1. Startseite
  2. News
  3. MacBook im Test: Das sagen die US-Kollegen zum neuen Apple Notebook

MacBook im Test: Das sagen die US-Kollegen zum neuen Apple Notebook (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
Fotogalerie (1)
Neuer Laptop aus Cupertino: Das MacBook soll noch mobiler als sein Air-Pendant werden und setzt auf einen neuen Formfaktor.

In den vergangenen Tagen hat überwiegend die US-amerikanische Fachpresse ihre Reviews zu Apples brandneuem MacBook mit 12 Zoll großem Retina-Display veröffentlicht. Fast parallel dazu feierte der kalifornische Hersteller vergangenen Freitagmorgen deutscher Zeit den internationalen Verkaufsstart des edlen Mini-Notebooks. Da das günstigste MacBook-Modell bereits mit rund 1450 Euro zu Buche schlägt und in den letzten Wochen diverse Fragen bezüglich Themen wie Leistungsfähigkeit und Akkulaufzeit im Raum standen, haben wir für alle Interessierten im Folgenden die wohl wichtigsten Erkenntnisse der Tester einiger der renommiertesten US-Publikationen zusammengetragen.

The Verge
Dieter Bohn von The Verge lobte das Industriedesign des MacBooks. Die hochwertige Verarbeitung, sein geringes Gewicht, die kompakte Größe sowie das hochauflösende Display überzeugten. Im Vergleich zum neuen Apple-Notebook fühle sich das MacBook Air an wie ein schweres, irgendwie hässliches Relikt aus alten Tagen mit einem durchwachsenen Bildschirm.


Nichtsdestotrotz will Bohn sein MacBook Air aber noch nicht auf den Sperrmüll werfen, sondern es vorerst weiter dem neueren Gerät vorziehen. Er begründet diese Entscheidung unter anderem mit der Tatsache, dass Apple dem MacBook mit Retina-Display nur einen einzigen USB-Typ-C-Anschluss spendiert hat. Diese einzelne Schnittstelle vernünftig nutzen zu können, erfordere viel zu viele Adapter, so Bohn. Darüber hinaus kritisierte der Tester auch die Leistungsfähigkeit des Core-M-Prozessors von Intel, der das MacBook antreibt. Dieser reiche zwar zur Bewältigung einfacherer Aufgaben, wie dem Surfen im Web oder Verfassen von E-Mails, aus, aber sobald die Anforderungen steigen würden, beispielsweise durch das Aufrufen diverser Applikationen und Browser-Tabs, leide die gesamte Systemperformance spürbar.

Aus Bohns Sicht sind aber all dies Kritikpunkte, die in nicht allzu ferner Zukunft keine oder bedeutend weniger Relevanz haben sollten, als noch heute.

Re/code
In ihrem Test des MacBooks stimmt Katherine Boehret von Re/code sehr ähnliche Töne an wie The Verge. Der neue Apple-Laptop sei aktuell zu speziell und zu teuer für die meisten Nutzer, was zum einen am Fehlen diverser Standard-Anschlüsse und eines SD-Karten-Slots liege, zum anderen am Einstiegspreis, für den man alternativ auch ein sehr gut ausgestattetes MacBook Air erhalte.

Von diesen Punkten abgesehen, bemängelt die Testerin von Re/code außerdem die Akkulaufzeit des MacBooks. Diese sei unter fordernden Bedingungen geringer ausgefallen als erwartet. In einem speziellen Akku-Test der Publikation kam das 12-Zoll-Notebook nur auf eine Laufzeit von etwas mehr als 5 Stunden, während das aktuelle MacBook Air 13 Zoll unter denselben Konditionen mit gut 10 Stunden auftrumpfte.
Boehret spricht dem neuen MacBook dennoch einen gewissen Charme für eine Käuferschicht zu, der der Preis mehr oder minder egal ist, und die in erster Linie ein besonders flaches, leichtes und somit unkompliziert und komfortabel mitzunehmendes Notebook sucht.

Mit Blick auf kommende Entwicklungen vermutet allerdings auch die Re/code-Testerin, dass das MacBook trotz seiner aktuellen Mängel die Zukunft repräsentieren könnte. Das erste MacBook Air sei 2008 ein ähnlich radikaler Schritt für die Branche gewesen, habe aber ebenfalls noch mit vielen Problemen zu kämpfen gehabt, die Apple dann im Laufe der Zeit korrigieren konnte.

Macworld
Der Tester der Macworld Jason Snell bezeichnete „Look and Feel“ des neuen MacBooks als fantastisch und lobte das Retina-Display sowie das nun auch auf unterschiedliche Druckstufen reagierende Force-Touch-Trackpad. In den Augen von Snell könnte jedoch die besonders flache Tastatur des Geräts für so manchen Nutzer ein Problem darstellen oder zumindest reichlich Eingewöhnungszeit bedürfen.

Ganz allgemein hält auch Snell das neue Apple-Produkt nicht geeignet für Leute, die einen Computer mit Erweiterungsmöglichkeiten und hoher Leistungsfähigkeit brauchen. In seinen Augen sind die Kompromisse, die Apple beim MacBook eingegangen ist, aber nachvollziehbar. Der Hersteller bekennt sich damit bereits jetzt klar zu neuen Technologien wie dem lüfterlosen Chassis-Design oder USB-Typ-C, die sich später vermutlich durchsetzen werden.

Wall Street Journal
Den Abschluss unseres Test-Überblicks macht der Artikel von Joanna Stern vom Wall Street Journal. Die Testerin warnt Leser davor, sich zu sehr von den zweifellos überzeugenden neuen Features wie dem Retina-Display oder dem Trackpad des MacBooks blenden zu lassen. Wie schon beim ersten MacBook Air 2008 habe nämlich auch Apples Neuvorstellung zu viele bedeutsame Unzulänglichkeiten.


Zu den in dem Wall Street Journal Testbericht genannten Problemen des MacBooks zählen die allgemeine Systemperformance, die Akkulaufzeit und das Fehlen von Standard-Anschlüssen. Genau wie die anderen Tester erwartet auch Stern, dass der leichte und flache Apple-Laptop in kommenden Iterationen immer besser werden wird. Für das Hier und Jetzt empfiehlt sie Anwendern aber, lieber mit anderen Notebooks Vorlieb zu nehmen, darunter Apples eigene Alternativen MacBook Air und MacBook Pro.

Quelle: The Verge, re/code, Wall Street Journal, Macworld

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.