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  3. Mobiles Internet: Unterwegs mit dem Notebook surfen

WLAN: Internetzugang eingebaut
Praktisch jedes in den letzten Jahren verkaufte Notebook ist mit einem WLAN-Adapter ausgestattet. Der ist besonders dann praktisch, wenn Sie preisgünstig in Hotels, an Flughäfen, in Bibliotheken oder Cafés an WLAN-Hotspot online gehen möchten. Die gute Netzabdeckung mit lokalen Hotspots hilft aber wenig, wenn Sie auch unterwegs, beispielsweise in der Bahn oder in Gebäuden ohne Hotspot einen Internetzugang benötigen.

Öffentliche Hotspots entsprechen in der Regel dem Standard IEEE 802.11 g, der auch von den meisten Notebooks unterstützt wird. Wenn Ihr Notebook noch einen WLAN-Adapter nach IEEE 802.11 b nutzt, müssen Sie den nicht unbedingt ersetzten: Er kann, allerdings gegenüber dem neueren Standard mit reduzierter Geschwindigkeit, problemlos mit einem Hotspot nach IEEE 802.11 g kommunizieren. Einziges Problem: Ältere Notebooks enthalten mitunter WLAN-Adapter nach dem nicht kompatiblen Standard IEEE 802.11 a. In diesem Fall rüsten Sie das Notebook am besten mit einer Erweiterungskarte auf, wie im Artikel Aufrüsten ohne Schraubenzieher erklärt.

Mobil surfen mit UMTS / HSDPA
Im Vergleich zur Nutzung von WLAN ist das Surfen unterwegs per Mobilfunk meist kostspieliger. Üblicherweise müssen Sie dazu zunächst Ihr Notebook aufrüsten, denn bisher verfügen nur wenige Notebook-Modelle ab Werk über ein internes UMTS-Modul. Die Mobilfunkanbieter und deren Vertragspartner bieten häufig so genannte „Surfsticks“ an. Das sind USB-Stecker, in die Sie die SIM-Karte des Anbieters einlegen. Der Stecker wird dann einfach in einen freien USB-Port gesteckt.

Gerade unterwegs praktischer sind allerdings PC-Cards oder ExpressCards, die fast vollständig im entsprechenden Slot Ihres Notebooks verschwinden. Im Handel kosten Surfsticks und Erweiterungskarten zwischen 70 und 100 Euro, in Kombination mit einem entsprechenden Mobilfunkvertrag sind sie aber oft schon für einen Euro oder sogar kostenlos zu bekommen.

Wollen Sie sich diese Anschaffung ersparen, bleibt als letzte Alternative Ihr Handy. Die meisten Mobiltelefone von der Mittelklasse an aufwärts lassen sich als Modem einsetzen. In Verbindung mit dem Notebook werden sie dann per USB-Kabel oder drahtlos über Bluetooth verbunden. Ärgerlich: Ausgerechnet beim iPhone hat T-Mobile die Anbindung von Notebooks, die auch als „Tethering“ bezeichnet wird, in seinen Tarifen untersagt und technisch unterbunden.

Beim Surfen über das Mobilfunknetz variieren die Geschwindigkeiten allerdings erheblich: Stehen im Idealfall 7,2 Megabit pro Sekunde im UMTS-Netz zur Verfügung, fällt die Geschwindigkeit steil ab, wenn die Verbindung mangels Verfügbarkeit schneller Dienste wie UMTS oder EDGE auf eine klassische GPRS-Verbindung zurückgefahren werden muss. Wenn Sie den mobilen Internetzugang überwiegend an einem bestimmten Ort nutzen möchten, erkundigen Sie sich am besten vorher, ob dort UMTS oder EDGE zur Verfügung stehen. Aber auch die Verfügbarkeit von UMTS allein garantiert noch keine schnelle Verbindung: Der Standard selbst sieht nur eine Übertragungsrate von 384 Kilobit pro Sekunde vor, erst die Erweiterung HSDPA macht Übertragungsraten von derzeit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downstream möglich. Wer auf hohe Übertragungsraten angewiesen ist, macht deshalb derzeit um E-Plus und Mobilfunkanbieter, die dieses Netz nutzen, besser einen Bogen: Als einziger Netzbetreiber bietet E-Plus noch kein HSDPA an.

Eine nützliche Entscheidungshilfe sind die von den Netzbetreibern veröffentlichten Netzabdeckungskarten. Darauf sehen Sie auf einen Blick, wo Sie beim jeweiligen Anbieter mit einer schnellen Netzverbindung rechnen dürfen, und wo eher nicht.

Datentarife - Vorsicht, Kostenfalle Ausland!
Wollen Sie dauerhaft über das Mobilfunknetz surfen, ist die wirtschaftlich sinnvollste Variante die Anschaffung eines vom Netzbetreiber subventionierten Surfsticks oder einer entsprechenden Erweiterungskarte. Die bekommen Sie in Kombination mit einem speziellen Mobilfunkvertrag, oder einer im Einzelfall günstigeren Prepaid-Lösung speziell für die Datenübertragung. Solche Angebote finden Sie bei Mobilfunkanbietern wie O2, Vodafone und T-Mobile. Die Kosten liegen derzeit bei 20 bis 40 Euro pro Monat, die teuersten Pakete bieten zeitlich und volumenmäßig unbegrenzten Internetzugang per UMTS mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde.

Wenn Sie das Angebot eines deutschen Mobilfunkanbieters im Ausland nutzen, fallen allerdings zusätzlich erhebliche Roaming-Kosten an, die schnell Ihre Handy-Rechnung explodieren lassen. Deutlich günstiger wird es, wenn Sie sich im Ausland die Prepaid-Karte eines örtlichen Mobilfunkanbieters zulegen und das Internet über diese nutzen.

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