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Microsoft räumt ein: Windows 10 Upgrade-Werbung war zu aggressiv (Bild 1 von 1)Bildquelle: notebookinfo.de
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Windows 10: Microsoft wollte sein neues Betriebssystem Kunden im ersten Jahr sprichwörtlich in den virtuellen Rachen schieben.

Microsoft hat seit der Markteinführung von Windows 10 im Juli 2015 bis zum Erscheinen des Anniversary Updates im vergangenen Sommer reichlich Kritik für die aggressive Bewerbung des kostenlosen Upgrade-Angebots für Besitzer älterer Windows-Versionen einstecken müssen. Zurecht! Nicht zuletzt, weil die ohne entschiedenes Eingreifen des Nutzers fortwährend auftauchende Upgrade-Benachrichtigung schlicht und einfach sehr nervig sein konnte. Nun hat auch endlich einmal ein Microsoft-Manager öffentlich eingeräumt, dass die Maßnahmen, die Nutzer zum Windows 10 Umstieg verleiten sollten, teils zu aufdringlich gewählt waren.

In einer aktuellen Folge des Podcasts "Windows Weekly", der regelmäßig auf TWit.tv läuft, war der Marketing-Chef von Microsoft, Chris Capossela, höchstpersönlich als Gast zugegen. Im Gespräch mit den Moderatoren gab Capossela zu verstehen, dass er und sein Team sich intensiv mit der Kritik von Nutzern, Presse und Behörden auseinandergesetzt und dabei viel gelernt hätten.

Das Fass der Negativität rund um das Upgrade-Angebot war fast zum Überlaufen gekommen als Microsoft unter Windows 7 und 8.x ein Hinweis-Fenster schaltete, bei dem das Anklicken des "X" in der rechten oberen Ecke, einer Aktion also, die unter Windows gemeinhin zum einfachen Schließen einer Anwendung dient, der Einwilligung zum Download und Installationsstart des Windows 10 Upgrades entsprach. Diese Entscheidung brachte Microsoft sogar eine Abmahnung ein und musste vom Unternehmen schlussendlich wieder zurückgenommen werden. Bis zum Ende des kostenlosen Upgrade-Angebots im Juli 2016 gab es danach ein überarbeitetes Hinweis-Fenster mit einer weniger irreführenden Nutzerführung.

Trotz der Fehltritte in der Umsetzung und der Kritik rechtfertig Capossela aber die vom Softwareriesen initiierten Maßnahmen grundsätzlich. Für Microsoft sei es wichtig gewesen, möglichst viele Kunden möglichst rasch auf Windows 10 zu bringen, und das nicht allein aus geschäftlichen Gesichtspunkten, sondern vor allem auch wegen der Sicherheitsaspekte. Rückblickend auf das kurz vor dem Ende stehende Jahr sieht der Microsoft-Manager außerdem erhebliche Fortschritte seines Marketing-Teams in der Handhabe der Windows 10 Upgrades (zunächst noch kostenlos beziehungsweise seit Sommer - zumindest offiziell - kostenpflichtig) und darüber hinaus.

Quelle: TWit.tv (Windows Weekly)

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