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Windows 10Bildquelle: Microsoft
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Windows 10: Ab dem Sommer für alle Geräteklassen

Während des ersten Jahres nach Release wird ein Upgrade auf Windows 10 kostenlos sein für Nutzer von Windows 8.1, Windows 7 und Windows Phone 8.1. Microsoft meint es ernst mit dieser revolutionären Iteration des Betriebssystems und möchte Windows 10 so schnell wie möglich verteilen. Bis zum Sommer müssen sich die Interessenten noch gedulden und können derweil die Technical Preview Version, welche nach und nach die neuen Funktionen bekommt, ausprobieren. Nächste Woche kommt eine neue Build von Windows 10 für Insider Programm-Mitglieder, Windows 10 für Smartphones kann man im Februar ausprobieren. Bisher wurde die Technical Preview 3 Millionen mal installiert und aus den über 800.000 Einsendungen von Feedback zieht Microsoft direkte Lösungen für die Entwicklung von Windows 10. "Jeder Kommentar wird gelesen, wir hören zu", erklären die Mitarbeiter in einem Werbefilm.

Zu den Neuerungen an der Oberfläche: Das Startmenü kehrt zurück mit zusätzlichen Live Kacheln, welche auch im Vollbild dargestellt werden können. Es wird ein Action Center geben (wischen von der rechten Seite aus) für Benachrichtigungen und Interaktionen mit den entsprechenden Apps. Dort kann man dann direkt auf Nachrichten etwa von Skype antworten, es gibt auch Schnellzugriffe auf Funktionen wie den Flugmodus. Die Systemsteuerung und die Settings wurden zusammengefasst und vereinfacht, mit dem Continuum Feature soll die Bedienung automatisch für Tablets, PCs oder den Wechsel der Betriebsmodi von 2-in-1s angepasst werden. Auf allen Geräten, von Smartphones bis zum Desktop-PC wird das gleiche Windows 10 laufen, Windows Phone und Windows werden also zusammengelegt. Es gibt auch nur noch einen App Store. Gezeigt wurde der Zusammmenschluss anhand einer Demo von Windows 10 auf dem Lumia 1520 Smartphone und einer witzigen Unterhaltung von Joe Belfiore mit der bisher auf Mobilgeräte beschränkten Assistentin Cortana.

Der persönlichste Assistent der Welt

Angeberisch berichtet Cortana, dass sie nun sieben Sprachen beherrscht. Beim Small Talk ahmt sie den Jedi Meister Yoda nach, sagt witzelnd voraus dass die Seattle Seahawks den Super Bowl mit 78 (einhalb) Punkten gewinnen und erkennt natürlich eine per Sprache diktierte Email an den Microsoft Vize Präsidenten. Cortana lernt aus dem Nutzerverhalten und der Cloud, in einer Art Notizbuch hat man Zugriff auf die gespeicherten, persönlichen Informationen und kann die Assistenten auch bestimmte Sachen "nicht wissen lassen". Cortana präsentierte zum Beispiel aktuelle Flugdaten von Joe Belfiores Frau noch während er die Webseite von Delta Airlines ansurfen wollte. Die Assistentin ist als universelle App teil von Windows 10 auf allen Geräten bis hin zur Xbox One, auch im neuen Spartan Browser findet sie Integration.

Der Nachfolger des Internet Explorer bekommt eine neue Engine, die "kompatibel zur Schreibweise des Internets ist" und der Browser ist in der Windows 10 Optik gehalten. "Lesen dominiert das Internet", dafür habe der Konzern einen speziellen Reading Mode implementiert. Spartan bekommt auch eine Leseliste, deren Inhalt für lange Flüge beispielsweise auch offline gespeichert wird. Auch die Interaktionsmöglichkeiten wurden ausgebaut, so können nun per Touch oder Stifteingabe Markierungen, Notizen und Kommentare wie in Word Dokumenten gemacht werden. Der Note Taking Mode soll eine "reichhaltige Leinwand für Gedanken sein und andere daran teilhaben lassen". Cortana wird der Technical Preview im Windows Insider Programm in den nächsten Monaten für verschiedene Länder hinzugefügt.

Xbox App für Windows 10

Phil Spencer führte die neue Xbox App vor. Die My GamesListe der App zeigte alle Spiele aller Devices die man führt, es gibt die bekannte Freundesliste mit deren Aktivitäten, plattformübergreifenden Sprach- und Textnachrichten und eine Aufnahmefunktion, die bis zu 30 Sekunden zurückreicht.Zu DirectX 12 betonte Microsoft die bessere Performance, besseres Power Management und 50% weniger Verbrauch gegenüber DX11 bei gleichzeitig gesteigerter Komplexität der Darstellung. Multiplayer wird plattformübergreifend funktionieren, zumindest mit einer Vorabversion von Fable Legends konnte auf PC und Xbox One zusammen gespielt werden. Jedes Windows 10 Gerät mit Internetverbindung wird in der Lage sein, wie eine Fernsteuerung von der heimischen Xbox One zu streamen.

Microsoft Surface Hub und Windows Holographic

Unter dem Motto "die Kraft der Gruppe entfesseln" stellte Microsoft auch ein neues Gerät vor. Der Surface Hub ist ein 84-Zoll Bildschirm mit 4K Auflösung, Multitouch und Multipen Funktionen und diversen Sensoren für den Einsatz in Meetings und Konferenzen. Kameras, Mikros und natürlich die Computerhardware sind untergebracht, diverse Apps auf dem Windows 10 wie Skype für Business und One Note sollen den Austausch auch mit Mitarbeitern im Außendienst erleichtern. Einen Preis für den riesigen Brainstorming Bildschirm haben wir noch nicht erfahren.

Richtiggehend "abgespaced" war die Vorstellung von Windows Holographic. Vorgeführt wurden die Augmented Reality Möglichkeiten in Verbindung mit der Virtual Reality Brille Microsoft Holo Lens. Dieses Headset beinhaltet neben HD-Linsen, Surround Sound, CPU, GPU sowie holographic processing unit auch Akku und Drahtlosmodule. In Zusammenarbeit mit der NASA und den Aufnahmen der Mars Sonde Curiosity kann Microsoft die Oberfläche des roten Planeten ganz einfach als virtuelle Realität auf die HoloLens projizieren. OnSite wird dieses Feature genannt. An Anwendungsbeispielen präsentierte Microsoft Ingenieure und Handwerker, Chirurgen und auch Spieler sowie Heimanwender.

Bei einer Vorführung haben wir auch das Tool Holo Built zu sehen bekommen, eine Art 3D-Version von Paint, das per Geste und Sprache gesteuert wird. Witzig war die Offenbarung, dass Microsoft Windows Holographic im Geheimen direkt unter dem Besucherzentrum entwickelt werden konnte, ohne dass Hinweise nach außen drangen.

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