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Intel: Thunderbolt 3 wird günstiger und in künftige CPUs integriert (Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
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Thunderbolt 3: Laut Intels Angaben kommt die externe Schnittstelle mit einem Datendurchsatz von bis zu 40 Gbps mittlerweile in rund 120 Geräten zum Einsatz.

Wer sich in den letzten Monaten ein neues Premium-Notebook zugelegt hat, für den stehen die Chancen gut, dass das Gerät mit einem Thunderbolt 3 Port ausgestattet ist. Laut Intel haben aktuell rund 120 PC-Modelle auf dem Markt den neuen Schnittstellenstandard zu bieten. Aber der US-Chiphersteller verspricht sich sehr viel mehr von Thunderbolt 3 und will die Verbreitung beziehungsweise Adaption des Standards beschleunigen. Wie das Unternehmen jüngst ankündigte, soll die Thunderbolt 3 Technologie direkt in künftige Prozessoren integriert werden.

Thunderbolt 3 wurde von Intel als externe Universal-Schnittstelle der nächsten Generation entwickelt. Dank einer hohen Datenübertragungsrate von bis zu 40 Gigabit pro Sekunde (beziehungsweise bis 5 Gigabyte pro Sekunde) lässt sich Thunderbolt 3 sowohl zur Anbindung schneller externer Datenträger als auch beispielsweise von externen PCIe 3.0 Grafiklösungen oder bis zu zwei 4K-Monitoren nutzen. Außerdem unterstützt die Schnittstelle HDMI 2.0 sowie DisplayPort 1.2, ist zu USB abwärtskompatibel und verwendet denselben Stecker beziehungsweise Anschluss wie USB Typ-C.

Aufgrund der Vorteile, die Thunderbolt 3 mit sich bringt, möchte Intel die Schnittstelle so schnell wie möglich zum alleinigen Schnittstellenstandard moderner Computern machen. Es bedarf aus Sicht des Chip-Riesen keiner anderer Ports neben Thunderbolt 3, was für den Nutzer den Komfort mit sich bringt, dass tatsächlich jeder Anschluss am heimischen PC zum Aufladen sowie zum Anschluss eines Displays oder von USB-Geräten geeignet ist.

Durch die Integration von Thunderbolt 3 direkt in die CPU verspricht sich Intel eine Platzersparnis auf der Hauptplatine sowie eine Senkung des Gesamtstromverbrauchs eines PCs. Zudem ist es wahrscheinlich, dass durch die Maßnahme der Einsatz der noch jungen Schnittstelle günstiger und somit attraktiver für die Hersteller werden soll.

Ein weiterer Aspekt, der laut Intel dabei helfen soll, die Verbreitung zu beschleunigen, ist, dass die Spezifikationen des Thunderbolt Protokolls künftig unter einer nicht-exklusiven, abgabenfreien Lizenz zur Verfügung gestellt werden. Dies könnte beispielsweise dazu führen, dass auch AMD die Thunderbolt 3 Technik direkt in eigene Prozessoren integrieren wird.

Ein letzter von Intel erwähnter Punkt ist schließlich die Zusammenarbeit mit Microsoft. Laut dem Chip-Hersteller bring das im April erschienene Windows 10 Creators Update bereits Verbesserungen für das Plug-and-Play von Thunderbolt 3 Geräten mit, aber in Zukunft wollen beide Unternehmen weitere Optimierungen in das OS einfließen lassen.

Gewissermaßen als Vorreiter hinsichtlich Thunderbolt 3 kann derzeit Apple gesehen werden. Die gesamte aktuelle MacBook Pro Line-up setzt ausschließlich auf die neue Schnittstelle. Dies hat allerdings dazu geführt, dass in Teilen der Medien und bestimmten Nutzergruppen reichlich Kritik laut wurde, die die exklusive Verwendung der Schnittstelle sowie die daraus resultierende „Adapter-Pflicht“ bei Verwendung älterer Peripheriegeräte, verdammte.

Quelle: Intel

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