1. Startseite
  2. News
  3. Intel: Pläne für 10 Nanometer CPU-Fertigung waren zu aggressiv

Intel: Pläne für 10 Nanometer CPU-Fertigung waren zu aggressiv (Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
Fotogalerie (1)
Übergangsphase: Intel wird bei der CPU-Fertigung auch in den nächsten Monaten weiter am 14-Nanometer-Verfahren festhalten, doch Ende 2019 soll es endlich eine Generation mit 10-Nanometer-CPUs geben.

Intel sitzen nach wie vor die Probleme mit der Fertigung von Prozessoren im 10-Nanometer-Verfahren im Nacken. Dies bestätige jüngst der stellvertretende CEO und Finanzchef des Chipgiganten, Robert Swan. Wie die Webseite Sweclockers informiert, sprach Swan auf einer Konferenz von einem „zu aggressivem Vorgehen“ seines Unternehmens in diesem Bereich, das sich im Nachhinein betrachtet offensichtlich nicht ausgezahlt hat. Konkurrenten von Intel haben weniger gewagt, stehen nun aber angesichts diverser Intel-Fauxpas in den vergangenen Jahren besser da denn je.

Auf Intels Fertigungsprobleme im 10-Nanometer-Prozess ging Swan nicht näher ein, immerhin machte der Manager jedoch deutlich, dass die technischen Schwierigkeiten nun überwunden seien und die Produktion seiner Einschätzung nach inzwischen weitgehend rund laufe. Die erste komplett im 10-Nanometer-Strukturbreite gefertigte Prozessorgeneration von Intel wird es allerdings dennoch nicht vor dem Jahresende 2019 geben.

All das bedeutet, Intel muss ein weiteres Jahr Prozessoren anpreisen und verkaufen, die in altgedienter 14-Nanometer-Strukturbreite hergestellt werden. Dieses Produktionsverfahren wurde von der Chipschmiede im Laufe der letzten Jahre zwar immer weiter verbessert und optimiert, physikalische Gesetzmäßigkeiten limitieren allerdings schlicht und einfach den technologischen Fortschritt, der von einer Chipgeneration zur nächsten in ein und demselben Herstellungsverfahren möglich ist.

Erschwerend kommt aktuell für Intel hinzu, dass der Ausfall des ursprünglich geplanten Produktionskontingents von 10-Nanometer-Chips zu Lieferproblemen diverser Prozessorreihen geführt hat. Diese Situation dürfte sich erst im neuen Jahr entspannen und könne laut Swan auch nicht ganz durch die bereits getätigten höheren Investitionen in die bestehende 14-Nanometer-Produktion aufgelöst werden.

Eine weitere Schwierigkeit, die sich für Intel in den nächsten Jahren abzeichnet, ist die Konkurrenz durch TSMC als Auftragsfertiger. TSMC stellt unter anderem für AMD und Nvidia Chips her und kann bereits Fabrikate mit 7 Nanometer Strukturbreite in Serie liefern.

Quelle: Sweclockers