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Microsoft: Windows 10 Home & Pro erhalten bald neuen S Mode (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Erfolglos: Microsoft räumt nun ein, Windows 10 S, das unter anderem auf dem Surface Laptop ab Werk vorinstalliert war, habe unter Kunden und PC-Herstellern für Konfusion gesorgt.

Nach den zuletzt getätigten Aussagen auf Twitter ist Microsoft-Manager Joe Belfiore heute nun in einem aktuellen Beitrag auf dem offiziellen Windows-Blog noch einmal im Detail auf die Pläne des Softwareriesen eingegangen, Windows 10 S zugunsten eines speziellen „S Mode“ für alle anderen existierenden Windows 10 Ausgaben aus dem Programm zu nehmen. In dem Artikel gesteht Belfiore unter anderem ein, dass Windows 10 S in der im Mai 2017 vorgestellten Form, für Verwirrung sowohl unter Endkunden als auch Hardware-Partnern Microsofts sorgte. Genau dieser Verwirrung will das Unternehmen demnächst mit einem Strategiewechsel entgegentreten.

Windows 10 S wurde im vergangenen Jahr als zusätzliche Windows 10 Variante zu Home, Pro, Enterprise und Co. auf den Markt gebracht. Die 10 S Version entspricht dabei weitestgehend Windows 10 Pro, allerdings lassen sich darauf ausschließlich Programme aus dem Microsoft Store herunterladen und installieren. Nicht zuletzt aufgrund der nichtssagenden Bezeichnung ist jedoch exakt dieser Umstand für die allerwenigsten Nutzer ersichtlich, was wiederum PC-Hersteller davor abschreckte, überhaupt einen neuen Rechner mit 10 S auszuliefern.

Laut Belfiore will Microsoft diesen für alle involvierten Seiten unbefriedigenden Zustand schon sehr bald durch einen brandneuen Schachzug auflösen: Nicht erst im nächsten Jahr, so wie es ein Tweet des Manager jüngst suggeriert hatte, sondern bereits mit Erscheinen des für April 2018 erwarteten nächsten großen Windows 10 Updates werden Kunden die Möglichkeit haben, sich für einen neuen PC mit Windows 10 Home oder Pro zu entscheiden, auf dem der sogenannte S Mode aktiviert ist. Hinsichtlich der Funktionsweise wird sich Windows 10 im S Mode aber nicht von Windows 10 S unterscheiden. Der alleinige Grund für die Existenz dieser speziellen OS-Fassung beziehungsweise -Funktionsweise ist ja, dass Microsoft zumindest einen Teil der Nutzergemeinde dazu bewegen möchte, Applikationen ausschließlich aus dem Microsoft Store zu beziehen. Dies soll selbstverständlich zum einen - im Laufe der Zeit - den Store bedeutend aufwerten und dem Konzern somit mehr Einnahmen bescheren, zum anderen aber auch zur Erhöhung von Sicherheit und Performance von Windows 10 PCs beitragen.

Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich nicht sagen, wieso sich Microsoft weniger Konfusion unter Kunden und Hardware-Partnern allein davon verspricht, Windows 10 S in der gegenwärtigen Form einzustampfen, dessen kontrovers gesehene Eigenschaften aber in einen Betriebsmodus für Windows 10 Pro und Home zu packen. Wirklich fruchten dürfte diese Maßnahme nur dann, wenn der Softwareriese Kunden schon direkt beim ersten Start eines neuen PCs exakt erläutert, welche Vor- und Nachteile es mit sich bringt, den S Mode für Windows 10 zu aktiveren. Zudem wäre es wohl von großem Vorteil für die Akzeptanz des S Mode, wenn der Nutzer selbst zwischen diesem und dem „klassischem“ Funktionsmodus des Betriebssystems gewissermaßen jederzeit sowie ohne langwierigen Prozess umschalten könnte.

Was dank den Ausführungen von Belfiore bereits feststeht, ist aber, dass Microsoft Nutzern beim Wechsel zwischen dem neuen S Mode und dem klassischen Funktionsmodus immerhin keine finanzielle Hürde stellen wird. Dem Microsoft-Manager nach wird es Anwendern ganz unabhängig von der installierten Windows 10 Version möglich sein, kostenlos vom S Mode in den klassischen Modus zu wechseln. Damit vermeidet das Unternehmen also in jedem Fall schon mal die Diskussion unter Kunden darüber, dass es nur gegen Aufpreis die „vollständige“ Windows-Erfahrung gebe. Es bleibt dennoch abzuwarten, wie PC-Hersteller auf die neue Strategie reagieren, und ob es künftig vermehrt Unternehmen wagen werden, Windows 10 Home oder Pro mit ab Werk aktiviertem S Mode auszuliefern.

Quelle: Microsoft