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  3. Microsoft reagiert auf Kritik: Windows 10 Upgrade-Hinweis wird angepasst

Microsoft wird noch in dieser Woche eine überarbeitete Windows 10 Upgrade-Erfahrung für Windows 7 und 8.1 Nutzer ausrollen, die weniger missverständlich ist. Das berichtet The Verge.Bildquelle: Microsoft
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Windows 10: Microsofts kostenloses Upgrade-Angebot für das Betriebssystems läuft nur noch bis zum 29. Juli 2016.

Microsoft wird eigenen Angaben nach noch in dieser Woche ein überarbeitetes Benachrichtigungsfenster, das unter Windows 7 und 8/8.1 zum kostenlosen Upgrade auf Windows 10 auffordert, online schalten. Seit vergangenem Februar bewarb Microsoft das Upgrade auf sein neues Betriebssystem sehr aggressiv, was zwar einerseits zu inzwischen mehr als 300 Millionen aktiven Windows 10 Installationen führte, dem Softwareriesen aber andererseits auch teils heftige Kritik einbrachte. Die neue Upgrade-Benachrichtigung soll für Windows-Nutzer nun weniger missverständlich sein.

Laut einem Statement, das der Chef der Windows-Sparte, Terry Myerson, gegenüber der US-Publikation The Verge abgab, hat man bei Microsoft die Kritik an der Upgrade-Erfahrung vernommen und daran gearbeitet diese zu verbessern. In dieser Woche werde nun ein neuer Upgrade-Benachrichtigungsdialog ausgerollt, der dem Nutzer übersichtlich drei Auswahlmöglichkeiten anbiete, und zwar „Upgrade now“ (jetzt Upgrade durchführen), „Choose time“ (Upgrade-Zeitpunkt wählen) oder „Decline free offer“ (kostenloses Upgrade-Angebot ablehnen).

Das große Problem bei der bislang in diesem Jahr von Microsoft verwendeten Upgrade-Erfahrung war, dass das automatische Upgrade auf Windows 10 vom System selbst dann geplant wurde, wenn der Nutzer einfach nur das rote „X“ in der rechten oberen Fensterecke anklickte. Dieses Verhalten führte natürlich zwangsläufig zu dem ein oder anderen völlig verdutzten Nutzer, der sich quasi "über Nacht" mit einem völlig neuen Betriebssystem konfrontiert sah. Kürzlich kam es dann sogar soweit, dass eine Unternehmern in den USA gemäß Angaben der Seattle Times von Microsoft 10.000 US-Dollar Entschädigung erhielt, da sich ihr Arbeits-PC ungewollt auf Windows 10 aktualisierte und ihr dadurch Einnahmeausfälle entstanden waren. Ob Microsoft noch weitere solche juristischen Auseinandersetzungen ins Haus stehen, ist derzeit unklar.

Abschließend noch ein Hinweis: Alle Windows 7 und Windows 8.1 Nutzer, die sich unabhängig von dieser moralisch nicht ganz einwandfreien Praxis Microsofts in den letzten Monaten Windows 10 zum Nulltarif sichern möchten, sollten sich nun langsam aber sicher beeilen. In rund einem Monat, am 29. Juli 2016, wird das kostenlose Upgrade-Angebot für das Betriebssystem auslaufen. Ab dem 30. Juli wird der Softwareriese also vermutlich rund 100 Euro für eine entsprechende Lizenz verlangen.

Quelle: The Verge, Seattle Times

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