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  3. Microsoft Lumia: Verkaufszahlen eingebrochen, Zukunft ungewiss

Microsoft hat die Börse zwar jüngst mit einem sehr ordentlichen Quartalsbericht beglückt, die daraus hervorgehenden aktuellen Absatzzahlen der Lumia-Smartphones zeichnen für diese jedoch ein düsteres Bild.Bildquelle: Microsoft
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Wenig Biss: Bislang ist auch die Lumia 950 Reihe mit Windows 10 Mobile kein Erfolg für Microsoft.

Microsoft hat kürzlich den Geschäftsbericht für sein zweites Fiskalquartal 2016 vorgelegt. Daraus gehen sehr gut gute Zahlen für das Cloud-Geschäft des Unternehmens hervor, was die Börse auch mit einem ordentlichen Kursanstieg des Unternehmens honorierte. Speziell mit Blick auf Microsoft-Hardware war außerdem das Geschäft mit Surface-Produkten ein Highlight in der Quartalsbilanz, ganz anderes sieht es da allerdings mit dem Smartphone-Geschäft aus. Die Absätze der Lumia-Smartphones haben einen neuen Tiefpunkt erreicht und es sieht ganz so aus als würden sich langsam aber sicher auch die treuesten Windows-Phone-Fans von Microsofts Mobil-Plattform abwenden.

Die von Nokia eingekaufte Lumia-Sparte liegt im Sterben. Vor rund fünf Jahren wollte Microsoft mit Windows Phones eigentlich eine erstzunehmende Alternative für Android-Geräte und Apples iPhone-Reihe auf dem Markt etablieren, aber das scheint trotz der jüngsten Bemühungen mit Windows 10 Mobile und den neuen Flaggschiffen Lumia 950 und Lumia 950 XL ein bestenfalls utopisches Ziel. Microsoft verkaufte im vergangenen Quartal nur noch 4,5 Millionen Lumia-Geräte, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal (10,5 Millionen Lumias) einem Rückgang von 57 Prozent entspricht. Niemand sollte sich hier etwas vormachen: Selbst wenn der Absatzrückgang nicht so eklatant ausfallen würde, wäre es zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte der Kommunikationstechnologie nicht genug, um das Geschäft mit Windows Phones für Microsoft zu einem rentablen zu machen.

Laut Analystenzahlen haben Microsoft und Nokia gemeinsam in den letzten fünf Jahren rund 110 Millionen Windows Phones verkauft. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wurden 4,5 Milliarden iOS und Android Geräte abgesetzt. Allein im letzten Quartal wurden laut den Marktforschern von IDC 400 Millionen Smartphones verkauft, was unter Berücksichtigung der oben genannten Zahlen bedeutet, dass Lumia-Smartphones nur 1,1 Prozent all dieser Geräte ausmachten. Zudem heißt dies, Lumia 950 und Lumia 950 XL sind bislang alles andere als ein Verkaufserfolg. Wenig hilfreich ist für Microsoft davon abgesehen, dass Windows 10 Mobile noch immer diverse Bugs aufweist und ganz einfach noch nicht fertig ist.

Angesichts dieser Zahlen stellt sich unweigerlich die Frage, wie lange Microsoft noch an seiner Mobil-Plattform festhalten kann und will. Dazu passt, dass zuletzt sogar über das Ende der Lumia-Reihe spekuliert wurde. Zusätzlich gibt es aber auch Berichte, die besagen, das Unternehmen werde später in diesem Jahr ein Surface-Smartphone präsentieren. Dieses könnte von einem x86-Prozessor angetrieben werden und durch erweiterte Continuum-Funktionalität versuchen, Kunden - in erster Linie aus dem Business-Sektor - anzulocken. Jedoch klingt auch das im Augenblick alles andere als ein zuverlässiges Gerücht. Die Zukunft muss also zeigen, welche Schritte Microsoft im Smartphone-Geschäft unternimmt - und welche nicht beziehungsweise nicht mehr.

Quelle: The Verge

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