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Lenovo Yoga Tablet 10: Erstes Hands-On, Einschätzung und Kommentar zum Multimode-Androiden (Bild 1 von 14)Bildquelle: notebookinfo | st
Fotogalerie (14)
Fotos: Ausführliches Bildmaterial zum Lenovo Yoga Tablet 10 und dem Keyboard Dock findet ihr in unserer Galerie.

Bei einem Preis von 299 Euro denkt man als Technik-Enthusiast natürlich erst einmal an Resterampen-Produkte mit Plastik-Gehäuse und eher magerer Leistungsfähigkeit. Lenovo schafft es allerdings genau hier deutlich hochwertiger anzusetzen und uns den „Aha“-Effekt ins Gesicht zu zaubern. Schließlich waren die Yoga Notebooks eine sehr gute Idee, doch für Couch-Surfer und Vielreisende oftmals zu klobig und schwer. Die Technologie auf ein Tablet zu adaptieren ist unserer Meinung nach eine sehr gute Idee. Und das ist dem chinesischen Unternehmen auch gelungen. Das Gehäuse fasst sich gut an und ist bis auf den Batterie-Zylinder extrem schmal gehalten. Beim Design hat man sich vom klassisch gefalteten Magazin inspirieren lassen. Man setzt also alles darauf, das Tablet im Einhandbetrieb hauptsächlich im Hochformat zu nutzen. Für eBooks und Webseiten optimal, für Filme eher weniger. Für diesen Zweck ermöglicht es der Standfuß in den Stand Mode bzw. Tilt Mode zu wechseln. Das Ausklappen geht einfach von der Hand und ist schon nach wenigen Minuten mit dem Yoga Tablet 10 in den Praxis-Alltag integriert. Auf glatten Oberflächen kommt es allerdings vor, dass bei der Eingabe das Tablet verrutscht. Grund dafür ist, dass der Standfuß komplett aus Aluminium besteht. Eine zusätzliche, rutschfeste Gummileiste hätte das eventuell verhindern können. Doch an dieser Stelle meckern wir auf hohem Niveau, denn an sich gefallen uns alle Multimodi sehr gut.

Um einen guten Preispunkt zu treffen und die wahrscheinlich hohen Entwicklungskosten wieder rauszuholen, muss natürlich an der einen oder anderen Ecke gespart werden. Der 1,2 GHz MediaTek Quad-Core Prozessor ist ein erstes Zeichen dafür. Er liefert deutlich weniger Leistung als die Vierkerner von Qualcomm, ist dafür in der Anschaffung aber deutlich günstiger. Otto Normalverbraucher wird den Unterschied wohl kaum merken, denn das Surfen im Web, Abrufen von Mails und Spiele gehen ebenso leicht von der Hand wie mit einem Qualcomm Snapdragon 600. Bei großen Fotoarchiven oder beim Start von anspruchsvollen Apps dauert es eventuell einen Tick länger bis alle Daten geladen sind und grafische Details sind nicht so stark ausgeprägt. Aber bei einem Preis von 299 Euro können wir uns damit anfreunden.

In Zeiten von 4K, Retina Displays und WQHD-Auflösungen wirkt die klassische HD-Resolution von 1.280 x 800 Pixel allerdings etwas altbacken. Eben alles eine Frage des Preises. Auf dem 8 Zoll Modell mit gleicher Auflösung wirkt alles noch etwas schärfer als auf unserem Yoga Tablet 10. Bei Filmen mag das nicht direkt auffallen, aber das geschulte Auge erkennt dann schon die Nachteile beim Schärfegrad von Schriften in eBooks und Webseiten. Lenovo wollte allerdings nicht ausschließen, zu einem späteren Zeitpunkt ein FullHD-Modell der Yoga Tablets auf den Markt zu bringen. Vorerst orientiert man sich aber auf die Mittelklasse und bringt unserer Meinung nach ein solides Gerät mit einem stabilen und hochwertigen Gehäuse sowie guter Leistung. Kurz gesagt: Das Paket stimmt. Dabei ist zu erwähnen, dass die Bildschirme in Sachen Helligkeit und Blickwinkelstabilität gute Arbeit leisten. Genaue Messungen in den nächsten Wochen werden das wohl bestätigen. Ebenso müssen wir der 5 Megapixel Kamera auf den Zahn fühlen, die wir aufgrund der späten Stunde und einhergehend dunkler Umgebung noch nicht kritisieren wollen.

Über die Anschaffung des optionalen Bluetooth Keyboard Covers für 99 Euro würden wir allerdings zweimal nachdenken. In Sachen Stabilität und Wertigkeit konnte uns das nämlich nicht überzeugen. Auch die magnetische Halterung am Tablet selbst hat bei der Präsentation auf der Bühne in Mailand besser ausgesehen, als in unserem nachträglichen Praxis-Test im Hotel. Dann vielleicht an dieser Stelle auf Zubehör von Drittanbietern warten. Hier kann man nur hoffen das Logitech auch auf den Lenovo Yoga Tablet Zug aufspringt und entsprechendes Zubehör nachliefert. Oder man greift direkt zu einer Bluetooth-Tastatur seiner Wahl, denn die universelle Schnittstelle ist ja nicht auf das Original-Zubehör von Lenovo angewiesen.

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