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  3. Microsoft: Windows 10 Pro erlaubt Update-Verzögerung um bis zu vier Monate

Microsoft Windows 10Bildquelle: Microsoft
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Windows 10: Nutzer der Pro-Edition haben die Möglichkeit, Funktions-Updates um bis zu vier Monate zu verzögern.

Microsoft hat mit der Markteinführung von Windows 10 auch seine Strategie für die Verteilung von Updates komplett überdacht. Windows wird nun als Service betrachtet, an dem kontinuierlich weiterentwickelt wird und der dann neue Features bekommt, wenn diese fertig sind. Die Veröffentlichung von großen Windows Service Packs und - höchstwahrscheinlich - von neuen Windows-Versionen alle paar Jahre sollte daher schon bald nur noch eine Erinnerung an die Vergangenheit sein. Für den Prozess der Update-Verteilung in Windows 10 hat diese Strategie allerdings ebenfalls weitreichende Implikationen. Wie in den vergangenen Wochen bereits vielfach diskutiert, bekommen Nutzer von Windows 10 Home neue Updates immer sofort bei Erscheinen und ohne Möglichkeit, die Installation zu verhindern. Anwender mit einem PC, auf dem Windows 10 Pro läuft, haben hingegen zumindest die Option, das Einspielen von Updates hinauszuzögern. Wie lange dies möglich ist erklärte jüngst Michael Niehaus, seines Zeichens Senior Product Marketing Manager für Windows bei Microsoft, in einem Schulungsvideo, Das berichtet heise online.

Gemäß den Erläuterungen von Niehaus ist es so, dass Privatanwender die Installation von Updates in Windows 10 Pro im Vergleich zu Windows 10 Home um maximal vier Monate nach hinten verschieben können. Dazu muss in den Einstellungen unter "Update und Sicherheit > Windows Update > Erweiterte Optionen" die Schaltfläche "Upgrades zurückstellen" aktiviert werden.

Speziell für Unternehmen hält Microsoft zusätzlich eine Ausnahmeregelung bereit. Diese sieht vor, den Zeitraum, den sich Updates in Windows 10 Pro hinauszögern lassen, auf maximal ein Jahr zu verlängern. Um von der Ausnahmeregelung profitieren zu können, müssen Administratoren die Updates aber mit Hilfe von Werkzeugen wie dem Windows Server Update Services (WSUS) oder dem System Center Configuration Manager (SCCM) installieren. Werden Aktualisierungen über Windows Update eingespielt, kommen auch Unternehmen nicht über die viermonatige "Galgenfrist" für Windows 10 Pro hinaus.

Wenn im Unternehmensumfeld dennoch Bedarf besteht, das Einspielen von neuen Features noch länger als ein Jahr hinauszuzögern, müssen sogenannte LTSB-Editionen von Windows 10 genutzt werden, die allerdings nur im Rahmen von speziellen Verträgen mit Microsoft erhältlich sind.

Abschließend sollte noch angemerkt werden, dass es bei dieser Update-Thematik strikt um das Hinzufügen neuer Funktionen geht, was Microsoft jederzeit via Windows Update tun kann. Sicherheitsupdates werden in Windows 10 ohnehin ohne Verzögerung automatisch installiert.

Quelle: heise online, Microsoft

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