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  3. Max Payne 3 im Notebook-Gamecheck

Schon sehr früh meldete die Fangemeinde Bedenken an: Die Lizenz für eine Fortsetzung der Third-Person-Shooter im Comic-Film Noir Stil wanderte vom finnischen Studio Remedy (Max Payne 1 & 2) zu Rockstar, den Machern der Grand Theft Auto Reihe.

Mit Erscheinen der dritten und neuesten Episode aus der tragischen und blutigen Max Payne Geschichte werden auch die eingefleischtesten Schmäher unter den Fans ruhiggestellt. Max Payne 3 bedient sich mit einer kinoreifen Erzählweise, lebendigen Charakteren, kompromissloser Bullet-Time Action und dem staubtrockenen, bitter-brutalen Protagonisten Max der Stärken der Vorgänger und verbindet diese mit zeitgemäßen Elementen wiedem Deckungsfeature, Detektivarbeit, mehr Interaktionen mit der Umgebungund nicht zuletzt einer detailreichen und aktuellen Grafik. Die Wartezeit auf unseren Gamecheck hat sich gelohnt, wir testen mit der neusten Version. Im Testparcours findet sich das ein oder andere, brandaktuelle Schmankerl.

Wir haben Max Payne 3 auf folgenden Systemen getestet:


Testszenario & Benchmark Ergebnisse
Für unseren Benchmark orientieren wir uns an den Kollegen von PC Games Hardware und wählen eine sehr fordernde Szene am Anfang des zweiten Kapitels. Max springt in Zeitlupe durch eine Scheibe vom VIP Bereich einer Diskothek auf die Tanzfläche. Mit dem Programm Fraps ermitteln wir 15 Sekunden lang die berechneten Bilder pro Sekunde (FPS). Da es in der Testszene im Vergleich zum Rest des Spiels von Lichtern und Figuren wimmelt, ist ein im Großen und Ganzenflüssiges Spielerlebnis ab einem Durchschnitt von 25 Bildern pro Sekunde gegeben.

Globale Detaileinstellungen
Max Payne 3 erlaubt eine Vielzahl von Detailstufen und bedient damit eine hohe Bandbreite von Notebooks. Um auch schwächeren Systemen eine Chance zu geben, wählten wir für die niedrigsten Einstellungen im Benchmark den älteren DirectX 9 Renderpfad, die Standard-Auflösung von 1.024 x 768 Pixel und minimale Details. Für mittlere Detaileinstellungen verwenden wir DirectX 10.1, eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixel und schalten alle Qualitätsmerkmale der Spielgrafik auf Normal. Bildverbesserungen wie Anti-Aliasing und Ambient Occlusion (Umgebungsverdeckung) bleiben aus. Trotz höherer Auflösung liefert uns der DirectX10.1 Renderpfad mit den gleichen Grafikeinstellungen oft geringfügig bessere Frameraten (FPS) als unser niedrigstes Preset. Für hohe Details bleibt die HD-Auflösung von 1.366 x768 Pixel, allerdings nutzen wir DirectX 11 und schalten die Grafikqualität auf Hoch. Zusätzlich aktivieren wir FXAA auf Hoch, 4x Anisotrope Filterung, SSOA (Screen Space Ambient Occlusion) und hohe Tessellierung. Für die allerhöchsten Einstellungen kommt die FullHD-Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel mit DirectX 11 Renderpfad und maximierten Detailstufen zum Einsatz. Nur auf MSAA (Multi Sampling Antialiasing) verzichten wir bei allen Tests. Wie bei GTA errechnet das Grafikmenu von Max Payne den Speicherbedarf für den dedizierten Videospeicher der Grafikkarte und lässt keine Einstellungen zu, welche in höheren theoretischen Bedarf resultieren.

Die Grafikqualität im Detail

Niedrig: DX9, 1.024 x 768, Vsync aus, Texturen: Normal, Shader: Normal, Schatten: Normal, Reflexionen: Normal, Wasser: Normal, FXAA: Aus, MSAA: Aus, AF: Aus

Mittel: DX10.1, 1.366 x 768, Vsync aus, Texturen: Normal, Shader: Normal, Schatten: Normal, Reflexionen: Normal, Wasser: Normal, FXAA: Aus, MSAA: Aus, AF: Aus

Hoch: DX11, 1.366 x 768, Vsync aus, Texturen: Hoch, Shader: Hoch, Schatten: Hoch, Reflexionen: Hoch, Wasser: Hoch, FXAA: Hoch, MSAA: Aus, AF: 4x, SSOA, Tessellierung: Hoch

Sehr Hoch: DX11, 1.920 x 1.080, Vsync aus, Texturen: Sehr Hoch, Shader: Hoch, Schatten: Sehr Hoch, Reflexionen: Sehr Hoch, Wasser: Sehr Hoch, FXAA: Sehr Hoch, MSAA: Aus, AF: 16x, HDOA, Tessellierung: Sehr Hoch

Welche Hardware für welche Detailstufen?
Max Payne 3 sieht auch in niedrigsten Einstellungen schon sehr gut aus. Dafür reicht die Kombination eines aktuellen Intel Core i7-3517U ULV-Prozessors mit einer Nvidia Geforce 640M LE Grafikkarte im Acer Aspire Timeline Ultra M5 oder ein vollwertiger Intel Core i5-3210M mit Nvidia Geforce GT 630M wie im Medion Akoya P6635. Eine integrierte Intel HD Graphics 4000 reicht weder im Falle der ULV Version (in Ultrabooks verbaut) noch in der vollwertigen Variante im Intel Core i5-3210M.

Eine diskrete Grafikkarte sollte es in jedem Fall sein. Niedrige und mittlere Detailstufen werden auch von der Trinity Plattform mit AMD A10-4600M Prozessor mit der Kombination aus integrierter AMD Radeon HD 7660G Grafikeinheit und dedizierter AMD Radeon HD 7670M Grafikkarte bewältigt. Noch immer hat AMD keine perfekte Treiberlösung gefunden. Wir registrieren in jeder Detailstufe Einbrüche bei der Bildrate, da es bei der Zusammenarbeit von integrierter und dezidierter Grafikkarte immer mal wieder hapert. Für hohe Detailstufen muss eine Geforce GT 650M im Notebook stecken. Die Maximaleinstellungen werden ab einer Nvidia Geforce GTX 675M beherrscht, die kleineren Karten wie die GTX 670M und GTX 660M fallen in fordernden Szenen recht deutlich unter die Spielbarkeitsgrenze von 25 Bildern pro Sekunde (FPS).

Empfehlungen der Redaktion (Stand 28.06.2012)
Das Acer Aspire 5755G bietet für 500 Euro schon eine recht passable Performance und ermöglicht das Spielerlebnis mit mittleren Grafikdetails dank Intel Core i5-2450M Prozessor und Nvidia Geforce GT 630M. Für nur 300 Euro mehr findet sich im MSI GE60 eine Intel Core i5-3210M CPU in Kombination mit Nvidia Geforce GT 650M Grafikkarte, mit der auch hohe Details spielbar sind. Eine Nvidia Geforce GTX 660M wie im Asus G75VW verbaut, schafft ein wenig mehr Puffer in Bezug auf minimale Frameraten an anspruchsvollen Stellen im Spiel.

Dieser reicht jedoch nicht für maximale Details. Für diese Stufe muss eine Geforce GTX 675M im Notebook stecken. Eine vernünftige Kombination mit Intel Core i7-3610QM und 500 GB Momentus XT Hybrid-Festplatte ist bei Schenker Notebooks für etwas mehr als 1.600 Euro im XMG P502 zu bekommen. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bietet jedoch die AMD Radeon HD 7970M. Für rund 30 Euro Aufpreis bei Schenker bringt die Karte ähnliche Frameraten.

Die ultimative und gleichzeitig mobile Power steckt im Schenker Notebooks XMG P502 Testgerät mit Intel Core i7-3720QM und Nvidia Geforce GTX 680M. Kein 15-Zoll Gerät kommt an diese Leistung heran. Das One Gaming M73-2N liefert bei gleicher Grafikkarte mit einem Extreme-Prozessor sogar noch mehr Anwendungsleistung. Das Alienware M18x mit zwei AMD Radeon HD 7970M Grafikkarten im Crossfire Verbund schlägt erwartungsgemäß alle Geräte im Testparcours. Selbst ein Dual-Monitor Setup mit der Auflösung von 3.840 x 1.080 Pixel und maximierten Details lief mit 54 Bildern pro Sekunde jederzeit flüssig. Eine einzelne HD 7970M erreichte schon spielbare 35 Bilder pro Sekunde.

Fazit
Max Payne 3 empfiehlt sich mit einer Vielfalt an Grafikoptionen für eine große Bandbreite an Notebook-Systemen. An den Prozessor werden keine allzu hohen Anforderungen gestellt, so dass schon Mittelklasse-Grafikkarten wie die Nvidia Geforce GT 630M mittlere Details locker bewältigen. Solche Notebooks sind schon ab 650 Euro erhältlich. Multimedia-Notebooks um die 800 Euro mit Nvidia Geforce GT 650M empfehlen sich für hohe Details und maximierte Einstellung können ab einer Nvidia Geforce GTX 675M beziehungsweise AMD Radeon HD 7970M Grafikkarte angewählt werden. Wer auf keinen Frame verzichten will fährt mit der Nvidia Geforce GTX 680M im Single-GPU-Stil derzeit am besten.

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