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  3. Microsoft Windows 10: Redstone-Update bringt wohl ARM64-Unterstützung

Microsofts nächstes großes Versionsupdate für Windows 10 trägt den Codenamen Redstone und wird das Universal-Betriebssystems offenbar mit ARM64-Prozessoren kompatibel machen. Das lässt sich jedenfalls aus einer Stellenausschreibung herauslesen.Bildquelle: Microsoft
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Für High-End-Smartphones und Server: Das kommende Windows 10 Redstone scheint endlich auch ARM64-Prozessoren zu unterstützen.

Microsoft arbeitet bereits eifrig am nächsten großen Versionsupdate für sein Universal-Betriebssystem Windows 10. Vorliegenden Informationen nach lautet der interne Codename für diese kommende OS-Version Redstone. Bislang ist leider überwiegend unklar, welche Neuerungen Redstone im Detail sowohl unter der Haube als auch für die Benutzeroberfläche mitbringen wird, aber zumindest für ein neues Feature gibt es jetzt recht eindeutige Hinweise. So soll Windows 10 Redstone unter anderem Unterstützung für ARM64-Prozessoren mitbringen.

Fachkundige Leser werden wissen, dass in Microsofts aktuellen Flaggschiff-Smartphones, dem Lumia 950 und dem Lumia 950 XL, zwar Qualcomm-Chips stecken, die zur ARM64-Familie gehören und damit 64-Bit-Instruktionen verarbeiten können, doch bietet das auf den Geräten laufende Windows 10 Mobile (Threshold 2) derzeit nicht die passende Code-Basis, um dieses Potential auch nutzen zu können. Um mit Apples iOS und Googles Android auf technologischer Ebene gleichzuziehen, besteht hier also Handlungsbedarf für Microsoft.

Falls alles für die Redmonder nach Plan läuft, sollte Windows 10 für 64-Bit-fähige ARM-Prozessoren schon bald Realität sein. Aktuell sucht Microsoft nämlich nach einem erfahrenen Entwickler, der dabei helfen kann, die Arbeiten an der ARM64-Unterstützung für Windows 10 abzuschließen. Davon abgesehen geht aus der Stellenausschreibung hervor, dass dieses Feature nicht nur für Smartphones, sondern über alle Gerätekategorien hinweg geplant ist. So ist also beispielsweise künftig ein Windows-Server mit ARM64-CPUs vorstellbar.

Die Möglichkeit, 64-Bit-ARM-Code auf Windows-Geräten auszuführen,würde diverse Vorteile mit sich bringen. Zum einen könnten solche Geräte sinnvoll mit deutlich mehr Arbeitsspeicher als bislang ausgestattet werden, zum anderen ist unter gewissen Anwendungsszenarios auch mit Leistungssteigerungen und/oder effizienterer Akku-Nutzung zu rechnen.

Zusätzlich zu all dem ist eine kürzlich entdeckte Microsoft-Dokumentation sehr interessant, die nahe legt, dass die Arbeit am Redstone-Update auch Windows 10 Mobile für x86-Prozessoren hervorbringen wird. Damit wäre Microsofts Mobil-Betriebssystem mit stink normalen Win32-Anwendungen kompatibel, was die App-Problematik für die Plattform etwas lindern könnte. Direkt auf dem Smartphone hätte die Möglichkeit zur Ausführung von solchen Programmen zwar in den allermeisten Fällen keinen Nutzen, mit Blick auf die Continuum-Funktion von Windows 10 Mobile sind allerdings gerade im Business-Sektor durchaus sinnvolle Anwendungsfälle vorstellbar. Ein imaginäres Surface-Smartphone mit Intel-Prozessor und reichlich RAM könnte dann wahrscheinlich für so manchen Anwender als vollwertiger PC-Ersatz dienen.

All die derzeit kursierenden Informationen zusammengenommen lässt sich abschließend festhalten, dass wir sehr wahrscheinlich schon in wenigen Monaten mehr darüber wissen werden, was sich Microsoft für Windows 10 Redstone alles hat einfallen lassen. Zusätzlich zu den regelmäßig eintrudelnden Neuigkeiten aus dem Windows Insider Programm dürfte es nämlich spätestens zur Entwicklerkonferenz Build 2016, die Ende März stattfindet, erste offizielle Infos zu diesen und vielen weiteren Themen geben.

Quelle: Microsoft #1, Microsoft #2

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