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  3. Motorola Moto 360 Smartwatch kommt mit OMAP3630 Prozessor und 300 mAh Akku

Dinosaurier: Die Moto 360 hängt technisch stark zurück.Bildquelle: Motorola
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Dinosaurier: Die Moto 360 hängt technisch stark zurück.

Ans Tageslicht gebracht haben das mal wieder die Reparatur-Profis von iFixIt. Die Experten nehmen regelmäßig die neusten technischen Geräte auseinander um Einblicke in die verbaute Hardware zu geben und Anleitungen für Privatpersonen zur eigenständigen Reparatur bereit zu stellen. Und zuletzt hat es besagte Motorola Moto 360 erwischt.

So haben die Experten feststellen müssen, dass Motorola einen gut drei Jahre alten Prozessor verbauen als Herzstück: Einen OMAP3630 Single-Core Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz von Texas Instruments. Dieser fand unter anderem Anwendung im Fitness-Tracker Moto ACTV, dem Motorola Defy oder auch dem Palm Pre 2. Bedingt durch das Alter ist der Prozessor zudem alles andere als Energie-effizient.

So basiert er auf der alten Cortex A8 Architektur von ARM, während ein Cortex A7 bei gleicher Leistung deutlich weniger Energie verbraucht. Außerdem kommt noch hinzu, dass der OMAP3630 mit 45 Nanometer Strukturbreite gefertigt wurde, während der sonst in Android-Wear-Uhren verbaute Snapdragon 400 Quad-Core bereits in 22 Nanometer Strukturbreite gefertigt wird. Diese beiden Punkte machen den OMAP3630 zu einer denkbar schlechten Wahl im Vergleich zur Konkurrenz.

Erschwerend kommt hinzu, dass ein Akku mit gerade mal 300 mAh verbaut ist. Die Konkurrenz setzt größtenteils auf gut 100 mAh größere Akkus, womit die Moto 360 auch nur auf gute 13 Stunden Nutzungsdauer kommt. Schaltet man den Ambient Screen Modus aus, sind immerhin 20 Stunden drin, aber auch das regt nicht gerade zu Begeisterungsstürmen an.

Insofern bleibt eigentlich fast nur festzuhalten, dass Motorola möglichst schnell eine zweite Generation auf den Markt bringen sollte, wo diese beiden Punkte – alter Prozessor und Mini-Akku – behoben sind. Immerhin bekommt es LG mit seiner G Watch R ja auch hin.

Quelle: iFixit

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