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  3. Microsoft stellt innerdeutsche Cloud-Strategie vor

Microsoft-CEO Satya Nadella in BerlinBildquelle: Microsoft
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Microsoft-Chef in Berlin: Satya Nadella persönlich kündigte heute die Microsoft-Cloud für Deutschland an.

Microsoft wird deutschen Kunden seine Cloud-Dienste künftig mit Hilfe von zwei neuen Rechenzentren in Frankfurt/Main und Magdeburg anbieten, wie Microsoft-CEO Satya Nadella heute höchstpersönlich in Berlin bekannt gab. Das Besondere an diesen Rechenzentren ist, dass sie nicht direkt von Microsoft selbst, sondern von der Deutschen Telekom als „Datentreuhändler“ betrieben werden und darin gespeicherte Daten nicht mit anderen Rechenzentren des Softwareriesen in den USA ausgetauscht werden. Auf diesem Weg will Microsoft in Zeiten von Safe Harbor und fortwährender Datenschutzdiskussionen noch mehr deutsche Unternehmen zur Nutzung der eigenen Cloud-Angebote bewegen beziehungsweise potentielle Sicherheitsbedenken bestehender Kunden ausräumen.

Den Aussagen von Nadella nach ist geplant, die beiden neuen, von dem Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, T-Systems, administrierten Datenzentren im zweiten Halbjahr 2016 in Betrieb zu nehmen. Zunächst sollen von dort Kunden mit den Angeboten der Cloud-Plattform Azure versorgt werden. Später will der Konzern dann auch andere Cloud-Dienste wie Office 365 und Dynamics CRM von Frankfurt/Main und Magdeburg aus betreiben. Kunden müssen sich allerdings explizit dafür entscheiden, Microsoft-Services aus deutschen Rechenzentren zu beziehen und den Zugang zu ihren Daten durch einen deutschen Datentreuhänder kontrollieren zu lassen. Die öffentlichen, privaten und hybriden Cloud-Lösungen will Microsoft zusätzlich wie bisher gewohnt anbieten.

Wer sich als Microsoft-Kunde dafür entscheidet, Daten nur noch aus den deutschen Rechenzentren zu beziehen, der kann darauf vertrauen, dass die Daten im Land bleiben, die Telekomtochter T-Systems die physikalische Hoheit über die Daten hat und diese nur unter Beachtung deutscher Rechtsprechung gespeichert und verarbeitet werden. Microsoft verkauft also wirklich nur seine Dienste.

Laut Microsofts Interims-Deutschlandchef Alexander Stüger ist diese neue Initiative als direkte Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Microsofts Cloud-Diensten hierzulande zu verstehen. Viele Unternehmen wollten bei Nutzung dieser Angebote jedoch nicht die Kontrolle über die eigenen Daten verlieren.

Quelle: Microsoft

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