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  3. Intel Coffee Lake: Notebook-Prozessoren mit sechs Kernen ab 2018?

Intel könnte in rund zwei Jahren erstmals leistungsstarke Hexa-Core-CPUs für das Notebook-Segment einführen. Das geht aus einem Bericht von PC Watch hervor.Bildquelle: notebookinfo.de
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Ausgetickt: Intel musste seine Tick-Tock-Strategie zur Veröffentlichung neuer Core-Prozessoren im Frühjahr 2016 für überholt erklären.

Derzeit kursieren interessante Gerüchte über Intels CPU-Pläne speziell für den Notebook-Sektor im Netz. Wie die hinsichtlich Halbleitertechnologien für gewöhnlich bestens informierte Webseite PC Watch erfahren haben will, könnte der US-Chipgigant Mitte 2018 in der dann aktuellen Coffee Lake Familie erstmals Hexa Core Prozessoren für Laptops anbieten.

Aktuell vertreibt Intel die 6. Core Prozessor Generation, die auch unter dem Codenamen Skylake bekannt ist und im 14 Nanometer Verfahren produziert wird. Zur Skylake Familie gehören unter anderem Mobil-CPUs der H-Serie, die mit bis zu 45 Watt TDP ausgezeichnet sind und maximal vier Kerne bieten. Als Nachfolger von Skylake wird Intel noch in diesem Jahr damit beginnen, Kaby Lake einzuführen. Diese 7. Core Prozessor Generation soll allerdings nur dezente Verbesserungen im Vergleich zu Skylake mitbringen und wird Intels durchgesickerten Plänen nach gleich von zwei unterschiedlichen Mikro-Architekturen beerbt werden: In leistungsfähigeren Performance-Bereichen oberhalb der 15-Watt-TDP-Klasse sollen es die eingangs erwähnten Coffee Lake Chips sein, die weiterhin im 14 Nanometer Prozess gefertigt würden. Im mehr auf Energieeffizienz getrimmten Bereich von 4,5 bis 15 Watt, der auf besonders flache Notebooks und 2-in-1s oder Tablets wie das Microsoft Surface Pro 4 abzielt, wird die Chipschmiede hingegen voraussichtlich ab Ende 2017 auf die Cannonlake Familie umschwenken, die im fortschrittlicheren 10-Nanometer-Verfahren produziert werden soll.

Die kommenden Sechskern-CPUs für Notebooks werden den vorliegenden Angaben nach lediglich in der H-Serie der Coffee Lake Familie zu finden sein, da diese wie auch aktuelle H-Serie-Chips wieder mit einer Verlustleistung von 35 bis 45 Watt aufwarten soll. Davon abgesehen soll es in dieser H-Baureihe auch Dual-Core-Modelle geben, jedoch keine Quad-Cores mehr. Hinsichtlich der integrierten GPU ordnet PC Watch der gesamten Coffee Lake H-Serie eine Grafikeinheit vom Typ GT3e zu. Dies würde nach Intels aktuellem Performance-Schema der zweitschnellsten Ausbaustufe entsprechen. Das e-Suffix deutet zudem auf die Verwendung von E-(embedded)-DRAM als besonders schnellen Zwischenspeicher hin.

Weitere Details zu Coffee Lake sind bislang leider noch nicht bekannt. Dafür müssen also erst weitere Leaks oder offizielle Angaben von Intel abgewartet werden. Über die Cannonlake-Chips der U-(15 Watt)- und Y-(4,5 Watt)-Serie, die der Chiphersteller im 10-Nanometer-Prozess fertigen will, lässt sich schon mal mutmaßen, dass sie aufgrund des Die-Shrinks im Vergleich zu Skylake und Kaby Lake ein deutlich messbares Plus bei Leistung und Energieeffizienz bieten dürften. Näheres liegt aber auch hierzu derzeit nicht vor.

Quelle: PC Watch

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