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Microsoft Surface Book 2 ist kein 2-in-1 und kommt im April (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Fragwürdig: Den neusten Gerüchten nach soll Microsoft bei der nächsten Generation des Surface Book auf ein 2-in-1-Design zugunsten niedrigerer Herstellungskosten verzichtet haben.

Nachdem es in der letzten Zeit etwas ruhiger zu neuen Surface-Produkten von Microsoft geworden war liegen nun frische Gerüchte zur nächsten Generation des Surface Book vor. Wie DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus Industriekreisen berichtet, soll die Serienproduktion eines offenbar Surface Book 2 genannten Geräts bereits angelaufen sein. Microsoft könnte das neue Modell also noch vor dem Ende dieses Monats oder Anfang April vorstellen.

Der Artikel von DigiTimes enthält zwar fast keine erhellenden Angaben zu Hardware-Details des Surface Book 2, bringt dafür aber ein potentielles Design-Merkmal des kommenden Mobil-PCs ins Spiel, mit dem wohl kaum jemand gerechnet haben dürfte. So soll es sich bei der neuen Generation des Surface Book nicht länger um ein 2-in-1-Gerät handeln, sondern vielmehr um ein klassisches Notebook („Clamshell Design“), also um einen ganz normalen Laptop ohne abnehmbare Tablet-Einheit.

Natürlich lässt diese Info in mehrerlei Hinsicht erst einmal aufhorchen. Microsoft soll sich hauptsächlich aus Kostengründen dafür entschieden haben die scheinbar den Preis nach oben treibende 2-in-1-Konstruktion beim Surface Book 2 zu streichen. Der hohe Preis, der für das seit Ende 2015 erhältliche Surface Book sowie dessen dezent überarbeite Neuauflage mit Performance Base fällig wird, habe nämlich zu einer relativ geringen Nachfrage geführt. Laut DigiTimes soll Microsoft im Jahr 2016 „nur“ rund 500.000 Exemplare des Surface Book verkauft haben. Durch die Design-Änderungen soll der Einstiegspreis für die zweite Generation demnächst nicht mehr bei 1499, sondern bei 1000 US-Dollar liegen.

Diese Ausführungen von DigiTimes klingen im ersten Moment zwar einigermaßen plausibel, bei genauerer Betrachtung ergeben sie allerdings nur bedingt Sinn. Es wäre sicherlich so, dass Microsoft mehr Exemplare vom Surface Book verkaufen würde, wenn der Preis niedriger wäre, aber diesen wirtschaftlichen Aspekt muss das Unternehmen doch auch schon vor über 1,5 Jahren bei den Planungen für die Markteinführung des ersten Surface Book berücksichtigt haben. Die Surface-Familie war allerdings von vorne herein als relativ hochpreisige, innovative Produktreihe konzipiert worden, deren wichtigste Eigenschaft das 2-in-1-Konzept darstellt. Wenn Microsoft ein schlichtes Notebook zum attraktiven Preis auf den Markt bringen wollte, hätte es das schon vor langer Zeit tun können.

Angesichts der von Microsoft bislang eingeschlagenen Marschroute für die Surface-Produkte sind also mehrere große Fragezeichen hinter die Aussagen des DigiTimes-Artikels zu setzen. Völlig abwegig sind die Spekulationen aber natürlich anderseits nicht. Zu bedenken ist nur, dass ein günstigeres Surface Book ohne Convertible-Eigenschaften erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Windows-Notebook-Markt haben könnte. Microsofts Hardware-Partner in diesem ohnehin hart umkämpften Geschäftsfeld wären sicherlich alles andere als glücklich darüber, wenn sich das Surface Book 2 wie von DigiTimes vorhergesagt im restlichen Jahr 2017 1,2 bis 1,5 Millionen Mal verkaufen würde. Vor allem dann, wenn dies in Kombination mit der zweiten Verkaufsprognose der Publikation betrachtet wird: Die Surface Pro Reihe, für die ebenfalls eine Aktualisierung ins Haus stehen müsste, soll gar eine Absatzmenge von bis zu 6 Millionen Stück in diesem Jahr erreichen.

In jedem Fall wird es in den nächsten Wochen erst einmal sehr spannend sein, zu beobachten, ob Microsoft die Vorstellung der 2017er Surface-Produkte tatsächlich wie beschrieben vornimmt, und wenn ja, welche Eigenschaften diese bieten. Terminlich würde die Präsentation neuer Hardware jedenfalls gut zur ebenfalls anstehenden Veröffentlichung des Windows 10 Creators Updates passen. Hinsichtlich technischer Details des kommenden Surface Book 2 nennt der DigiTimes-Artikel lediglich ein weiterhin 13,5 Zoll großes Display und ein hochwertiges Gehäuse aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung.

Quelle: DigiTimes

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