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  3. Moonraker: Die Nokia Lumia Smartwatch, die niemals erscheinen wird

Lumia 930Bildquelle: Microsoft
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Smartwatch-Träume: Nokia soll noch Anfang 2014 geplant haben, parallel zum Lumia 930 eine Smartwatch auf den Markt zu bringen.

Es ist Mitte 2015 und angesichts der Ankündigungen in den letzten rund 12 Monaten könnte man den Eindruck gewinnen, so gut wie jedes Technologieunternehmen habe zuletzt an einer Smartwatch, einem Fitness-Armband oder vergleichbarem Wearable-Gerät getüftelt. Somit ist es auch nicht allzu überraschend, dass offenbar auch Nokia eine eigene Smartwatch entwickelte. Wie The Verge informiert, hat das finnische Unternehmen vor dem Verkauf seiner Geräte- und Services-Sparte an Microsoft unter dem Codenamen „Moonraker“ an solch einem Projekt gearbeitet. Bilder der Smartwatch wurden vorübergehend sogar von einem Microsoft-Mitarbeiter auf Tumblr veröffentlicht, sind mittlerweile allerdings von dort wieder verschwunden.
Die Bilder, die unter anderem noch im Artikel von The Verge zu sehen sind, zeigen die Smartwatch von Nokia in Hochglanzoptik und mehreren Farbvarianten. Den Angaben der US-Publikation nach wurden die Aufnahmen für Marketingzwecke erstellt. Sie sollte also einen guten Eindruck davon geben, wie das Wearable-Gerät tatsächlich ausgesehen hätte. Darüber hinaus legt diese Erkenntnis nahe, dass Nokia tatsächlich kurz davor stand, die Smartwatch offiziell anzukündigen. Die Finnen sollen ausgewählten Industrievertretern auf dem Mobile World Congress (MWC) 2014 in Barcelona einen funktionierenden Prototyp vorgeführt und den Marktstart ursprünglich zusammen mit dem Lumia 930 geplant haben.

Wie der Lauf der Geschichte verrät, wurde aus all dem nichts. Microsoft hat das Moonraker-Projekt laut The Verge nach der Übernahme der Geräte- und Service-Sparte von Nokia für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Grund dafür war augenscheinlich der Konsolidierungsprozess, den der Redmonder Softwareriese nach Abschluss des Deals vornahm. Anstelle der Nokia-Smartwatch setzte das Unternehmen lieber auf ein eigenes Wearable-Gerät, das im Herbst 2014 als Microsoft Band auf den Markt kam. Warum die Entscheidung so fiel, ist nicht bekannt, Nokias Smartwatch soll aber mit einer Reihe interessanter Features aufgewartet haben, darunter die Möglichkeit, als Fernauslöser für die Smartphone-Kamera zu fungieren oder Textnachrichten zu empfangen, sowie Facebook- und MixRadio-Integration. Welche Software auf der Smartwatch zum Einsatz gekommen wäre ist ebenfalls unklar, auf den Bildern erinnert das Aussehen der Oberfläche aber stark an das Design von Microsofts Windows-Phone-Betriebssystem.

Quelle: The Verge

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