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  3. Intel Broadwell: Neue Quad Core Prozessoren für Notebooks vorgestellt

5. Generation Intel Core Prozessor DieBildquelle: Intel
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Iris Pro Graphics 6200: Bei den neuesten Core-Prozessoren der 5. Generation bewirbt Intel vor allem die integrierte GPU.

Intel nutzt einmal mehr die Computex in Taipeh um den Marktstart neuer Prozessoren anzukündigen. In diesem Juni sind es die seit Monaten überfälligen, leistungsstärksten Core-Prozessoren der 5. Generation (Broadwell) mit vier Rechenkernen (mit einer Ausnahme). Der US-Chipgigant spricht in Bezug auf die neuen, im fortschrittlichen 14-Nanometer-Verfahren gefertigten Modelle von CPUs für Enthusiasten, PC-Spieler sowie Profis und verspricht im Vergleich zur Vorgängergeneration (Haswell) angemessenen Mehrwert sowie ein paar echte Überraschungen.

Insgesamt sind es zehn neue Core-Prozessoren der 5. Generation, die Intel am heutigen Dienstag offiziell enthüllt, fünf darunter sind mit einer maximalen Verlustleistung (Thermal Design Power, kurz TDP) von 47 Watt für das gehobene Notebook-Segment, fünf mit einer TDP von 65 Watt für den Premium-Desktop-Markt konzipiert. Aufgrund der Ausrichtung unserer Webseite werden wir uns im Folgenden auf die fünf CPUs für Notebooks fokussieren. Bezüglich des verwendeten Chip-Designs gibt es unter den zehn Modellen ohnehin keine, beziehungsweise nur feine Unterschiede. Alle Prozessoren bis auf einen warten darüber hinaus mit Intels bislang leistungsfähigster integrierten Grafikeinheit, einer Intel Iris Pro Graphics 6200, auf. Der einzelne Ausreißer bietet immerhin eine HD Graphics 5600.

Bei der Vorstellung der neuen Prozessoren rückt Intel heute zwei Punkte besonders ins Blickfeld: Zum einen seien die Quad-Core-Modelle für den Desktop die ersten gesockelten CPUs mit einer GPU vom Typ Intel Iris Pro Graphics, zum anderen gäbe es unter den Notebook-Modellen erstmals eine Core i5 Variante (Dual-Core) mit Intel Iris Pro Graphics. Anhand dieser ganz gezielt herausgepickten Highlights wird wirklich unmissverständlich klar, wo das Unternehmen den entscheidenden Vorteil seiner neuen High-End-Chips verglichen mit den nach wie vor performanten Vorgängern sieht, nämlich bei der integrierten Grafikeinheit.

5. Generation der Intel Core-Prozessoren für Notebooks (47 Watt TDP)

Intel Core i7 und Core i5 Prozessoren der Broadwell-H-Serie:

Die im Augenblick performanteste Intel-GPU ist die neue Intel Iris Pro Graphics 6200. Sie ist in vier der fünf neuen Prozessor-Modelle für Notebooks integriert und kann im direkten Vergleich mit der Iris Pro Graphics 5200 der Haswell-Generation ebenfalls mit eDRAM als extrem schnellem Zwischenspeicher plus mehr Recheneinheiten, einem größeren Cache und höheren Taktraten aufwarten. Durch diese Anpassungen sowie Architekturverbesserungen soll ein Prozessor wie das neue Topmodell Core i7-5950HQ der 5. Core-Generation beispielsweise eine rund 20 Prozent höhere 3D-Leistung abliefern als der bekannte Core i7-4950HQ der 4. Core-Generation. Beim Konvertieren von Videos ist besagter Chip laut Intel ebenfalls bis zu 20 Prozent schneller als das ältere Modell und beim Sysmark 2014 (Produktivität) immerhin noch bis zu 15 Prozent. An dieser Stelle muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass diese Angaben vom Hersteller selbst stammen, und daher mit Vorsicht genossen werden sollten. Für wirklich fundierte Aussagen zur Leistungsfähigkeit der neuen Broadwell-CPUs von Intel müssen wir erste unabhängige Tests abwarten. Analog zu den Dual-Core-Vertretern der Broadwell-Familie, die Anfang 2015 auf den Markt kamen, bieten die neuen 14-Nanometer-CPUs eine bessere Energieeffizienz als ihre 22-Nanometer-Vorgänger. Das sollte sich trotz höherer Leistung positiv auf die Akkulaufzeit entsprechend ausgestatteter Geräte auswirken. Exakte Werte liegen hierzu aber noch nicht vor.

Ungeachtet kommender Testergebnisse ist sich Intel offenbar sehr sicher, dass die Intel Iris Pro Graphics 6200 auch für Gamer genügend Leistung mitbringt, um beliebte - wenn auch weniger Hardware-hungrige - PC-Spiele unterwegs auf dem Laptop in Full-HD-Auflösung und mittleren bis hohen Einstellungen mit mehr als 60 Bildern pro Sekunde zu genießen. Als Beispiele nennt das Unternehmen die Titel League of Legends, Heroes oft the Storm und World of Warcraft. Darüber hinaus will Intel ab sofort PC-Spieler auch Software-seitig etwas unter die Arme greifen. Unter Gameplay.intel.com sollen noch im Juni für Intel HD und Iris Graphics optimierte Grafikeinstellungen für diverse Spiele abrufbar gemacht werden. Von Raptr gibt es zudem eine Applikation, die derartig optimierte Einstellungen auf Wunsch automatisch vornimmt.

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