-Ausgang sowie zwei USB-A-Ports. Zum Aufladen gibt es zudem einen USB Typ-C-Anschluss.

Preise und Verfügbarkeit
Samsung akzeptiert ab sofort Vorbestellungen für die Galaxy S9 Reihe und wird mit der weltweiten Auslieferung beider Smartphones am 16. März 2018 beginnen. In Deutschland bietet der Hersteller das S9 und das S9+ jeweils in den Farben Schwarz, Blau und Lila an. Dual-SIM-Versionen der Geräte soll es ebenfalls zu kaufen geben.

Die empfohlenen Verkaufspreise für das Galaxy S9 starten laut Samsung hierzulande bei 849 Euro und für das Galaxy S9+ bei 949 Euro. In beiden Fällen gilt dies für die 64 Gigabyte Variante. Wer eines der Modelle mit 256 Gigabyte Speicher besitzen möchte, muss jeweils 100 Euro Aufpreis einkalkulieren. Das S9+ kostet damit in Europa ähnlich viel wie das Galaxy Note 8 zu seiner Markteinführung im vergangenen Jahr.

Quelle: Samsung