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Microsoft HoloLens auf der Raumstation ISS im AllBildquelle: NASA
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Project Sidekick: Microsoft und die NASA bringen HoloLens zur ISS. Das AR-Headset soll im All getestet werden.

Microsoft hat einen Kooperationsvertrag mit der NASA geschlossen (Project Sidekick), als Teil dessen Astronauten der Internationalen Raumstation ISS unter anderem zwei Augmented-Reality-(AR)-Headsets des US-Softwareriesen erhalten werden. Die Geräte, die die Redmonder unter der Bezeichnung HoloLens vermarkten, sollen den Astronauten bei der Arbeit helfen. Vorstellbar ist ein Einsatz als Trainingshilfsmittel oder auch Forschungsinstrument.

Am heutigen Sonntag werden die beiden AR-Headsets von Microsoft im Zuge einer Versorgungsmission zur ISS gebracht. Dort sollen die Astronauten dann zunächst einmal prüfen, ob die Gerätschaften im All überhaupt ordnungsgemäß funktionieren und inwiefern sie sich tatsächlich bei den verschiedenen Aufgaben dort unterstützend einsetzen lassen.

Sofern die ersten Test erfolgreich verlaufen, hat die NASA in Zusammenarbeit mit Microsoft zwei verschiedene Einsatzmodi für HoloLens im Blick. Beim sogenannten „Remote Expert Mode“ bekommt ein Mitarbeiter in der Bodenstation live über Skype angezeigt, was der Astronaut auf der ISS durch die HoloLens sieht. Auf diese Weise können die Experten am Boden den Astronauten im All Anleitungen zur Lösung besonders komplexer Aufgaben geben. Den Angaben der NASA nach werden solche Anweisungen bislang in geschriebener oder gesprochener Form übermittelt.


Der zweite geplante Modus nennt sich „Procedure Mode“, bei dem die von Microsoft mehrfach bei HoloLens-Demonstrationen gezeigten Hologramme zum Einsatz kommen. Laut vorliegender Informationen sollen Astronauten so dank HoloLens beispielsweise Erklärungen zu bestimmten Objekten oder Werkzeugen während der Bewältigung einer Aufgabe eingeblendet bekommen. Beide Einsatzmodi zielen also im Grunde darauf ab, Astronauten der ISS effizienter und interaktiver bei Ihrer Arbeit im All zu unterstützen. Sollte Project Sidekick ein Erfolg werden, könnte es also außerdem dazu führen, dass sich Trainingszeiten der Astronauten am Boden verkürzen lassen.

Auch wenn die beiden AR-Headsets von Microsoft jetzt zur ISS transportiert werden, wird es laut NASA voraussichtlich bis zum Ende des Jahres dauern bis die Astronauten alle nötigen Test mit Hard- und Software durchgeführt haben und HoloLens tatsächlich in der Praxis einsetzen können. Es ist allerdings bereits geplant, später noch mehr HoloLens-Exemplare zur Raumstation zu befördern. Zugleich wird auch auf der Erde weiter an den Einsatzmöglichkeiten und weiteren Verbesserungen des Projekts gefeilt.

Quelle: NASA

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