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Nur noch ein Windows 10 für alle GeräteBildquelle: notebookinfo.de | rk
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One Windows: Eine Plattform vom embedded Chip bis zum Heim PC

Im September 2014 hat Microsoft Windows 10 mit einer ersten Ankündigung primär für das Geschäftsumfeld vorgestellt, dieerneuten Ankündigung letzte Woche rückten nun auch die Endkunden und Konsumenten in den Mittelpunkt. Microsoft hat immer noch nicht spezifiziert, welche Windows Versionen (ob Pro, Ultimate, Enterprise) es genau geben wird, bietet jedoch jetzt schon die Technical Preview Version für Konsumenten zum Ausprobieren an. Das Windows Insider Programm ist auf das Sammeln von Feedback ausgelegt: „Warum wir Windows 10 schon jetzt vorstellen? Das Feedback schafft hohes Vertrauen. Es wird das am besten auf Qualität getestete Betriebssystem. Das gab es noch nie, das ist fast schon Open Source“, kommentierte Oliver Gürtler, Direktor Partner Strategy & Programs von Microsoft Deutschland den Schritt des Unternehmens.

Wichtig sind für Microsoft vor allem drei Punkte: Es soll unter der Überschrift „One Windows“ nur noch eine Plattform geben. Vom eingebetteten Chip in einer Waschmaschine des Internet of Things über Smartphones, Tablets, Notebooks bis zu Heim-PC erhalten Nutzer das gleiche Betriebssystem. Entwickler müssten Programme als sogenannte Universal Apps nur noch einmal entwickeln und erreichen sämtliche Formfaktoren über einen einzelnen Store. In diesem wird jetzt wieder vertikal statt horizontal gescrollt, führt Boris Schneider Johne (Enthusiast Marketing Manager Microsoft Deutschland) vor. Für 2-in-1 Geräte, Convertibles mit abnehmbarer Tastatur wie das Microsoft Surface Pro 3, soll das Continuum Feature Mobilität neu definieren. „Egal auf welches Ihrer Geräte Sie sich einloggen, Sie erhalten immer den aktuellen Stand“, betonte Oliver Gürtler auch die Synchronisation.

Keine Hürden dank Inplace Upgrade

Nutzer von Windows 7, Windows 8 oder Windows Phone werden innerhalb des ersten Jahres kostenfrei upgraden können. Wurde das Upgrade durchgeführt, werden dieGeräte auch nach dem 12-Monatszeitraum weiterhin kostenlos mit Updates versorgt. Bei Windows 10 handelt es sich um ein „Inplace Upgrade“. Das bedeutet, dass keine Neuinstallationen oder umständliche Importe nötig sind. Windows 10 wird alle Einstellungen und Programme des Vorgängerbetriebssystems ab Version Windows 7 einfach übernehmen.

„Auf Cortana sind wir besonders stolz“

Die Ausweitung des Sprachassistenten Cortana ist die wohl größte Neuerung von Windows 10. Leider muss man die Assistentin in der deutschen Version der Consumer Preview erst manuell aktivieren und die Systemsprache zudem auf Englisch umstellen. „Sie ist noch in der Ausbildung und manchmal etwaszickig“, so Schneider Johne. Wann mit einer deutschen Version zu rechnen ist, konnte uns Microsoft noch nicht sagen.„Die Vision ist nicht einfach nur einen Suchauftrag zu ersteilen sondern eine Assistentin, die die menschliche Sprache sehr viel besser versteht“.

Cortana wird tief ins System integriert und ersetzt nicht nur die Windows Suche, sondern liefert auch personalisierte Vorschläge bei Websuchen. Merkt die Assistentin anhand erster Buchstaben, dass man die Seite einer Airline ansurfen will, erscheinen in den Vorschlägen prompt Informationen zu einem bereits gebuchten Flug. Neben einer personalisierten Websuche liefert Cortana auch Karten, Sportergebnisse oder andere Informationen ähnlich dem Google Now Dienst für Android. Fragen nach dem Wetter, Erinnerungen per Sprachbefehl, Notizen konnten vorgeführt werden. Das System lernt automatisch durch Suchanfragen, Lokalisationsdienste und die Microsoft Suchmaschine Bing. Man kann für Cortana sehr viele Informationen preisgeben letztendlich „entscheiden aber die Anwender, das ist in Deutschland ein sehr wichtiger Punkt“, betont Microsoft den Umgang mit Daten. Cortana wird Zugriff auf Apps bekommen und kann auf Zuruf emailen oder twittern, einige Funktionen bleiben auch offline erhalten.

Das neue Startmenu und Continuum

Nicht minder wichtig für Microsoft ist das neue Startmenu, welches schon in einer sehr reifen Form in der aktuellen Vorabversion zu finden ist. Sowohl Windows 7 als auch Windows 8 Nutzer, die innerhalb des ersten Jahres nach Release von Windows 10 kostenfrei upgraden dürfen, sollen sich schnell zurechtfinden. „Windows 10 sollte jeden glücklich machen“, so das Unternehmen. Dafür wurde die von Windows 8 bekannte Kacheloberfläche mit den Livekacheln an das klassische Startmenu angehängt. Auf Wunsch oder per Tablet-Modus aktiviert, erscheinen die Kacheln auch im Vollbild. Der Tablet-Modus ist Teil des Continuum Features, welches die Benutzeroberfläche von Windows 10 anpasst – je nachdem ob es gerade auf einem Tablet oder PC/Notebooksystem läuft.

Das Microsoft Surface Pro 3 mit seiner andockbaren Tastatur eignet sich sehr gut, das Feature vorzuführen. Nimmt man die Tastatur ab, erscheinen die Kacheloberfläche, Fenster und die App-Übersicht im Vollbildmodus und sämtliche Eingaben sind touch-optimiert.

Der Spartan Browser und Office 2016

Für Windows 10 hat Microsoft einen komplett neuen Browser unter dem Codenamen Project Spartan entwickelt. Eine neue Browsing Engine und Benutzeroberfläche sollen für mehr Geschwindigkeit sorgen, dank verschiedener Betriebsmodi will Microsoft die Benutzerfreundlichkeit erhöhen. Spartan sei kein Ersatz für den Internet Explorer. „Warum dann ein neuer Browser? Weil man mit Windows 10 alles noch ein wenig einfacher und schneller erreichen soll“. Im Lesemodus sorgt eine ablenkungsfreie Darstellung ohne Werbung für eine bessere Aufnahme von Informationen. Eine Leseliste speichert markierte Favoriten auch die Lektüre ohne Internetzugang. Der Notizmodus soll einfaches kommentieren und weiterleiten ermöglichen.

Für produktive Tätigkeiten wird Microsoft in der zweiten Jahreshälfte 2015 auch eine neue Office Version herausbringen. „Office 2016 wird da sein, wo die Nutzer sind“, beschreibt Microsoft die Strategie der Touchoptimierung für alle Formfaktoren und eine nahtlosere Integration. Die Office Apps für Windows 10 erhalten eine exklusive Featurepalette mit Cortana, Bing und One Drive. „Windows und Office gehen Hand in Hand“, verspricht Microsoft.

Xbox App und DirectX12

Mit der Xbox App soll eine plattformübergreifende Zentrale für Gaming geschaffen werden. Alle Aktivitäten rund um Spiele werden zusammengefasst, Social Features wie High Scores, Videoaufnahmen von Spielzenen teilen, Kommentare und Freundeslisten sind zu finden. Die Software erlaubt auch Streaming von der heimischen Xbox auf den PC, bisher ist explizit der Heim PC genannt. Ob die Funktion auch für Notebooks oder gar Tablets kommen wird und mit welchen Mindestanforderungen das Streaming verbunden ist, wollte Microsoft auf Nachfrage noch nicht näher beleuchten. Was es auf jeden Fall geben wird: Einen plattformübergreifenden Multiplayer Modus, PC-Spieler werden in bestimmten Games gegen Xbox One Spieler antreten können.

Mit DirectX 12 hat Microsoft Erfahrungen aus dem Konsolengeschäft in eine neue Schnittstelle gefasst. Die grundlegende Überarbeitung ermöglicht eine Verdopplung der Effizienzvon Grafikdarstellungen. Das Feature Set wurde noch nicht komplett bekannt gegeben und DirectX 12 wird es nur für Windows 10 geben.

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