1. Startseite
  2. News
  3. MacBook Pro 2016: Consumer Reports gibt nun Empfehlung für neue Apple-Laptops

MacBook Pro 2016: Consumer Reports gibt nun Empfehlung für neue Apple-Laptops (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
Fotogalerie (1)
Apple: Seit der Markteinführung Ende 2016 dominieren die neuen MacBook Pro Modelle die Schlagzeilen. Die Geräte sind gut, aber sehr teuer und nicht frei von Kinderkrankheiten.

Auf die Kontroverse folgt die Entwarnung: Die US-Publikation Consumer Reports hat ihren Testbericht zur 2016er MacBook Pro Generation überarbeitet und gibt der kompletten Line-up nun eine Kaufempfehlung. Laut Consumer Reports hat zu dieser Entscheidung im Wesentlichen die Zusammenarbeit mit Apple beigetragen, durch die ein Bug im Webbrowser Safari aufgedeckt werden konnte, der bei der Testprozedur des Magazins zu fehlerhaften Akkulaufzeitmessungen geführt hatte. Apple habe diesen Fehler in der aktuellen Beta-Version von macOS Sierra korrigiert und nun funktionierten alle drei MacBook Pro Modelle gut, so die offizielle Aussage.

Mit der aktuellen macOS Beta (Version 10.12.3) erzielt die MacBook Pro Reihe den Angaben von Consumer Reports nach bei den Laufzeittests nun durchschnittlich höhere und vor allem konsistente Ergebnisse. Alle Modelle laufen bei dem speziellen Webbrowser basierten Test der Publikation im Schnitt sogar 5 bis 8 Stunden länger als es Apple angibt. Die Aussagekraft der Laufzeitmessung des US-Magazins sollte allerdings nicht allzu hoch eingestuft werden. Es handelt sich dabei augenscheinlich um einen wenig Hardware-fordernden und ausgeklügelten Test, der nur durch den Safari-Bug in macOS dermaßen viel Staub aufwirbeln konnte.


Consumer Reports hatte Apples 2016er MacBook Pro Reihe ursprünglich in einem kurz vor Weihnachten veröffentlichten Testbericht eine Empfehlung verwehrt. Das sorgte vor allem deshalb für Aufsehen, da die drei brandneuen Notebook-Modelle ohnehin schon wegen angeblich mangelnder Profi-Features und insbesondere der hohen Preise in der öffentlichen Kritik standen und die US-Publikation, die so etwas darstellt wie in Deutschland die Stiftung Warentest, noch niemals zuvor darauf verzichtet hatte, ein neues MacBook Pro zu empfehlen. Apple sah sich folglich genötigt auf die negativen Schlagzeilen zu reagieren.

Für Apple in dieser Angelegenheit spricht, dass das Unternehmen sich nicht dazu verleiten ließ, den ursprünglichen Bericht von Consumer Reports einfach zu verteufeln, sondern das Leistungsvermögen der eigenen Geräte zwar klar verteidigte, aber eben auch mit der Publikation kooperierte, um den unstimmigen Akkulaufzeitmessungen auf den Grund zu gehen. So konnte letztendlich der Fehler in Safari aufgedeckt werden.

Abschließend ist noch eine kurze Erläuterung zu dem Safari-Bugs, der die Laufzeitmessungen von Consumer Reports beeinträchtigte, nötig. Dieser Fehler wurde von Apple in der aktuellen Beta von macOS Sierra Version 10.12.3 gefixt. Die finale Fassung dieses Updates dürfte in einigen Tagen für alle Mac-Nutzer zum Download bereitstehen. Allerdings betraf der Bug ohnehin nur ein einziges, sehr spezielles und von einem normalen Nutzer eigentlich nicht anzutreffendes Anwendungsszenario: Wenn mit Hilfe des in Safari optional zuschaltbaren Entwicklermenüs der Cache des Webbrowsers deaktiviert wurde (was Consumer Reports bei seinen Tests tat), konnte das zu einem deutlich erhöhten Energieverbrauch auf den MacBooks führen.

Trotz der nun von Consumer Reports ausgesprochenen Empfehlung für die MacBook Pro Reihe sollte noch erwähnt werden, dass es sicherlich weiterhin Nutzer geben wird, die mit der Akkulaufzeit der Geräte hadern, da diese natürlich von vielerlei Faktoren abhängt, vorrangig der eingestellten Display-Helligkeit sowie der Beanspruchung der Hardware durch die gerade laufenden Anwendungen. Für alle 2016er Modelle, also das MacBook Pro 13 Zoll ohne Touch Bar (zu unserem Test geht's hier), das MacBook Pro 13 Zoll mit Touch Bar und das MacBook Pro 15 Zoll mit Touch Bar (unseren Test gibt's hier) sichert Apple eine Laufzeit von 10 Stunden mit einer vollen Akkuladung zu. Dieser Wert gilt laut Hersteller für die kontinuierliche Filmwiedergabe über iTunes oder das Surfen im Web.

Quelle: Consumer Reports

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.