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Microsoft: Windows 10 Laptops mit ARM-SoC sind Marathonläufer (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Windows 10 für ARM: Microsoft hat in den letzten Monaten hinter den Kulissen viel Aufwand betrieben, um Windows 10 für Geräte mit ARM-basiertem Chipsatz anzupassen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Microsoft erstmals über Pläne gesprochen, Windows 10 Notebooks mit ARM-Prozessor auf den Markt zu bringen. Seither wurde unter anderem bekannt, dass die ersten dieser Geräte, die Ende 2017 auf den Markt kommen sollen, von einem Qualcomm Snapdragon 835 SoC angetrieben werden und dank eines in Windows 10 integrierten Emulators nicht nur moderne UWP Apps, sondern auch klassische Desktop-Anwendung ausführen können. Nun zeichnet sich außerdem eines der potentiell wichtigsten Features dieser ARM-basierten Notebooks ab: Eine lange Akkulaufzeit.

Zu den Herstellern, die derzeit die Markteinführung eines Windows 10 Laptops mit einem Snapdragon 835 SoC vorbereiten, gehören die Hersteller Asus, HP und Lenovo. Während einer Veranstaltung von Qualcomm in Hong Kong sprachen laut eines Berichts von Trusted Reviews sowohl der Chiphersteller als auch Microsoft über die Vorzüge der kommenden Geräte hinsichtlich Energieeffizienz. Dank des für Mobilgeräte konzipierten Snapdragon-Chipsatzes und Optimierungen von Windows 10 sollen die zu erwartenden Akkulaufzeiten verglichen zu gewöhnlichen Notebooks mit Intel-CPU auf dem Markt wahrlich bahnbrechend sein. Ein Microsoft-Verantwortlicher gab an, Testgeräte ließen sich „mehrere Tage“ ohne Wiederaufladen nutzen.

Wie aussagekräftig derlei Angaben sind, muss die Zukunft zeigen, doch sofern Windows 10 gut auf die Qualcomm-Hardware angepasst wurde und ausreichend dimensionierte Akkus Verwendung finden, erscheinen die Aussagen nicht abwegig - wenn auch etwas überdramatisiert. Bei moderater Beanspruchung der Hardware können aktuelle Android- und iOS-Geräte mit ARM-SoC und großem Akku durchaus vergleichbare Laufzeiten erreichen.

Aus Sicht von Microsoft ist all das aber freilich ein wichtiger Schritt weg von dem Debakel, als das sich vor einigen Jahren Windows RT entpuppt hatte, hin zu einer neuen Plattform, die - zumindest auf dem Papier - in Sachen Features direkt mit Mobilgeräten aus dem Google- oder Apple-Ökosystem konkurriere kann, ja diese möglicherweise gar in der ein oder anderen Disziplin aussticht. Für langjährige Windows-Nutzer dürfte zudem besonders wichtig sein, dass auf diesen kommenden Notebooks im Gegensatz zu Geräten mit Windows RT auch klassische Desktop-Anwendungen genutzt werden können.

Trotz dieser Anmerkungen von Microsoft und Qualcomm in Hong Kong sowie dem näher rückenden Ende des Jahres 2017 ist gegenwärtig nicht bekannt, wann genau die Unternehmen die ersten ARM-basierten Laptops tatsächlich auf den Markt bringen werden. Zudem wird es spannend sein, herauszufinden, wie die Performance dieser Geräte bei Nutzung anspruchsvollerer Desktop-Anwendungen ausfällt.

Quelle: Trusted Reviews

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