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  3. Interview: Schenker Notebooks spricht über die aktuelle Festplatten-Problematik

Hallo Herr Franke, könnten Sie sich kurz vorstellen?
Mein Name ist Melchior Franke. Als Geschäftsführer / COO bin ich u.a. für den Einkauf und die Überwachung der internen Prozesse verantwortlich.

Nicht nur die Menschen in Asien leiden gerade unter einer der schlimmsten Fluten seit Jahrzehnten, auch Hersteller von PC- und Notebook-Komponenten sind von dieser Naturkatastrophe betroffen. Sie stehen im direkten Kontakt mit den Lieferanten. Wie schätzen Sie die aktuelle Situation ein?
Melchior Franke: Die gesamte Branche wurde von der Überschwemmung relativ unvorbereitet getroffen. Selbst in Deutschland kommt es zu einer Verknappung bei nahezu allen Laufwerkstypen. Die 2,5“ Notebook-Festplatten sind von dieser Situation ebenso betroffen wie Ihre Desktop-Pendants.“

Ist in Deutschland mit Lieferengpässen zu rechnen? Wenn ja, was hat das für Auswirkungen auf den Preis von Notebooks?
Melchior Franke: „Derzeit ist es fast nicht mehr möglich größere Mengen zu beschaffen. Wir stehen bezüglich der Lieferallokation in direktem Kontakt mit den für uns relevanten Lieferanten, respektive Herstellern und eruieren Strategien zur Lösung potentieller Probleme. Wir haben uns für das Weihnachtsgeschäft mit mehreren tausend Festplatten bevorratet. Die erhöhten Nachkaufpreise müssen wir vorerst nicht weitergeben.

Ist / Wäre eine Preissteigerung gerechtfertigt?
Melchior Franke: Gemäß unseren Herstellerinformationen sind die aktuellen Steigerungsraten der noch verfügbaren Ware nicht nachvollziehbar. Die Festplattendistributoren erzeugen hier einen künstlichen Aufpreis, bedingt durch die extrem gestiegene Nachfrage und die unklaren Prognosen für die Wiederbeschaffung neuer Ware. Aus einem um 1-2 US-Dollar erhöhten Herstellerkurs werden im Endkundenmarkt gern 50 US-Dollar und mehr.

Sind SSDs und HDDs gleichermaßen betroffen?
Die Fabrikationsanlagen der Flashhersteller sind gemäß unseren Informationen nicht betroffen. Der Preis von SSDs stieg jedoch in den letzten 24 Stunden um einige Prozentpunkte. Bedingt durch die erhöhte Nachfrage ist auch hier mit Verfügbarkeitsengpässen zu rechnen.

Quelle: mySN

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